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Chapter 19

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Erstes Ausprobieren

Die Zeit bis zum Wochenende erlebte ich wie im Traum. Einerseits fieberte ich dem Wiedersehen mit Sarah entgegen, andererseits war ich unsicher und angespannt, weil ich mir noch immer nicht im Klaren war, wohin sich unsere Beziehung entwickeln sollte.

Ich überlegte, ob ich meine Arbeit beschleunigen sollte, um das Werk bis zu Sarahs Ankunft fertigzustellen. Ich kam zum Entschluss, dass es nicht das war, was ich wirklich wollte, und zudem würde es meinem Anspruch widersprechen, alles was ich tat, mit Sorgfalt und gründlich zu tun. Ich breitete ein weites Tuch über den halbfertigen Pranger. Weniger um ihn zu verbergen, sondern eher, um mich nicht von seinem Anblick ablenken zu lassen, wenn ich in die Werkstatt ging.

Am Freitag hatte ich schon alles für Sarahs Ankunft und unser gemeinsames Abendessen vorbereitet. Um mir die Zeit zu vertreiben, setzte ich mich in den Sessel im Wohnzimmer und begann ein Buch zu lesen. Ich war aber nicht bei der Sache, meine Augen quälten sich von Zeile zu Zeile, ohne dass ich den Inhalt der Geschichte wirklich aufnahm.

Endlich wurde ich von einem Motorgeräusch und dem Knirschen von Reifen auf Kies erlöst. Hastig legte ich das Buch zur Seite und eilte hinaus. Sarah stieg aus dem Wagen, lächelte und winkte mir zu.

„Hallo Sven! Ich kann es gar nicht erwarten zu sehen, was du gebaut hast.“ Damit ließ sie mich einfach stehen und strebte der Werkstatt zu. Ich hatte ein dutzend Varianten erwogen, wie ich sie begrüßen wollte. Diese gehörte eindeutig nicht dazu. Ich konnte ihr nur hinterherlaufen und holte sie ein, als sie durch die Tür der ehemaligen Scheune getreten war.

Die Werkstatt war erfüllt vom Geruch nach Holz und Farbe wie an jedem gewöhnlichen Tag. Für mich war es aber etwas Besonderes, neben der Frau zu stehen, mit der ich Fantasien teilte, die ich hier in eine physische Form umwandelte.

Sarahs Blick fiel sofort auf das verhüllte, unfertige Werkstück in der Mitte des Raumes. Sie trat näher und betrachtete es mit großem Interesse. "Darf ich?", fragte sie neugierig und deutete auf das Tuch. Eine seltsame Unruhe ergriff mich, als ich nickte.

„Das ist ja beinahe wie bei einer Kunstpremiere,“ feixte sie. Mit einem Ruck zog sie die Umhüllung zur Seite. „Tada!“

„Er ist noch nicht fertig. Was meinst du dazu?“ Sofort ärgerte ich mich über meinen Tonfall, der unnötigerweise wie eine Entschuldigung klang. Sarahs Augen funkelten dessen ungeachtet vor Begeisterung. "Kann ich es ausprobieren?", fragte sie mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. "Ich möchte wissen, wie es sich anfühlt, in diesem Pranger zu stecken."

Ich zögerte einen Moment, obwohl mit sofort klar war, dass ich ihr den Wunsch nicht abschlagen könnte. "Na gut", stimmte ich schließlich zu. "Aber sei vorsichtig, okay?"

Sarah nickte aufgeregt und trat näher an den Pranger heran. Sie legte ihre Hände in die dafür vorgesehenen Aussparungen und positionierte ihren Hals in die größere Rundung in der Mitte, wozu sie sich weit nach vorne beugen musste, die Füße stabil und schulterbreit auf dem Boden. Ich trat neben sie und klappte die obere Hälfte des Prangers vorsichtig zu, so dass sie darin eingeschlossen war. Ich hatte noch keinen Riegel angebracht, um das Teil zu fixieren, doch durch sein Eigengewicht lag es sicher auf. Sarah stand nun im Pranger, ihre Hände und ihr Kopf festgehalten. Ein Hauch von Spannung lag in der Luft.

Ich trat einen Schritt zurück, um einen prüfenden Blick auf die Apparatur zu werfen. Ein Anflug von Stolz überkam mich, während ich registrierte, wie alles zusammenpasste und funktionierte.

Gleichzeitig spürte ich eine prickelnde Aufregung bei der Erkenntnis, dass sich Sarah in eine Position begeben hatte, in der sie mir nahezu hilflos ausgeliefert war. Ihre Körperhaltung mit fast waagrechtem Oberkörper und nach hinten gerecktem Po lud geradezu ein sie auszunutzen. Sie war vollständig bekleidet, doch konnte ich nicht umhin mir vorzustellen, wie sie nackt im Pranger aussehen würde. Das Zucken in meiner Leistengegend überraschte mich nicht.

Ihr plötzliches, lautes Lachen lenkte meine Gedanken zurück in die Realität. "Das ist wirklich unangenehm", sagte sie mit einem schelmischen Grinsen. "Aber es fühlt sich auch irgendwie aufregend an."

„Moment, ich befreie dich.“ Nachdem sie sich wieder aufgerichtet hatte, holte sie tief Luft und streckte sich. "Das war ein interessantes Gefühl", sagte sie nachdenklich und strich sich mit der Hand am Hals entlang. Rötliche Spuren waren dort auf der empfindlichen Haut zu erkennen. „Die Kante ist ziemlich hart und kratzig. Und wenn man den Kopf hängen lässt, könnte das Atmen schwierig werden. Vielleicht könnten wir weichere Materialien verwenden oder Polsterungen hinzufügen, um den Druck auf Hände und Nacken zu verringern.“

Ich nickte verstehend. Mein analytischer Verstand hatte wieder die Führung übernommen. Schon entstanden Ideen, wie ich eine Höhenverstellung oder zusätzliche Einstellmöglichkeiten hinzufügen könnte, um den Grad der Fesselung zu variieren.

„Außerdem wäre es nicht schlecht, wenn auch die Füße oder Beine festgehalten würden. Da könnte man vielleicht Ketten oder ähnliches verwenden, um unterschiedliche Stellungen zu erlauben.“

Das Projekt entwickelte sich zu etwas Größerem und Aufwendigeren, als ich ursprünglich angenommen hatte. Ich kam zur Einsicht, dass wir neue Pläne bräuchten. Ich legte ihr einen Arm um die Schultern. „Komm, ich habe in der Küche alles vorbereitet.“

„In Ordnung. Ich habe tatsächlich auch schon etwas Hunger. Ich hole nur schnell meine Reisetasche aus dem Wagen und bringe sie nach oben.“

Wir bereiteten das Essen zusammen vor. Nachdem ich die Pizza in den Ofen geschoben hatte, stellte ich Kerzen auf den Tisch und zündete sie an. Sarah zog eine Augenbraue hoch, kommentierte es aber nicht. Zu viel Romantik. Nein, entschied ich, für mich fühlte es sich richtig an.

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