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Chapter 8 by Don Corleone Don Corleone

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Die Präsentation

Kapitel 8 – Die Präsentation

In der folgenden Nacht bekam Lina kaum Schlaf. Nicht wegen Angst. Nicht wegen Reue. Sondern wegen etwas Unfassbarem: Sie war immer noch nass. Die ganze Nacht. Ihre Gedanken kreisten in Endlosschleifen: Kittel. Gelbe Handschuhe. Reinigung. Azubinnen. Externe Putzfrauen. Sie – eine Maklerin – inmitten von ihnen. Gleichgestellt. Nein: untergeordnet. Und jeder Gedanke ließ dieses schwache, abscheuliche, unkontrollierbare Zittern in ihrem Unterleib wieder aufflammen. Sie war fertig. Zerstört. Und… geiler als jemals in ihrem Leben. Als sie im Büro erschien, war ihr Gang minimal unsicher. Kein Mensch hätte es bemerkt. Aber sie wusste es. Sie spürte sich selbst zu deutlich. Teambesprechung – der Albtraum, den sie braucht 10:00 Uhr. Großer Konferenzraum. Alle saßen bereits. Die beiden Azubinnen ebenfalls: 1. Alina Krüger – 19 – eifrig, höflich, leicht nervös – hellbraunes Haar zum Pferdeschwanz – sehr korrekt, sehr gewissenhaft 2. Sarah Demir – 20 – selbstbewusster – dunkle Locken – ein bisschen frech, aber engagiert – schaut immer genau hin, wenn etwas „komisch“ wirkt Beide trugen ihre Ausbildungsunterlagen vor sich. Beide hatten absolut keine Ahnung, was gleich passieren würde. Und schon gar nicht, welche Rolle Lina dabei spielen würde. Die Tür des Konferenzraums schloss sich mit einem satten, endgültigen Klick. Herr König trat nach vorn, stellte sein Tablet auf den Tisch, verband es mit dem Beamer. Das Summen des Geräts füllte den Raum für einen Moment – dann erschien die erste Folie. „Ausbildungskonzept 2026 – Ganzheitliches Betriebsverständnis“

Herr König ließ die Folie einen Moment lang wirken. Dann tippte er zweimal aufs Tablet – nächste Seite.

„Modul 1: Externe Gebäudereinigung – Praxiseinsatz bei Partnerunternehmen“

Er sah in die Runde. Sein Blick blieb einen Sekundenbruchteil länger auf Lina hängen. Niemand außer ihr bemerkte es.

„Ab Montag werden wir für die Dauer von drei Wochen jeweils montags und donnerstags den kompletten Vormittag bei unserem langjährigen Reinigungspartner ‚Sauber & Schnell‘ verbringen. Ziel ist es, dass jede und jeder im Raum versteht, was es bedeutet, ein Objekt wirklich von Grund auf sauber zu übergeben – bevor wir es überhaupt vermarkten.“

Alina Krüger nickte eifrig, machte sich eine Notiz. Sarah Demir zog eine Augenbraue hoch, sagte aber nichts.

„Und weil wir Wert auf Authentizität legen,“ fuhr König fort, „werden alle Beteiligten – ausnahmslos – die vorgeschriebene Schutzkleidung des Dienstleisters tragen.“

Er klickte erneut.

Ein Foto erschien: Drei Frauen in hellblauen Kitteln, gelbe Haushaltshandschuhe bis zum Ellenbogen, Haare streng zurückgebunden, Putzeimer im Vordergrund.

Lina spürte, wie sich ihr Magen zusammenzog – und gleichzeitig ein heißer Schwall zwischen ihren Schenkeln ausbreitete. Der Anblick war so banal, so erniedrigend gewöhnlich… und genau deswegen traf er sie wie ein Faustschlag in die Lust.

Herr König sprach weiter, als würde er den Quartalsbericht präsentieren.

„Kittel, Gummi-Croqs, lange gelbe Gummihandschuhe. Keine Ausnahmen. Keine Designer-Pumps, keine Seidenblusen, keine teuren Uhren. Wir wollen, dass die Auszubildenden – und natürlich auch die Begleitpersonen – spüren, wie sich die Arbeit wirklich anfühlt.“

Sarah lachte leise auf, mehr verblüfft als spöttisch.

