What's next?
Die Ware wird zur Schau gestellt.
Männer kamen, sprachen mit dem Handler, gingen die Käfige entlang, lasen den Arztbericht und blieben dann immer länger an den Tablets. Der Handler musste immer irgendwas erklären. Er zeigte den potentiellen Käufern unsere Schokoladenseiten. Ich wurde dabei nicht beachtet. Ich durfte Tee zu diesen Gesprächen bringen.
Wir hätten beunruhig sein müssen. Aufgekratzt. Nervös…
Aber nichts dergleichen. Die kurze Nacht, die große Hitze und das Wasser, welches wir zum Essen hatten. Ja besonders das Wasser. Wir hatten Schwierigkeiten die Augen offen zu lassen. Und schon bald war keine Regung mehr aus den Käfigen zu erkennen. Von dem Beruhigungsmittel hatte ich nur wenig abbekommen. Deshalb konnte ich hier noch bedienen.
Stundenlang ging das so. Es gab hier eine Reihenfolge. Viele Stände boten hier Frauen an. Zuerst waren die dran, die Frauen in prächtigen Kleidern Gold behangen anboten. Hier gab es eine hohe Mitgift und daher einen großen Andrang. Danach kamen die Stände mit den eher normalen Frauen. Ich fragte, warum die vor uns dran wären. Mir wurde erklärt, es handele sich um ehrenwerte Jungfrauen, die nur eine bescheidene Mitgift hätten. Die Sorte Frauen, die unser Händler hier in einer Woche einkaufen wollte. Wenn die Männer sich die Jungfräulichkeit genommen hätten, die Frau aber nicht wirklich gefallen hätte. Nicht für den Preis der spärlichen Mitgift.
Dann kamen die Frauen dran, die verwitwet waren. Viele waren es. Immer in kleinen Gruppen, wenn der Mann dazu gestorben war. Männer sterben hier manchmal, wenn sie Frauen heiraten und sofort wieder verstoßen, weil die Mitgift nicht hoch genug war. Blurrache, Ehrenmord, oder einfach nur der Kampf um ein Wasserloch. Frauen könnten hier nicht ohne Mann. Also holten sie sich einen Neuen. Der Hausstand war dann die Mitgift.
Das dauerte Stunden. In dieser Zeit waren immer wieder Männer bei uns um zu sehen, welch Kostbarkeiten hier angeboten wurden.
Zwischenzeitlich waren die Mädchen wieder munter. Ich erklärte denen, dass wir bald dran sein.
Ich ließ sie aus den Käfigen frei und legte sie genauso in Ketten wie mich.
Wir sahen uns an. Wir wussten, wir werden hier verkauft. Nicht für eine Woche. Nicht für eine kurze Erfahrung. Wir wurden hier verkauft. Als Sklavin. Alle anderen Frauen waren bei den Verkäufen angezogen und hatten irgendeine Mitgift. Wir hatten Tabletts, auf denen zu sehen war, wie wir mit vielen Männern in jeglicher Art Sex hatten. Nein, das würde keine kurze eingeschränkte Erfahrung wie ich sie mit Hassan hatte werden. Hier ging es um „the full experience of being a sex slave“. Ich konnte nur hoffen und beten, dass der Händler mich nicht gleich mit verkauft. Das wäre unser Ende gewesen. Wir sprachen nicht miteinander. Wir verstanden auch so.
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