Wie geht es weiter?

Ein erotischer Tagesbeginn

Chapter 52 by Filiusfiliae

Als Chris erwachte, war es taghell. Er fühlte sich völlig zerschlagen, ihm tat alles weh, zwischen seinen Beinen hatte er ein Gefühl, als sei ihm der Penis abgerissen worden. Zum Glück war der noch da, sah aber mitgenommen aus, so ähnlich wie damals, als er es im Überschwang mit der Selbstbefriedigung übertrieben hatte. Chris sah sich um im Bett, in dem er aktuell alleine lag, und es sah in dem Bett aus, als sei hier eine komplette Mädchenschulklasse vergewaltigt worden.

Mika kam rein, frisch geduscht und nackt, begrüßte ihn fröhlich mit einem „Guten Morgen!“, fragte ihn, wer Christiane sei. „Meine Schwester, warum?“, reagierte Chris noch etwas desorientiert. „Fragt, wo du steckst und ob du die Brötchen besorgt hast. War ganz schön lauter Ton, als die Nachricht kam“, erklärte Mika, worauf Chris ein heftiges „Scheiße! Vergessen. Wie spät ist es?“ entfuhr. „Halb elf“, antwortete eine fröhliche Mika. „Mist. Ich muss los!“, sagte Chris nun bedauernd. „Wirklich?“, fragte nun eine traurige, deutlich weiblicher wirkende Mika, „ich hatte gehofft, wir könnten noch ...“ Was genau und für wie lange, sagte sie nicht. Chris stand auf, nahm die jetzt sehr verletzlich wirkende Mika, der nun niemand zutrauen würde, dass sie in der Nacht Chris fast ins Jenseits gevögelt hatte, in die Arme, streichelte sie, tröstete sie – und stellte an sich eine fast perverse Freude fest, trotz aller Erfahrungen und Beschwerden, Schmerzen, jetzt mit Mika wieder intim werden zu wollen. „Sorry, ich hab dich eingesaut“, sagte Chris kleinlaut, als er registrierte, dass durch seinen Penis an Mikas frisch geduschte Oberschenkel Spermaspuren gekommen waren. „Macht nichts“, sagte Mika nun etwas fröhlicher glucksend, „du musst eh noch unter der Dusche, und ich komme mit. In die Kabine passen gut wir beide.“ Und Chris genoss es, als er unter der Dusche stand, wie Mika ihn hingebungsvoll einseifte, wusch, abspülte, seine Eier verwöhnte und ihm einen blies bis zur Eruption, die ihr mitten im Gesicht landete, was ihr ein schallendes Lachen entlockte.

Sie trockneten sich ab, und als Chris sich anziehen wollte, zog Mika seinen nackten Körper an sich, fragte fast herzzerreißend, ob er wirklich schon losmüsse.

„Leider ja“, antwortete Chris traurig.

„Sehen wir uns wieder?“, fragte Mika mit Verzweiflung in der Stimme, „und sei bitte ehrlich. Ich weiß, dass ich sowohl optisch als auch mit meinen sexuellen Bedürfnissen und Praktiken den allermeisten Männern nicht zusage.“

Chris berührte dies offene Eingeständnis, sagte, weil er es auch so meinte: „Wir sehen uns wieder, Mika. Ich weiß nicht, ob ich dir das geben kann, was du wünschst und brauchst, aber du hast eine Welt mir eröffnet, die bisher außerhalb meines Horizonts lag. Und die würde ich gerne ein bisschen mit dir noch weiter erkunden. Aber ohne irgendwas dir versprechen zu können.“

„Danke, danke, danke!“, fiel Mika fast weinend Chris um den Hals, „das ist schon mehr, als ich zu hoffen gewagt hatte.“ Chris gab das einen Stich ins Herz, zeigte es doch, wie traurig es in Mikas Liebesleben aussehen musste. Aber er würde es mit Mika probieren. Wie weit es sexuell mit ihnen lief. Und wenn nicht, blieb immer noch die Chance auf eine gute Freundschaft. So wie mit Emma.

„Du siehst zum Anbeißen aus!“, sagte Mika, als Chris sich anzog, „beeil dich, sonst packe ich dich gleich wieder aus!“ Chris grinste, sagte: „Du bist sehr ausgehungert, oder?“ Mikas Augen wurden tränenfeucht, sie nickte, sagte dann: „Die letzten drei Jahre: ganze zwei Mal heterosexuellen Geschlechtsverkehr. Beide mit Stefan. Wobei ich glaube, dass er damit nur ein guter Gastgeber sein wollte. Ansonsten ein paar lesbische Beziehungen. Nichts, was länger als drei Monate hielt. Hab da immer die Männerrolle gespielt. Es meiner jeweiligen Freundin mit einem Umschnalldildo kräftig besorgt. Hab sie alle total damit überfordert, aber irgendwie kann ich nicht einen Gang runterschalten oder so.“ Mikas Tragik, schoss Chris durch den Kopf. Auch Mika hatte sich inzwischen angezogen. Zum Abschied umarmten sie sich, küssten sich, Mika flüsterte lasziv in die Ohren von Chris: „Heute Nacht werde ich ganz heiß von dir träumen.“

„Ich hoffe, dass wir uns bald auch mal ganz heiß wieder spüren werden“, gab Chris zärtlich zurück, „so ich das körperlich durchhalte.“

„Ich habe diese Woche noch Urlaub“, sagte Mika nun fröhlicher, „und nichts Besonderes vor, kannst also gerne nach dem Frühstück oder so, wenn du deine Schwester zufriedengestellt hast, bei mir vorbeikommen. Ich würde mich freuen!“

„Wir sehen uns diese Woche bestimmt noch“, sagte Chris und überlegte bereits, wann am besten.

Noch einen leidenschaftlichen Kuss, dann machte sich Chris auf den Weg.

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