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Chapter 38 by Schreiberlein

Links oder Rechts zur Beratung?

Egal, Hauptsache Rechtsberatung.

„Was tun wir jetzt?“ Kerstin sieht sie an und sagt „Du machst einen Termin beim Anwalt und ich komme gleich mit.“ Sie rufen bei der Anwältin Monica Reichel an, die Kerstin aus der Pfändung mit Jan kennt. Sie bekommen einen Termin für den folgenden Tag. Kerstin setzt sich auf den einzigen Stuhl und schaut Laura und Claudia an: „Was für ein Schlamassel.“ Claudia nickt und fragt „was hat Ahmed zu Dir gesagt?“ Kerstin sagt „Ahmed hat gesagt, dass Eyman Wohnungen über dem Club hat und ich dort wohnen kann.“ Laura fragt „Wieviel Miete?“ Kerstin lacht bitter „Kostenlos.“ „Aber das wäre doch wunderbar.“, lacht Laura. Kerstin sagt „Dafür muss ich für ihn arbeiten.“ Laura stutzt „Was hat er für ein Geschäft?“ Kerstin steht auf und sagt „Ein Bordell. Fährst Du mich nach Hause?“ Laura wird bleich und stammelt: „Aber, Du, Du Wirst doch nicht. Du Kannst doch …“ Kerstin dreht sich zu ihr und stellt fest „Laura, Ich habe es schon getan und werde es wieder tun, wenn es notwendig ist Ich kann kostenfrei wohnen und habe noch 60% der Einnahmen. Ich wohne in der Stadt und brauche kein Auto. Ich habe also einen Job im Haus, genügend Geld und es nicht weit zur Uni. Wenn ich es genau überlege, ist das für heute das beste Angebot." Laura schüttelt den Kopf: „Aber dafür musst du mit fremden Männern schlafen.“, sie schüttelt den Kopf. Kerstin antwortet „Du hast die letzten 15 Jahre mit einem Fremden geschlafen und seinen Haushalt für lau gemacht, Laura. Ich schlafe mit keinem Kunden, ich habe Sex mit ihm, dann geht er. Schlafen tue ich mit Ahmed und wahrscheinlich mit Eyman. Aber sie sind sehr angenehm.“ Laura sieht sie entsetzt an und schweigt. „Was wird aus mir?“, fragt Claudia. Kerstin zuckt mit den Schultern: „Wir warten ab, was Frau Reichel zum Thema Unterhalt sagt. Es kann ja nicht ausreichen, das Schloss auszutauschen, um sich von seinem Kind und seiner Frau rückstandslos zu trennen.“ Laura nickt und fährt Kerstin nach Hause. Kerstin duscht und legt sich aufs Bett. Sie bekommt noch drei Whatsapp-Nachrichten von Jan und wieder droht er ihr alles ihren Eltern zu verraten. Kerstin erhält noch eine weitere Nachricht von ihm, die er aber zurückruft, bevor sie diese öffnen kann. Kerstin verbringt eine unruhige Nacht und am Morgen kommt Laura mit Claudia zu ihr. Sie fahren in die Stadt und als sie das Büro von Frau Reichel betreten, ist diese erstaunt, dass Kerstin in Begleitung kommt. Kerstin erklärt ihr Problem mit Jan und Frau Reichel sagt: „Nun wenn er arbeitslos ist, bekommt er Arbeitslosengeld. Das können wir nicht pfänden, aber der Titel bleibt bestehen. Kerstin nickt ergeben und Laura sagt plötzlich: „Kerstin, erzähl von der Erpressung.“ Frau Reichel blickt erstaunt auf: „Erpressung?“ Kerstin nickt und erzählt nun die ganze Geschichte und den Versuch, sie zu erpressen. Als sie geendet hat schaut die Anwältin auf ihre Notizen und sagt: „Ich denke, wir sollten die Polizei einschalten. Das ist eine Straftat und der entzieht er sich nicht so leicht, wie seinen Zahlungsverpflichtungen. Sie greift zum Hörer und die Assistentin meldet sich: „Kannst Du mich bitte mit Fabienne verbinden?“ Kerstin fühlt sich übergangen und fragt: „Was haben Sie vor?“ Frau Reichelt lächelt: „Er versucht Sie einzuschüchtern, wir machen ihm jetzt mal Angst." Das Telefon klingelt und die Anwältin geht ran. Sie erklärt kurz den Sachverhalt und legt dann auf. Frau Reichelt nickt und sagt: „Es wird etwas dauern, einen kleinen Augenblick, bitte.