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Chapter 7

Wie ist die Taxifahrt?

Ereignislos

Das Taxi wartet auf der Auffahrt vor der Finca im kleinen Rondell, in dessen Mitte eine Statue eines unbekannten Mannes steht, die an die Antike angelehnt ist. Das Taxi ist ein gepflegter und relativ neuer Seat und der Taxifahrer hält mir bereits die hintere Tür des Wagens offen. Ich lächele ihn freundlich an und danke ihm: „Muchas gracias Señor.“. Meine Eltern haben darauf Wert gelegt, dass ich spanisch in der Schule lerne und, da wir hier eine Finca besitzen, war es natürlich auch in meinem Sinne die Sprache zu erlernen. Und so konnte ich im Gegensatz zu den meisten Mitschülern in der Vergangenheit fleißig in der Praxis lernen. 15 Punkte im Abitur waren die Belohnung und die meisten Spanier, wie auch mein heutiger Taxifahrer, sind immer wieder positiv überrascht. Ob man spanisch nun im inoffiziellen 17. deutschen Bundesland wirklich braucht, ist eine andere Frage.

Die Fahrt überbrücke ich mit Smalltalk mit dem Taxifahrer. Natürlich ist das Thema Nummer 1 mein gutes Spanisch. Ich bin jedes Mal wieder erfreut über die Reaktionen der Locals und fühle mich geschmeichelt. Anschließend sprechen wir über das Wetter und er fragt mich natürlich auch was ich denn am Ballermann in El Arenal machen würde, da es doch tollere und chiquere Klubs gibt, die näher an der Finca meiner Eltern liegen. Dass ich für diese Klubs und vor allen Dingen die Menschen, die sich in diesen rumtreiben nichts übrig habe, ist für ihn nicht wirklich verständlich. Diese Sehen und Gesehen werden war einfach noch nie meins und nur weil meine Eltern ein gut laufendes mittelständisches Unternehmen gegründet haben und immernoch führen, bedeutet nicht, dass ich mich von anderen Mädchen in meinem Alter unterscheide. Ich war noch nie am Ballermann und ich mochte dort einfach unter die Leute und Spaß haben. Das ist auch was ich Javi, dem Taxifahrer erzähle.

Nach einiger Zeit erreichen wir endlich das lang ersehnte Ziel: El Arenal. Den abgesprochenen Festpreis zahle ich per Karte und frage Javi nach seiner Telefonnummer, damit ich ihn später für eine eventuelle Rückfahrt anrufen kann. Die Länge der Fahrt und auch der Fahrtpreis sind natürlich nicht schlecht und so gibt er mir bereitwillig und glücklich seine Handynummer. Javi hält schließlich an der Carrer del Llaüt, nahe dem Megapark und den Bierkönig und öffnet meine Tür. Mit funkelnden Augen steige ich aus dem Taxi und bin überglücklich: „Endlich!“, schießt es mir in den Kopf.

Wohin zieht es mich?

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