„Echt jetzt? Mit den gelben Dinger da? Die riechen doch bestimmt nach Chemie und Omas Putzschrank.“

Alina Krüger wurde rot und senkte den Blick, als schäme sie sich schon im Voraus für etwas, das sie noch gar nicht getan hatte.

Lina sagte nichts. Sie konnte nicht. Ihre Kehle war wie zugeschnürt. Unter dem Konferenztisch presste sie die Oberschenkel so fest zusammen, dass es wehtat. Der Stoff ihrer Strumpfhose rieb bei jeder winzigen Bewegung. Sie war feucht. Schon jetzt. Nur weil jemand das Wort „gelbe Gummihandschuhe“ in einem ganz normalen Meeting ausgesprochen hatte.

Herr König nickte Sarah zu, fast väterlich.

„Genau deswegen, Frau Demir. Der Geruch, das Gefühl, die Optik – all das gehört dazu. Man kann über etwas reden, oder man kann es erleben. Wir haben uns für Letzteres entschieden.“

Er sah zu Lina.

„Frau Berger wird die Gruppe begleiten und mit durchlaufen. Sie kennt die Objekte am besten und kann Ihnen zeigen, worauf es bei der Übergabe wirklich ankommt.“

Vier Augenpaare richteten sich auf sie.

Lina **** ein professionelles Lächeln auf ihre Lippen. Es fühlte sich an wie eine Grimasse.

„Selbstverständlich,“ hörte sie sich sagen. Ihre Stimme klang dünn, fast brüchig.

Unter dem Tisch krallten sich ihre Fingernägel in ihre Handflächen.

Herr König klickte weiter.

„Ablauf Montag:

07:00 Uhr Treffen am Hintereingang 07:15 Uhr Umkleide & Ausrüstung (Kittel, Handschuhe, Croqs, Haarschutz) 07:30 Uhr Abfahrt zum ersten Objekt 08:00–12:00 Uhr Praxiseinsatz unter Anleitung der Kolleginnen von Sauber & Schnell 12:15 Uhr Rückfahrt & kurze Nachbesprechung“

Sarah grinste schief.

„Und wir müssen wirklich alle die gleichen Handschuhe anziehen? Auch Sie, Frau Berger?“

Die Frage war unschuldig. Neugierig. Fast kindlich.

Und doch fuhr sie Lina wie ein heißer Dolch durch den Unterleib.

Sie spürte, wie sich ihre Schamlippen aneinander rieben, wie die Nässe den Slip durchtränkte. Sie musste die Beine noch fester zusammendrücken, um nicht leise zu stöhnen.

„Ja,“ antwortete sie tonlos. „Auch ich.“

Alina Krüger flüsterte fast: „Ich find die Dinger irgendwie eklig… aber wahrscheinlich gewöhnt man sich dran, oder?“

Lina konnte nur nicken. Ihre Wangen brannten. In ihrem Kopf lief ein Film: Sie selbst, neben den beiden jungen Frauen, alle drei in identischen Kitteln, alle drei mit denselben grellen, billigen, quietschgelben Handschuhen. Wie sie nebeneinander knien. Wie sie schrubben. Wie eine der echten Putzfrauen sagt: „Fester, Mädels, das wird sonst nie sauber.“ Und sie – die erfolgreiche Maklerin – gehorcht als Erste.

Ihr Unterleib zog sich rhythmisch zusammen. Sie war Sekunden davon entfernt, allein durch die Vorstellung und den Druck ihrer eigenen Schenkel zu kommen – mitten im Meeting.

Herr König schloss die Präsentation.

„Fragen?“

Sarah meldete sich.

„Müssen wir die Handschuhe auch wirklich die ganze Zeit anlassen?“

„Die ganze Zeit,“ bestätigte er. „Das ist Vorschrift des Dienstleisters – und unsere auch.“

Herr König beendete die Runde.

„Montag, 07:00 Uhr. Seien Sie pünktlich. Und denken Sie daran: Wir repräsentieren das Unternehmen – auch wenn wir gerade nicht wie Makler aussehen.“

Er sah Lina an. Nur einen Herzschlag lang.

„Frau Berger, Sie kommen bitte noch kurz mit in mein Büro. Es gibt Details zur Vorbereitung.“

Die anderen erhoben sich. Gemurmel, Stühlerücken, normale Geräusche.

Lina stand auf. Ihre Knie zitterten. Zwischen ihren Beinen fühlte es sich an, als hätte jemand warmen Honig hineingegossen.

Sie folgte ihm.

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