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Chapter 14 by daimon daimon

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Frau Schmidt bekommt Post

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Laras Mutter Hanni Schmidt fuhr eben von der Arbeit nach Hause, als ihr Telefon eine neue Nachricht anzeigte.

Lara hatte im Familienchat gepostet. Merkwürdig. Sie hatte dort noch nie ein Lebenszeichen hinterlassen. Hanni war sich gar nicht sicher, ob sie überhaupt wusste, dass die Gruppe existierte.

Obwohl sie neugierig war, ließ sie ihr Telefon liegen und konzentrierte sich wieder auf den Verkehr.

Sie dachte über Lara nach. Ihr Sorgenkind. Wenn sie an die glückliche **** dachte, die durch den Unfall des Vaters ihrer **** für immer zerbrochen war, stiegen ihr die Tränen in die Augen.

Nachdem ihnen die beiden Polizisten an jenem verregneten Abend die Nachricht überbracht hatten, war sie selbst in tiefe Trauer versunken. Max hatte man kaum etwas angemerkt. Die Tränen in seinen Augen sprachen aber eine deutliche Sprache. Lara, nun, Lara war eine ganz andere Geschichte. Sie reagierte zunächst mit Verdrängung, dann mit Wut.

Sie war bis dahin nie besonders rebellisch gewesen. Doch nun geriet sie in einen Strudel aus häufig wechselnden Sexualpartnern, **** und falscher Gesellschaft. Sie flog von der Schule, begann eine Ausbildung, brach sie ab, brütete monatelang in ihrem Zimmer, hörte auf zu essen.

Dann begann sie zu turnen und alles wurde besser. Hanni hatte wieder mehr Zeit für sich und ihr Leben. Sie traf Walter, verliebte sich und wagte schließlich den Schritt, ihn in das Leben ihrer **** zu lassen.

Bis vor kurzem hatte sie das auch nie bereut. Dabei hatte Walter seine Eigenheiten. Er war **** paranoid, wenn es um seine Erfindungen ging. Sie hatte keine Ahnung, was er eigentlich machte, wusste nur, dass es teilweise um sensible militärische Anwendungen ging. Was auch immer es war, er verdiente genügend Geld, um ihr und den Kindern ein sorgenfreies Leben in bescheidenem Luxus zu ermöglichen. Es war sein Vermögen, das ihnen ermöglicht hatte, das Haus am Park in absoluter Bestlage zu erwerben. Sie wusste bis heute nicht, wie viel es eigentlich gekostet hatte.

Seit einem Jahr hatte sich alles verändert. Bald nach ihrem achtzehnten Geburtstag hatte Lara begonnen, sich zurückzuziehen. Hanni war froh, dass sie immer noch turnte, obwohl es ihr nicht mehr so zu helfen schien wie früher. Ihre Tochter wich ihr aus und konnte ihr nicht in die Augen sehen. So verhielt sie sich als kleines Mädchen, wenn sie etwas angestellt hatte.

Auch in ihrem Intimleben passte es immer weniger. Hatten sie am Beginn ihrer Beziehung noch fast täglich miteinander geschlafen, sogar einige Experimente gewagt, so waren Walters sexuelle Avancen ihr gegenüber immer seltener geworden und in letzter Zeit ganz ausgeblieben.

Solange es irgendwie ging, hatte Hanni ihre Bedürfnisse verdrängt. Doch dann war es passiert. Ihr Team auf der Arbeit hatte einen erfolgreichen Abschluss gefeiert. Ein Kollege, der ihr schon lange gefallen hatte, hatte sie umworben. Als sie das vertraute aber fast schon vergessene Pochen in ihrer vernachlässigten Muschi spürte, wusste sie, was sie in ihrer Beziehung vermisste, obwohl es ihr eigentlich zustand.

Bei dem Gedanken an jenen Abend musste sie heute noch lächeln und griff sich wie zufällig zwischen die Beine. Sie hatte keinerlei Skrupel gehabt und hatte sie immer noch nicht bei ihren gelegentlichen Treffen mit Hans.

Er hatte nicht lange gefackelt, sie direkt angesprochen. Sie hatten kaum geredet, hatten sich in die Augen geschaut und verstanden, was sie einander sein konnten. Die Lösung ihres Problems. Dann waren sie aus dem Besprechungsraum geschlichen, hatten eine offene Abstellkammer gefunden. Die beiden ausgehungerten Menschen waren übereinander hergefallen. Das erste Mal war alles andere als perfekt. Sie waren einfach zu erregt und dadurch ungeschickt. Irgendwann kippte ein Putzeimer laut scheppernd aus dem Regal. Das brach das Eis und sie mussten herzhaft lachen. Dann setzte er sie auf einen Plastikschemel, sie half ihm beim Öffnen seiner Hose. Der Rock, den sie praktischerweise trug, war ebenso wenig ein Hindernis wie ihr einfacher Baumwollslip. Er glitt in sie, als wäre er für sie gemacht. Er steuerte die kraftvollen Stöße, sie die gute Schmierung bei, ganz so, wie Mutter Natur das vorgesehen hatte.

Wenn ihr Ehemann seinen Verpflichtungen nicht nachkam, war er selber schuld. Bis jetzt hatte sie keinerlei Grund gesehen, Walter ins Bild zu setzen oder etwas an ihrem persönlichen Leben zu ändern. Hans war verheiratet und führte wie sie ein bequemes und glückliches Leben, dem nur der Sex fehlte.

Sie hatte sich allerdings bis vor kurzem nicht gefragt, weshalb Walter keine Lust mehr auf sie verspürte. Sie waren schließlich erst seit einigen Jahren zusammen. Hatte er eine Affäre?

Etwas, das einer ihrer Arbeitskolleginnen passiert war, hatte sie aufhorchen lassen. Tränenüberströmt hatte sie ihr anvertraut, dass ihr Ehemann eine Affäre mit ihrer Adoptivtochter angefangen hätte. Hanni war entsetzt und beunruhigt zugleich.

Das merkwürdige Verhalten ihrer Tochter, die erlahmende Lust ihres Mannes. Er konnte doch nicht! Sie konnte doch nicht!

Zu Hause angekommen, parkte sie das Auto in der Einfahrt und griff nach ihrem Telefon.

Sie begann zu lesen. Ihre Fassungslosigkeit wich langsam Entsetzen und schließlich maßlosem Zorn.

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