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Chapter 6 by RicVanDann RicVanDann

Nanu? Wer ist das denn?

Eine Unbekannte Schönheit

Paula kam kurz darauf mit einem Tablett zurück und stellte Leon den Cappuccino vor sich hin. Mit einem leichten Lächeln und funkelnden Augen meinte sie: „Übrigens, es gibt hier einige romantische Orte, falls du sowas suchst… und mein Name ist übrigens Paula.“

Leon blinzelte überrascht, eine Freude überkam ihn, die ihn fast sprachlos machte. „Äh… ich… äh, danke, Paula“, stammelte er, während er versuchte, ein Lächeln zu unterdrücken und sich zu sammeln. Was war bloß los mit ihm? Ein wirklich hübsches Mädchen deutete ihm ein Date an, und er war wie versteinert. Am liebsten wäre er im Boden versunken.

Paula setzte sich ihm gegenüber und musterte ihn erneut. „Hinter dem Internat gibt es einen kleinen See. Um diese Jahreszeit kann man dort super baden, und es sind fast nie Leute dort. Man ist quasi für sich allein.“ Ihr Zwinkern jagte Leon einen Schauer über den Rücken.

„Kannst du schwimmen?“ fragte er vorsichtig, ohne groß zu überlegen, was er da fragte.

Paula lachte. „Haha, oh ja, das kann ich.“

Oh Gott, was für eine blöde Frage, dachte Leon und wurde knallrot. Doch Paula schien es eher amüsant zu finden. „Oh, da kommt Kundschaft.“ Ihr Blick ging an Leon vorbei nach draußen zu einer attraktiven Frau Ende 30, die elegant auf das Café zukam.

Leon warf einen kurzen Blick auf die Frau, bevor er sich wieder seinem Cappuccino zuwandte und versuchte, sich zu beruhigen und seine Gedanken zu ordnen.

„Hallo Paula, wie geht’s dir?“ Die Frau sprach mit einer eleganten, vornehmen Stimme.

„Ach, sehr gut, Vanessa. Ich liebe mein Leben – hätte ich früher nie gedacht,“ antwortete Paula.

Vanessa, die für ihr Alter sehr attraktiv war, trug eine schwarze Lackhose, kniehohe schwarze Stiefel und eine weiße Bluse mit den oberen Knöpfen geöffnet, was ihre Oberweite betonte.

„Das freut mich,“ sagte Vanessa stolz. „Ich bin froh, dass du deinen Weg gefunden hast. Wir haben gute Arbeit geleistet.“

„Oh ja, das habt ihr, und ich bin dankbar dafür,“ erwiderte Paula glücklich.

Wofür war Paula so dankbar? Wer war diese Vanessa? Was hatte sie für Arbeit geleistet? Mehrere Fragen schossen Leon durch den Kopf.

„Das freut mich, auch im Namen meiner Frau, aber jetzt muss ich mich mal um unseren Kleinen hier kümmern.“ Ein eiskalter Schauer lief Leon über den Rücken, als sie ihn direkt ansah und „Kleiner“ sagte. Die Tatsache, dass sie auf ihn zukam, machte die Sache nicht besser.

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