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Chapter 5
by
Jan1974
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Die erste Bestellung
„Ich glaube, ich bleibe beim Aperol“, sagte Sonja und warf mir diesen Blick zu, den ich so gut kannte – halb unschuldig, halb verheißungsvoll.
Ich überlegte kurz. „Überrasch mich“, meinte ich dann. „Irgendein alkoholfreier Cocktail. Ich vertraue dir.“
„Na gut“, lachte sie, „dann hole ich uns mal die erste Runde.“
Ich lehnte mich zurück und sah ihr nach, wie sie sich auf den Weg zur Bar machte. Ihr weißes Kleid flatterte leicht im leichten Wind, das Wickeldesign gab bei jedem Schritt ein wenig mehr Preis – ihre Beine, die sanft schimmerten, den geschwungenen Ansatz ihrer Hüften. Ich konnte den Blick kaum abwenden – und war froh zu sehen, dass es den anderen Männern an der Bar genauso ging.
Besonders einer fiel mir ins Auge: vielleicht Mitte dreißig, vielleicht ein paar Jahre älter, dunkles Haar, Dreitagebart, sportlich, aber nicht übertrieben. Der Typ Mann, den Sonja mochte.
Sonja stellte sich neben ihn an die Bar. Der Barkeeper war beschäftigt, und so wartete sie geduldig. Der Mann musterte sie ungeniert – und konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Schließlich sprach er sie an:
„Hallo. Darf ich dich auf etwas einladen?“
Sonja drehte sich zu ihm, leicht überrascht, dann amüsiert. „Danke. Aber ich wollte gerade etwas bestellen – für mich und meinen Mann.“
Der Mann zog die Brauen hoch, als hätte er das nicht erwartet. „Ach so … du bist nicht alleine hier.“ Seine Stimme klang ehrlich, mit einem Anflug von Enttäuschung.
Sonja lächelte, ihr Blick blieb weich. „Nein, mit meinem Mann. Da drüben.“ Sie deutete mit einem kleinen Kopfnicken in meine Richtung.
Er hob leicht das Glas, das er gerade in der Hand hatte. „Na dann – Pech für mich, Glück für ihn.“
Sonja sah ihn mit diesem neckischen Glanz in den Augen an. „Das sagst du bestimmt jeder Frau, die an der Bar steht.“
Er grinste, beugte sich ein kleines Stück näher, so, dass es vertraulicher wirkte, aber nicht aufdringlich. „Nein. Nur den Frauen, bei denen es stimmt. Und glaub mir – das kommt nicht so oft vor.“
Sonja hob eine Braue, als wolle sie testen, wie weit er ging. „Aha. Und woran erkennst du das?“
„An der Art, wie sie lächelt“, sagte er ohne zu zögern. „An der Art, wie sie geht. Und daran, dass man vergisst, was man bestellen wollte, sobald sie neben einem steht.“
Sie lachte leise, genoss das Spiel. „Ich bin Sonja.“
Er ergriff ihre Hand, ein fester, warmer Händedruck. „Mark. Sehr erfreut.“
„Das Kompliment übst du wohl täglich vorm Spiegel, oder?“ neckte sie.
Er lachte, schüttelte den Kopf. „Nein, ehrlich nicht. Ich hatte einfach Glück, dass du gerade hier aufgetaucht bist.“
Der Barkeeper kam endlich zu ihr. Sonja bestellte den Aperol für sich und einen alkoholfreien Cocktail – sie überließ es dem Barkeeper, mich zu überraschen.
„Ich sollte zurück zu meinem Mann“, sagte sie dann mit einem charmanten Lächeln, das offen ließ, ob sie den kleinen Flirt vielleicht doch ein wenig genossen hatte.
„Das solltest du wohl“, antwortete Mark und hob sein Glas. „Grüß ihn von mir – er kann sich echt glücklich schätzen.“
Sonja zwinkerte. „Das tue ich. Mach’s gut, Mark.“
Sie drehte sich um und ging zurück zu unserem Tisch – und wieder war es dieses Bild, das alle Blicke auf sich zog: das Kleid, das Spiel des Stoffes, der Gang, der zwischen selbstbewusst und verspielt lag.
Ich sah ihr entgegen und wusste: Der Tag versprach, interessant zu werden.
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Eine ganz normale Ehe
Zumindest für uns den Cuckold, Wifesharing, Öffentlichkeit und Bi-Sexualität gehören hat dazu!
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