Wie können sie die Infos jetzt nutzen?

Es gibt eine kleine Komplikation

Chapter 220 by Hentaitales Hentaitales

"Lief doch gut", meinte Alex, als sie bereits ein Stück auf dem Rückweg waren. "Der Kerl im Getränkemarkt wird seiner Frau bestimmt nichts von dem Partyweib erzählen, das ihn für eine Flasche Schampus gefickt hat, die beiden aus der Spedition werden sich ihren Teil denken, und außer den dreien hat niemand jemanden von uns gesehen."

"Und wir haben nachher was zum Anstoßen mit den anderen", lachte Anna und tätschelte die Flasche Moet & Chandon, die neben ihr auf dem Rücksitz lag. "Ihr seid bei euren Missionen echt so gut, wie ich dachte."

Alex wiegte den Kopf ein Stück hin und her. "Na ja, öfters mal klappt nicht alles ganz wie gedacht, und in letzter Minute geht noch was schief."

"Aber diesmal nicht", meldete sich Pandora zu Wort. "Ich hab alle Verträge zu Shangri-La kopiert, komplett mit den dazugehörigen Auftragsnummern. In einem davon wird's um die IT-Architektur gehen - wir müssen dann nur noch einmal das Unternehmen infiltrieren, das den Auftrag gekriegt hat, und da erfahr ich dann alles, was ich für den Hack brauche. Beziehungsweise, mit den Infos über die IT-Architektur wird das ein Zuckerschlecken. Das Reinkommen wird noch mal ein ganz anderes Thema. aber dafür finden wir auch noch einen Weg. Kommt Zeit, kommt Rat."

"Ihr seid ja einfallsreich", stimmte ihr Anna fröhlich zu. "Bin schon gespannt, wie ihr die nächsten Probleme angeht."

Pandora seufzte. "Ich hoffe, die lassen noch ein bisschen auf sich warten."


Schließlich kamen sie an der Villa an, wo Tom sie bereits erwartete. "Lief ja sauber", begrüßte er sie, "sogar ohne Rückendeckung. Habt ihr klasse gemacht!"

"Hab ich klasse gemacht", grinste Pandora, "die anderen haben ja nicht viel getan, außer ein paar Sachen durch die Gegend zu tragen und Zivilisten zu bespringen."

"Dann fickst halt nächstes Mal du die Augenzeugen, wenn dich das stört", meinte Anna leicht pikiert. "Tom, Lust auf eine kleine Runde? Ich muss das Gefühl von dem Minischwanz in mir loswerden."

Tom schmunzelte. "Eigentlich soll ich mit euch zu Steffen zur Nachbesprechung, aber der kann auf uns beide sicher verzichten. Ihr findet auch alleine zu ihm, oder?"

Alex nickte. "Kriegen wir schon hin", meinte er, "richtig, Pandora?"

"Richtig." Sie sah zu Anna. "Mach nicht so lange; ich hab hinterher noch etwas Manöverkritik für dich."

"Manöverkritik?"

Pandora nickte. "Das hier war dein erster Einsatz, und noch erwartet keiner, dass alle perfekt läuft - ich werd dir aber trotzdem mal erklären, was du alles falsch gemacht hast."

Anna verzog das Gesicht. "Dann werd ich mich mit Tom bestimmt nicht beeilen."

"Aber ihr solltet euch beeilen", sagte Tom zu Alex. "Wenn ihr Steffen noch länger warten lasst, platzt dem nämlich der Kragen. Er hat sich echt Sorgen um euch gemacht."

"Sind schon unterwegs", nickte Alex.

Zusammen mit Pandora, die ihren Laptop unter den Arm geklemmt hatte, machte er sich auf den Weg in die Villa und hinauf zu Steffens Zimmer. Er musste nicht einmal anklopfen; die Tür stand offen, und Steffen wartete schon auf sie. "Na endlich!" rief er, als er sie sah. "Ich bin hier tausend Tode gestorben! Das war das letzte Mal, dass ich eine Mission mit Funkstille genehmige, Pandora!"

Die zuckte nur mit den Schultern, als sie eintrat. "War die einzige Möglichkeit", sagte sie, "das war ein Job direkt vor der Nase des Militärs, und ich kann nicht garantieren, dass ich unsere Kommunikation besser verschlüsseln kann, als die sie entschlüsseln können. Ich kann dich aber beruhigen: Es hat alles geklappt."

"Details!" forderte Steffen. "Welche Abweichungen vom Einsatzplan gab es, was genau konnten wir in unseren Besitz bringen?"

"Abweichungen vom Einsatzplan gab's gar keine", sagte Alex stolz. "Alles exakt wie wir's besprochen hatten."

Pandora sah aus den Augenwinkeln zu ihm. "Also, die ganze Wahrheit ist das nicht. Ein paar Sachen sind anders gelaufen. Allerdings nur Kleinigkeiten."

Steffen durchbohrte sie förmlich mit seinen Augen. "Was für Kleinigkeiten?"

"Wir hatten nicht damit geplant, dass im Bundeswehrlager die Fässerpaletten bereits abholfertig waren", sagte Pandora. "Dementsprechend musste ich eine öffnen, um unser falsches Fass dort zu platzieren. Hat aber kein Aufsehen erregt."

"Hätte es aber können", gab Steffen zurück. "Mist. Noch was anderes?"

Pandora seufzte. "Anna. Man merkt ihr ihre Unerfahrenheit an."

Alex sah zu ihr. "Du hast draußen schon gesagt, sie hätte irgendwelche Fehler gemacht-"

"Hast du gehört, wie sie mit dem Zivilisten gesprochen hat?" Pandora schüttelte sich. "Ihr Aufreißspruch klang wie aus einem verdammten Amateurporno!"

"Na, jetzt bist du aber kleinlich", gab Alex zurück. "Männer brauchen nicht besonders tolle Anmachsprüche, um sich abschleppen zu lassen. Ich fand, Anna hat das-"

Von der Tür erklang ein vernehmliches Räuspern, und als alle hinsahen, stand Viktor im Gang. "Entschuldigt, wenn ich störe", sagte er, "aber ich glaube, es gibt ein Problem mit Dao."

Steffen sah auf. "Hat das Zeit bis später? Wir sind gerade bei was Wichtigem. Und mach die Tür-"

"Ich glaube, es hat keine Zeit", sagte Viktor. "Dao ist gerade dabei, raus in den See zu schwimmen. Und wir haben nicht mal zehn Grad draußen-"

"Was?" Steffen sprang auf. "Was ist denn in die gefahren? Hat sie was gesagt?"

Viktor schüttelte besorgt den Kopf. "Gar nichts, und mich ignoriert sie. Könnt ihr versuchen, mit ihr zu sprechen?"

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Was ist in Dao gefahren?

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