Wie wird Viktor wohl auf den Test reagieren?

Etwas anders als Alex damals

Chapter 148 by Hentaitales Hentaitales

Damit ging auch er in die Villa, um sich "vorzubereiten", sprich die Gestalt von Viktors idealen Partner anzunehmen, und das tat er in seinem eigenen Zimmer. Alex ging erst einmal in die Küche, um sich nach dem anstrengenden Einsatz erst einmal ein Bier zu gönnen, und dort traf er auch Jessie wieder, die anscheinend die selbe Idee gehabt hatte.

"Bei dir alles okay?" erkundigte sich Alex. "Ich hoffe, du hast nicht allzu viele Kugeln abgekriegt?"

"Nur zwei, und die Panzerung hat gut gehalten", meinte Jessie, "hab nur blaue Flecken. Ich ärger mich ein bisschen, dass wir den Polizisten nicht gleich erklärt haben, was wir eigentlich wollten."

Alex sah sie verdutzt an. "Was?"

Jessie sah ebenso irritiert zurück. "Wie, was? Hätten die gleich kapiert, dass wir nur Viktor mitnehmen wollten, hätten die doch gar nicht erst auf uns geschossen!"

"Ähm..." Alex nahm erst einmal einen großen Schluck von seinem Bier. "Aber dir ist schon klar, dass die grundsätzlich auf alle Zarathustras schießen, oder?"

"Aber doch nicht auf uns", gab Jessie zurück, im Tonfall von jemandem, der einem kleinen Kind etwas erklärte. "Es ging doch nur um Viktor! Da hätte es doch nicht so blöd für alle ablaufen müssen."

Jetzt hatte Alex genug gehört, und er stellte das Bier ab. "Okay, lass mich dir was erklären, und bitte hör mir bis zum Ende zu: Ich glaube, du stehst immer noch unter Viktors Einfluss, und zwar..."

Er schilderte Jessie noch einmal, wie Viktors Kräfte funktionierten, und wie die Mission geplant gewesen war und warum, und dass erst Viktors Eingreifen ihnen die Flucht ermöglicht hatte. Jessie hörte ihm in der Tat zu, mit etwas ungläubiger, verwirrter Miene, aber sie lauschte ihm bis zum Ende, und als er fertig war, überlegte sie einen Moment. "Was du sagst, klingt total logisch", meinte sie, "und es passt auch zu dem, was ich über das Zarathustra-Einsatzkommando weiß, aber..."

"Aber?"

"Es ist absolut nicht das, woran ich mich erinnere." Sie schüttelte den Kopf und schien wirklich intensiv nachzudenken. "Ich hab keine Details mehr im Kopf, aber es muss doch so gewesen sein, dass die Leute uns haben ziehen lassen, sobald sie kapiert hatten, dass wir einfach nur mit Viktor weggehen wollten, oder?"

Alex nickte. "Das stimmt auch. Allerdings haben sie uns gehen lassen, weil sie von Viktors Kräften beeinflusst waren. Und du bist das anscheinend immer noch. Bei mir war's nach ein paar Minuten vorbei, und bei den anderen auch."

Jessie schüttelte den Kopf. "Es fühlt sich aber nicht so an, als wäre ich irgendwie beeinflusst. Alles, was passiert ist, fühlt sich vollkommen richtig an- Ich meine, klar, wenn ich drüber nachdenke, ist es schon komisch, dass die uns haben ziehen lassen. Aber da gibt's bestimmt eine Erklärung für-" Sie hielt inne. "Denkst du, Viktor könnte auch ein Honeypot sein? So was wie Asha damals? Sie haben uns mit ihm gehen lassen, damit sie an uns rankommen?"

"Ich denke", sagte Alex ernst, "dein Hirn versucht gerade alles, um nicht zum Schluss zu kommen, dass Viktors Kräfte immer noch bei dir wirksam sind, und das, obwohl alle Logik dafür spricht und er's dir sogar selbst gesagt hat!"

"Meinst du wirklich?" Jessie wirkte bedrückt. "Hm. Na gut. Dann müssen wir mal mit ihm reden. Wo steckt er gerade?"


Es dauerte noch ein wenig, bis Viktor wieder zur Verfügung stand, und zuvor kam Steffen noch zu den anderen, um seinen Eindruck von ihm zu schildern. Zur allseitigen Überraschung sah man ihm aber die Begegnung noch an: "Äh, Steffen - warum hast du ein blaues Auge?"

"Oh, das war Viktor", sagte er ohne sichtbare Regung. "Er war ein bisschen sauer, dass ich ihn getestet habe; kann ich gut nachvollziehen."

"Er hat dir eine reingehauen, und das kannst du nachvollziehen?" fragte Tom nach.

Steffen zuckte mit den Schultern. "Wollen wir jetzt über mein Auge reden oder über Viktor?"

Etwas unsicher blickte Tom zurück. "Über Viktor."

"Gut." Steffen setzte sich mit an den Tisch. "Also, es ist, wie ich vermutet habe. Viktor hat schwer was durchgemacht. Er ist definitiv traumatisiert von seiner Gefangenschaft. Ich glaube, er versucht es zu verarbeiten, indem er es in sich drinnen einschließt und nach außen hin auf harter Mann macht. Im Moment sehe ich aber nur wenig wirklich Gefährliches oder Gewalttätiges bei ihm."

"Er hat dir eine reingeschlagen", sagte Jessie, "und du siehst nichts Gewalttätiges?"

Steffen rollte mit den Augen. "Ich sagte doch schon, das ist nichts Besonderes. Jeder hätte das in dem Moment genauso gemacht!"

Aber Tom schüttelte den Kopf. "Das stimmt nicht. Das ist das erste Mal, dass jemand so auf dich reagiert hat, Steffen. Denk mal nach!"

"Tom, ich mach den Job hier schon lange genug", hab Steffen genervt zurück, "und ich brauche niemanden, der-" Er stutzte plötzlich und hielt inne. "Nein, warte. Du hast recht. Das ist das erste Mal. Und ich merk es erst jetzt."

"St-Steffen..." Diana sah ihn besorgt an. "Was i-ist los mit dir?"

Steffen schwieg, Alex tat das allerdings nicht. "Viktor hat seine Kräfte bei ihm eingesetzt", sagte er. "Steffen denkt, es wäre normal, anderen Leuten einfach so eine reinzuschlagen."

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Welche Konsequenzen ziehen die anderen daraus?

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