“ Sie nickt Laura zu und Laura erklärt ihre Lage. Sie erwähnt, dass sie am Vortag im Haus waren und skizziert die Umstände. Reichel fasst alles zusammen und sagt dann mit einem Seitenblick auf Kerstin: „Das war sehr gut. Ich werde eine Klienteninfo daraus erstellen, denn das passiert öfter.“ Sie schaut Kerstin an: „Sie sind nicht so unschuldig, wie sie aussehen.“, dann wendet sie sich an Laura und erklärt ihr die nächsten Schritte und die Assistentin bringt Formulare, die Laura ausfüllt und unterschreibt. „Ihr Gatte wird bezüglich des Einkommens natürlich Unterlagen beibringen müssen.“, erklärt sie. Laura sagt: „Er ist Handelsvertreter und bekommt neben seinem Grundgehalt noch hohe Provisionen der Firmen. Die laufen teilweise in Bar unter der Hand.“ „Haben Sie Aufzeichnungen und Beweise?“, hakt Reichel nach. „Ja, im Haus.“ Reichel lächelt. Machen sie Kopien von allem und hinterlassen sie keine Spuren.“ Es klopft und eine etwa dreißigjährige Beamtin kommt in den Raum und nickt der Anwältin zu: „Hallo Monika. Wer ist die junge Dame? Kerstin sagt: “Ich.“ Sie verlassen den Raum und gehen in einen kleinen Aktenraum. Die Beamtin stellt sich als Fabienne Weis vor. Sie hört sich die Geschichte von Kerstin an und fotografiert die Whatsapp, in der Jan Kerstin droht. Frau Weis notiert sich alles und fragt dann „Noch etwas?“ Kerstin wird kleinlaut und beichtet: „Ja, ich habe ein kompromittierendes Video von Jan und als er mich durch seinen Schiegervater bedrohen hat lassen, habe ich gedroht es bei Facebook einzustellen.“ Frau Weis sagt was zeigt das Foto?“ Kerstin zeigt ihr das Video. Weis lacht, bis ihr die Tränen kommen. „Wie um Gottes willen haben sie dieses Video erhalten können? Kennen sie die Frau?“ und zeigt auf Kerstin, die in der Maske nicht erkennbar ist. Kerstin beschließt lieber ehrlich zu sein und sagt „Ja.“ „Und sie hat ihren Ex-Freund in den A… gefickt und es auf Video aufgenommen?“, fragt Weis atemlos und ergänzt „ Ich habe einen Exmann und zwei Exfreunde, die ich gerne zu ihrer Freundin schicken würde.“ Sie wird ernst und hebt tadelnd den Finger, „Sie werden das nicht auf Facebook einstellen, ist das klar?“ ordnet sie an und beginnt wieder zu lachen: „Sie werden es mir bitte zuschicken.“ Sie beruhigt sich langsam „Ihre Freundin ist ein Teufel, wie viele Gleitcreme hat sie benutzt?“ Kerstin muss auch lachen „Keins, nur einmal darauf gespuckt.“ Weis lacht noch lauter. Sie kehren zu Reichel zurück und Weis beginnt immer wieder leise zu lachen. Reichel fragt sie: „Was ist so lustig?“ Weis prustet los: „Zeig ihr das Video!“ Kerstin zeigt Reichel das Video.“ Reichel lacht: „Wer ist der arme Teufel?“ Kerstin lächelt: „Das ist Jan. Mein Ex.“ Reichel schaut sie an und lacht: „Wer ist das Mädchen?“ Kerstin sagt „Eine Freundin. Es war reiner Zufall.“ Reichel sagt: „Das bleibt unter uns. Er weiß von der Aufnahme?“ Kerstin nickt: „Ich habe sie Ihm geschickt.“ Reichel lächelt säuerlich: „Das ist nicht gut. Er wird Sie damit auch anzeigen können.“ Weis sagt: „Ich werde ihn mir vornehmen und ihn auf die Konsequenzen hinweisen. Aber Du solltest Deinen Eltern trotzdem alles erzählen.“ Als Weis weg ist, sagt Reichel: „Können Sie diese Aufnahme irgendwie wieder löschen bei ihm?“ Kerstin schüttelt den Kopf: „Er wird Verdacht schöpfen, wenn ich mich mit ihm treffe. Ich komme nicht nahe genug an ihn heran.“

Entscheidungen?

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