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Chapter 12 by TinaMeier
Das Geld ist weg. Was nun?
Ich rufe Max an.
Ich verlasse den Schuppen und mache mich auf den Weg zurück zur Straße. "Ganz schön weit, denke ich dabei. "Die Schuhe sind auch nicht für diesen Weg gemacht. "Meine Füße beginnen zu schmerzen. "Hoffentlich laufe ich mir keine Blasen." Als ich den Schuppen nicht mehr sehe, beschließe ich Max an zurufen. Also wähle ich seine Nummer. Er geht nicht ran. Sauer laufe ich den ganzen weiten Weg zurück zur Straße. An der Straße angekommen bin ich wütender auf Max als auf diesen Biker. Ich versuche noch mal Max anzurufen, aber er geht immer noch nicht ran. Schließlich schreibe ich ihn eine Nachricht.
Dieser Mistkerl denke ich nun, sitze ich hier fest und habe nicht mal mehr Geld für ein Taxi. Sollte ich es riskieren und auf einen neuen Freier warten? Aber was ist, wenn der Biker noch mal die Straße abfährt? Nein, das ist zu gefährlich, sage ich zu mir selbst. Wer könnte mir aus der Klemme helfen, wenn Max sich nicht meldet? Mein Kollege Gustav schießt es mir durch den Kopf. Der weiß sowieso schon alles. Ich suche seine Nummer und zögere dann einen Moment.
War das wirklich so eine gute Idee, ihn jetzt anzurufen? Er wird mich dann bestimmt ficken wollen. Was solls besser als hier dumm rumzustehen oder zu laufen, denke ich mir und drücke den grünen Hörerbutton. Es tutet viermal, dann höre ich seine Stimme:"Johansen?" Mit einem Schlag werden meine Knie weich und ich stottere zitternd in das Handy:"Hier ist Tessa." Ich erzähle ihm, was alles heute Abend geschehen ist und eine halbe Stunde später sitze ich in seinem Auto auf dem Weg nach Hause.
Er hält vor der Haustür an und schaut mich nachdenklich an. "Wir drei werden uns jetzt mal über eure Finanzen unterhalte müssen, so kann das nicht weitergehen.", sagt er. Ich nicke, steige aus und schließe die Haustür auf. Gustav Johansen folgt mir auf dem Fuße. Im Treppenhaus begegnet uns zum Glück niemand, aber als wir meine Wohnung betreten, hören schon das laute Dröhnen des Fernsehers aus dem Wohnzimmer. Max ist bestimmt wieder vor dem TV eingeschlafen, denke ich.
Wir folgen dem Lärm und betreten das Wohnzimmer. Tatsächlich. War irgendwie klar, denke ich, Max schickt mich anschaffen und liegthier faul schlafend auf dem Sofa. Kein Wunder, das er nicht an sein Handy geht. Ich schaue Gustav fragend an, der grinst aber mit einem Mal böse. "Hol deine Plüschhandschellen aus deinen Nachttisch", sagt er leise zu mir. Ich nicke. Kurze Zeit später sehe ich, wie Gustav leise und vorsichtig eine Seite der Handschelle am Heizungsrohr befestigt und dann den Arm des schlafenden Max ergreift, um im blitzschnell an das Rohr zu fesseln, dabei wird Max wach und fällt zu von der Coach. Schlaftrunken und verdutzt schaut er sich um, zieht an der Plüschschelle, doch die hält wieder prima.
"Du schon wieder, was willst Du hier", fragt Max wütend und schaut zu uns hoch. "Das erkläre ich dir, während Tessa duscht" antwortet Herr Johansen, dann schaut er mich an: " geh ins Bad und dusch dir das Zeugs von deinen Freiern ab. Ich will mit deinem Freund alleine reden."Eine Dusche, ja eine gute Idee denke ich und nicke. Anschließend verschwinde ich im Bad.
Was besprechen die Beiden?
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Samstagnacht
Samstag
Der Heimweg
Updated on Feb 13, 2023
by TinaMeier
Created on Aug 28, 2019
by TinaMeier
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