Was ist ihr da passiert?

Es war einfach zu viel

Chapter 80 by Hentaitales Hentaitales

"Aufgeflogen?" Jessie musste fast lachen. "Du? Ich dachte, du würdest irgendwo am anderen Ende der Welt hinter sieben Proxies sitzen. Wieso bist du überhaupt in der Stadt?"

"Wegen meiner Drohne, Klugscheißer!" Pandora klang reichlich angefressen. "Ich kann die schlecht über das öffentliche Netz laufen lassen, und Sender mit mehr als ein paar Kilometern Reichweite krieg ich nicht transportiert. Und ja, ich saß hinter sieben Proxies, aber die Leute, die diesen Honeypot bei Asha eingerichtet haben, wussten auch, was sie tun. Und bei dem ganzen Kack, den ich machen musste, um eure Flucht zu decken, war ich alles andere als unauffällig. Also hopp, kommt rüber und packt mich ein, damit ich auch hier raus komme!"

Das Navi im Auto gab ein Pingen von sich, und Alex nickte. "Hab das Ziel. Wir sind in vierzehn Minuten bei dir."

Asha lehnte sich etwas nach vorne. "Gibt es jetzt Probleme? Das klang jetzt nicht so, als wäre das von euch eingeplant gewesen."

"Ach weißt du", lächelte Jessie entschuldigend, "unsere Pläne laufen nie ganz so, wie sie sollen. Das hat bei uns quasi Tradition."


Dank des nicht besonders starken Verkehrs kamen sie gut voran und hatten die Außengebiete schnell erreicht. Um den historischen Teil der Stadt herum waren immer wieder modernere Viertel entstanden, und das, auf das sie jetzt zusteuerten, war ein Industriegebiet. Autos waren immer wieder zu sehen, aber Passanten so gut wie keine - die Chancen standen also gut, dass sie Pandora unbeobachtet an Bord holen konnten.

Aber noch ehe sie ankamen, meldete sie sich auch schon wieder bei ihnen. "Leute, die Situation hat sich geändert. Fahrt nicht zum Kontaktpunkt, ich wiederhole, fahrt NICHT zum Kontaktpunkt!"

"Was ist passiert?" Alex tauschte besorgte Blicke mit Jessie. "Werden wir verfolgt?"

"Nein, aber mein Unterschlupf wird in drei Minuten ausgehoben. Von Nordnordost kommen drei Fidos auf meine Position zu, und ihr werdet nicht mehr rechtzeitig vor ihnen ankommen."

Alex runzelte die Stirn. "Fidos?"

"Vierbeinige Drohnen vom Staatsschutz", erklärte Pandora, "bewegen sich wie große Hunde. Sind dafür ausgestattet, Flüchtende zu stellen, damit sie festgenommen werden können. Wenn die euer Auto sehen, ist ruckzuck eine Fahndung nach euch raus. Und nachdem ich schon aufgeflogen bin, kann ich die auch nicht so einfach hacken. Am besten haut ihr ab."

"Und dich lassen wir zurück?" warf Jessie entrüstet ein. "Vergiss es! Wir holen dich da raus, und die Fidos machen wir platt!"

Pandora gab ein genervtes Stöhnen von sich. "Syren, das sind autonome Drohnen. Die haben keinen Piloten, den du kontrollieren kannst. Und ohne schweres Gerät kriegt ihr die auch nicht bekämpft. Die sind allesamt mit Tasern ausgestattet, die euch locker von den Beinen holen. Dreht um, ihr könnt nichts für mich tun!"

Alex schien kurz zu überlegen. "Kannst du weiterhin das Funknetz hier stören, Pandora? Wie vorhin in der Innenstadt, damit niemand fotografiert oder filmt?"

"Normale Handys klar, kein Problem." Pandora seufzte erneut. "Aber noch mal, an die Drohnen komm ich nicht ran. Die werden alles aufzeichnen, und-"

"Nicht, wenn ich sie zu Schrott verarbeite", gab Alex zurück und blickte in den Rückspiegel. "Asha?"

Asha schrak zusammen. "Äh, ja?"

Mit einem Lächeln sah Alex zu ihr. "In einer Minute kann ich deine Kräfte sehr gut brauchen."

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Welche Kräfte hat Asha wohl?

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