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Chapter 2 by Meister U Meister U

What's next?

Die Tür ging auf

Zwei junge Männer kamen herein. Sie sprachen laut und lachten. Sie roch den süßlichen Geruch von Bier, der mit ihnen hereinkam.

Der Erste war groß und schlaksig. Er hatte kurzgeschnittene, dunkelblonde Haare und einen schmalen, knochigen Oberkörper, der unter seinem Hemd durchschimmerte. Sein Gesicht war gerötet, seine Augen glasig.

Der Zweite war kleiner, stämmiger. Seine Haare waren schwarz und lockig, sie klebten ihm feucht an der Stirn. Er trug ein enges schwarzes T-Shirt, das seine kräftigen Arme betonte.

Sie bemerkten Johanna nicht. Sie redeten weiter über die Reeperbahn.

"Und in dem letzten Schaufenster, diese Blondine...", sagte der Stämmige mit rauer Stimme.

Der Schlaksige warf seine Jeans auf einen Stuhl. Er zog sein T-Shirt aus. Seine Haut war blass, seine Schultern spitz. Er ließ seine Boxershorts, ein einfaches Grau, fallen und stand einen Moment völlig nackt da. Sein Körper war schlaff, sein Glied hing lose zwischen blassen Oberschenkeln. Dann griff er nach seinem Handtuch und ging pfeifend Richtung Dusche. Seine nackten Fußsohlen klatschten auf den Linoleumboden.

Der Stämmige setzte sich auf sein Bett. Er zog sein Shirt über den Kopf. SEr blieb in seinen Boxershorts sitzen, kippte sich auf die Matratze und starrte an die Decke.

Johanna beobachtete ihn durch einen schmalen Spalt zwischen ihren Wimpern. Der Andere kam zurück, das Handtuch locker um die Hüften geschlungen. Sein Haar war jetzt dunkel und tropfte auf seine schmalen Schultern. Wassertropfen perlten auf seiner Brust, liefen über seinen flachen Bauch.

Er setzte sich auf die Bettkante.

"Und?", fragte der Stämmige vom anderen Bett. "Bist du bei der da vorne wenigstens steif geworden?"

Der Schlaksige lachte leise. "Ach was. Das ist doch alles nur Show." Sein Ton wurde anzüglicher. "Letzte Woche mit der Sarah, das war was anderes. Die ist komplett ausgerastet, als ich sie...", er senkte die Stimme, beugte sich zu seinem Freund hinüber.

Johanna hörte nur Bruchstücke. "...und dann hat sie mich...".

Ihr Gesicht wurde heiß. Ihre Blicke blieben an der schmalen Taille des Schlaksigen haften, an der Art, wie sich seine Schultermuskeln unter der nassen Haut bewegten, wenn er sprach. Sie presste die Oberschenkel zusammen. Ein seltsames, kribbelndes Gefühl breitete sich in ihrem Bauch aus. Sie schämte sich dafür.

Der Stämmige rückte auf seinem Bett näher zum Schlaksigen. Sein Gesicht war jetzt ernst, die Anzeichen von **** wichen einer intensiven, fast glühenden Konzentration.

"Fesseln ist nur der Anfang", sagte er,. "Es geht um die Hilflosigkeit. Wenn sie da liegt und weiß, dass sie nichts tun kann. Dass du alles kontrollierst."

Er musterte den Schlaksigen. "Die psychologischen Spielchen sind das Wahre. Sie eine Weile zappeln lassen. Ihre Angst riechen. Sie bittet dich, aufzuhören, und du tust es nicht. Du wartest. Du genießt diesen Moment, in dem sie begreift, dass ihre Grenzen in deiner Hand liegen."

Seine eigenen Hände, kräftig und mit kurzen Fingern, formten eine unsichtbare Kugel in der Luft. "Diese Macht. Das ist es. Das ist besser als alles andere."

Der Schlaksige schwieg, sein nackter Oberkörper schien sich unter dem Gewicht der Worte ein wenig zu krümmen.

Johanna erstarrte. Jeder Muskel in ihrem Körper war steif. Sie spürte die kühle Luft auf ihrer nackten Haut wie eine Bedrohung. Die Decke fühlte sich plötzlich nicht mehr wie Schutz, sondern wie eine Falle an. Sie atmete kaum noch.

Doch ihr Kopfkino hämmerte. Sie gefesselt. Der Schlaksige über ihr. Seine schmalen Hände auf ihrer Haut. Sein nasser Haarschopf. Sein Blick, der sie festhielt.

Ohne es zu merken, zu wollen, bewegte sich ihre eigene Hand unter der rauen Decke. Sie glitt über ihren flachen Bauch, hinab. Ihre Finger fanden den Weg zwischen ihre Beine. Sie berührten die feuchte Wärme dort.

Ihr Atem stockte. Ein jähes, brennendes Gefühl durchfuhr sie. Sie presste die Lippen zusammen, um keinen Laut von sich zu geben. Ihre Augen, weit aufgerissen, starrten auf die Rücken des Schlaksigen. Auf die Wassertropfen, die in seinem Nacken glänzten.

Ihre Finger bewegten sich, ein winziger, verzweifelter Rhythmus gegen ihre eigene Haut. Gegen die Bilder in ihrem Kopf. Die Scham und die Hitze verschmolzen zu einem unerträglichen, beängstigenden Pochen.

In dem Moment drehte der Schlaksige sich um. Sein Blick, noch verschwommen vom ****, glitt über das Bett in der Ecke. Er blieb an Johanna hängen. An ihren weit aufgerissenen Augen. An der schmalen Hand, die unter der Decke zwischen ihren Beinen verschwunden war.

Sein Lachen erstarb. Sein Mund stand einen Spalt offen. Seine Augen, blassgrau und nun überraschend wach, trafen ihre. Sie sahen die Panik in ihrem Gesicht. Sie sahen die erstarrte Bewegung unter der Decke.

Alles war still. Das Gespräch war abgerissen. Der Stämmige bemerkte die Stille und folgte dem Blick des Schlaksigen.

Johanna erstarrte. Ihre Hand war wie gelähmt. Sie konnte sie nicht wegziehen. Sie konnte sich nicht bewegen. Da war nur dieser Blick. Dieser Blick, der sie durchbohrte.

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