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Freitag Nachmittag

Chapter 3 by rallebonn

Freitagnachmittag erhalte ich eine Textnachricht: Der Wagen würde mich und meinen Mann um 19:00 Uhr abholen. Ich schrieb kurz zurück, dass das in Ordnung sei, mein Mann aber beruflich verhindert wäre. „Gut, dann sage ich im Restaurant Bescheid“, kam als Rückmeldung.

Gegen 17:00 Uhr klingelte es. Ein Kurier stand mit einem großen Paket für mich vor der Tür. Ich stutzte, denn ich hatte doch nichts bestellt. Trotzdem nahm ich das Paket an, stellte es ab und öffnete es. Darin lag ein wunderschönes weiß-blaues Trägerkleid: eng geschnitten, tailliert, kurz, aber nicht zu kurz, dazu rückenfrei. Außerdem waren ein Paar passende Stiefelchen und Unterwäsche dabei. Ich errötete. Auf einem Zettel stand: „Ich freue mich, wenn Sie das anziehen.“

Ich zögerte und haderte mit mir. Sollte ich das wirklich annehmen? Ich rief meinen Mann an, fragte ihn danach und zeigte ihm Bilder davon. Die Unterwäsche ließ ich allerdings weg, denn ich fand sie sehr gewagt: Seide, Spitze und hauchzart.

Mein Mann sah es locker. „Nimm es an, ist doch cool – so etwas Schönes“, sagte er. Also nahm ich es und ging ins Schlafzimmer, um alles anzuprobieren. Es passte perfekt. Alles passte perfekt, sogar die Schuhe. Woher wusste er das alles? Ich war völlig überrascht. Das Kleid war ein Traum: sehr elegant und reizvoll, ohne zu viel zu zeigen. Ich stand noch immer im Schlafzimmer, als es klingelte.

Ich ging zur Tür und öffnete. Eine junge Frau in einer schwarzen Robe stand dort. „Guten Abend, ich bin Julia, Ihre Fahrerin für heute Abend“, sagte sie lächelnd. „Oh, ist es schon so spät? Einen Moment, ich bin sofort fertig.“ „Keine Hast“, sagte sie und ging zurück zum Wagen. Nach einer Minute hatte ich meine Tasche, die Schlüssel und eine Jacke. Dann ging ich zum Wagen. Sie hielt mir die Tür auf, und ich stieg ein.

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