Geht es Sonja jetzt besser?
Ein Gespräch mit Lukas
Die Aussprache an der Teamsitzung hat tatsächlich geholfen die Situation zu entspannen. Endlich konnten wir uns wieder in Augen schauen. Alle mit dem Wissen, dass alles nur ein Spiel war, das vielleicht in der guten Stimmung zu weit ging, aber ohne böse Absichten.
Auch die Wette von Markus finde ich im Nachhinein auf eine Art reizvoll. Es war kein Zwang, einfach nur etwas Verführung. Auch wenn Markus nicht mein Typ ist, ich schätze seine Initiative sehr, er hat damit auch mich sehr Im Beruf angesport.
Lukas hatte mir drei Tage nach der Sitzung eine kurze Nachricht geschrieben:
„Kaffee? Nur wir zwei? Kein Druck.“ Ich hatte lange auf das Display gestarrt, bevor ich „Ja, gerne“ zurückschrieb.
Jetzt saßen wir in einem kleinen, ruhigen Café etwas außerhalb des Büros. Es war später Nachmittag, nur wenige Gäste. Wir hatten uns in eine Ecke gesetzt.
Eine Weile sagten wir nichts. Wir rührten beide in unseren Tassen.
Schließlich brach Lukas das Schweigen. Seine Stimme war leise und vorsichtig:
Lukas: „Ich habe mir so viele Male überlegt, was ich sagen soll… und jetzt fällt mir nichts Richtiges ein.“
Ich lächelte schwach.
Ich: „Mir geht’s genauso.“
Er schaute mich an. Diesmal wich er meinem Blick nicht aus.
Lukas: „Sonja… es tut mir leid. Ich habe dich nicht beschützt. Obwohl ich es mir vorgenommen hatte. Stattdessen habe ich mitgemacht. Besonders… als ich mit dir…“
Er brach ab, wurde rot.
Ich: „Du meinst, als du mit mir geschlafen hast?“
Er nickte.
Lukas: „Ja. Ich wollte das nicht so… in dieser Situation. Ich wollte dich nicht einfach nur benutzen wie die anderen. Aber ich habe es trotzdem getan.“
Ich schaute in meinen Kaffee und atmete tief durch.
Ich: „Weißt du… ich war zuerst sehr wütend auf alle. Auch auf dich. Aber je mehr Zeit vergeht, desto klarer wird mir, dass ich selbst Entscheidungen getroffen habe. Ich hätte ‚Rot‘ sagen können. Habe ich aber nicht. Das war meine Verantwortung.“
Lukas hörte aufmerksam zu.
Ich: „Und bei dir… war es anders als bei den anderen. Du warst nicht brutal. Du hast mich nicht nur benutzt. Du hast mich… gesehen. Das habe ich gespürt. Auch wenn alles total verrückt war.“
Er lächelte vorsichtig.
Lukas: „Ich habe Gefühle für dich, Sonja. Schon länger. Das macht es für mich noch schwerer. Weil ich weiß, dass ich in dieser Nacht nicht der Mann war, der ich gerne für dich gewesen wäre.“
Ich schaute ihn lange an. Mein Herz schlug schneller.
Ich: „Vielleicht können wir das ändern. Langsam. Ohne Druck. Ohne dass die anderen etwas damit zu tun haben.“
Lukas nickte. Ein echtes, warmes Lächeln erschien auf seinem Gesicht.
Lukas: „Das würde ich sehr gerne versuchen. Wenn du das auch willst.“
Ich: „Ja… das will ich.“
Wir schwiegen einen Moment. Diesmal war es kein unangenehmes Schweigen. Es fühlte sich eher wie ein Neuanfang an.
Lukas (leise): „Darf ich dich etwas fragen?“
Ich: „Natürlich.“
Lukas: „Bereust du die Nacht? Also… alles?“
Ich dachte lange nach.
Ich: „Ich bereue, dass es so weit gegangen ist. Aber ich bereue nicht, dass es passiert ist. Es hat mir etwas gezeigt. Über mich. Über das, was ich aushalten und was ich fühlen kann. Und… es hat mich zu dir geführt.“
Lukas’ Augen leuchteten auf. Er legte vorsichtig seine Hand auf den Tisch, nah an meine.
Ich zögerte nur kurz — dann legte ich meine Hand auf seine.
Es war das erste Mal seit der Nacht, dass ich jemanden freiwillig berührte.
Ich sage auch überraschend schnell ja, als er mich zum Schluss noch einem Abendessen am Freitagabend einlädt.
Und es fühlte sich richtig an.
Wie geht es mit Lukas und Sonja weiter?
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