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Chapter 30 by Papas_Liebling Papas_Liebling

What's next?

Hochspannung

Der Kellner reagierte sofort. Er näherte sich mit derselben geschmeidigen Professionalität wie zuvor, ein freundlich wirkendes Lächeln auf den Lippen. Einen Schritt neben dem Tisch blieb er stehen, um ihre Wünsche aufzunehmen.

Marie bemerkte sofort, dass sich sein Verhalten änderte, als Steve sich betont locker in seinem Stuhl zurücklehnte. Ein kaum wahrnehmbares Nicken zwischen den Männern. Ein stilles Einvernehmen.

Die Spannung im Raum stieg sofort.

Der Kellner lächelte noch immer. Doch es lag keine Höflichkeit mehr darin, sondern Überlegenheit.

Sein Blick wanderte über Marie. Prüfend. Beinahe schon unverschämt. **** richtete sie ihre Jacke im sinnlosen Versuch zu verbergen, dass sie nichts darunter anhatte.

"Sie gehört nicht zu Ihnen?"

Anstatt zu antworten, nahm Steve die zwei Gläser vom Tisch und ließ sich damit noch tiefer in den weichen Sessel sinken. Es war, als habe er ihr mit dem Bourbon auch seinen Schutz entzogen.

Marie merkte es sofort. Der Kellner noch schneller. Er trat näher, beugte sich nach vorn. Seine Augen ließen sie nicht mehr los. Taxierend. Besitzergreifend.

Und Marie verstand, dass Steve recht gehabt hatte. Nicht wegen des Verhaltens des Kellners, sondern wegen der Selbstverständlichkeit dahinter.

Wenn Steve signalisierte, dass sie „frei“ war, dann änderte das sofort die Spielregeln. Sie hatte einen Vorteil verloren, den sie nie mehr ausgleichen konnte. Der Mann hielt alle Trümpfe in der Hand.

Keiner der wenigen Gäste in der Bar nahm Notiz von dem, was an ihrem Tisch geschah. Es war -

Normal.

Ihr Magen zog sich zusammen. Ihre Wahrnehmung verengte sich auf den jungen Mann, der sie beinahe bedrohlich überragte. Sie nahm jedes Detail überdeutlich wahr: seine aufrechte Haltung, das Zucken um seine Mundwinkel, die Anspannung in seinen Armen.

Doch in seinem Blick las sie etwas anderes. Keine ****, wenig Interesse, sondern eine klare Erwartung, dass er genau das bekam, was er wollte.

Marie hasste es. Sie hatte ihr ganzes Leben gelernt, dass Frauen und Männer gleichberechtigt waren. Dass sie sich auf Augenhöhe begegneten. Dass Sex nicht in Ordnung war, wenn eine der beiden Seiten keine echte Wahl hatte.

Generationen von Frauen vor ihr hatten darum gekämpft.

Ihr Verstand wusste das noch immer.

Doch ihr Körper meinte etwas anderes. Die letzten Tage hatten sie mürbe gemacht. Der Stress. Die permanente Anspannung. Étienne, Jenkins. Steve. Die ständige Konfrontation mit einer Gesellschaft, in der Männer alles bekamen, was sie wollten, und Frauen sich damit abfanden.

Zwischen Angst und Erschöpfung machte sich ein neuer Gedanke breit.

Wie wäre es, einfach nachzugeben?

Wie würde es sich anfühlen, wenn der Kellner sie einfach hier und jetzt nahm? Sie benutzte. Rücksichtslos. Öffentlich. Für jeden sichtbar.

Die Vorstellung kam unerwartet und traf sie umso brutaler. Ein heißer Strom jagte durch ihren Bauch. Scharf atmete sie ein. Ihre plötzlich steinharten Brustwarzen drückten sich hart gegen den Stoff, empfindlich genug, dass selbst das glatte Innenfutter zu rau war. **** presste sie die Schenkel zusammen, als könnte sie damit die verräterische Nässe zwischen ihren Beinen eindämmen.

Der Kellner bemerkte es sofort. Sein Blick verengte sich, seine Lippen krümmten sich nach oben.

Die Situation war hochgefährlich. Nicht, weil der Mann aggressiv wurde. Sondern weil sie begann, sich zu wünschen, er würde es.

Steve beobachtete sie genau.

"Glaubst du mir jetzt?"

Marie biss sich auf die Lippen.

Weil sie Angst vor ihrer eigenen Antwort hatte.

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