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Chapter 36 by Meister U Meister U

What's next?

Der schreiende Wahnsinn des Clubs lag hinter ihnen

Die stille, nächtliche Straße wirkte wie eine andere Welt. Bernd winkte ein Taxi heran. Johanna, in eine grobe Wolldecke gehüllt, die ihr bis zum Kinn reichte, kroch auf der Rückbank zusammen. Ihre Kleidung – das verschwitzte Top, der zerrissene Rock, die qualvollen High Heels – steckte in einer Plastiktüte zu ihren Füßen. Ein Bündel Erinnerungen.

Jetzt, wo das Adrenalin verflogen war, die künstlich erzeugten Endorphine sich verzogen hatten, traf die Erschöpfung sie mit der Wucht eines Hammers. Jeder Muskel schmerzte. Jede wunde Stelle an ihrem Körper meldete sich mit einem tiefen, pochenden Echo. Sie war ein einziges, großes Hämatom. Sie fühlte sich leer. Ausgebrannt. Fertig.

Im Zimmer angekommen, ließ sie die Decke fallen. Ihr nackter Körper war eine Landkarte der Nacht. Sie zog Bernd wortlos mit sich. Sie kroch ins Bett, auf die harte, schmale Matratze. Er folgte ihr.

Sie drehte ihm den Rücken zu. Die Löffelchenstellung. Er schmiegte sich an sie, seine Wärme ein willkommener Schild gegen die innere Kälte. Seine Hand strich sanft über ihre Haare, dann über ihre Schulter.

Dann spürte sie ihn. Ganz sanft. Ein langsames, vorsichtiges Vordringen. Anal. Ein zärtliches Eindringen, fast fragend. Ein Füllen der schmerzhaften Leere, die in ihr klaffte.

Sie stieß einen zitternden Seufzer aus. Kein ****. Nur Präsenz. Eine stille, intime Verbindung.

Seine andere Hand glitt über ihre Seite, umfing sanft eine ihrer geschundenen, noch immer empfindlichen Brüste. Seine Finger streichelten die wunde Haut um die Piercings. Ein Zeichen der Anerkennung. Der Zugehörigkeit.

In dieser Stille, in dieser sanften Penetration, in der zärtlichen Berührung auf ihrem verletzten Fleisch, brach etwas in ihr auf. Kein Orgasmus. Etwas Ruhigeres, Tieferes.

Eine Welle der Zufriedenheit. Des Angenommenseins.

Sie war so fertig. Und sie war so glücklich.

Sie schloss die Augen und drängte sich fester an ihn. An ihren Körper, der endlich nicht mehr schrie, sondern nur noch atmete. An den Mann, der sie in ihre eigene, verdrehte Art von Geborgenheit hüllte. Kein Happy End. Aber schon wieder geil.

Ein fahles Morgenlicht drängte sich hinter den Jalousien hindurch. Johanna tauchte auf, brach durch die Oberfläche eines traumlosen, totenähnlichen Schlafes.

Sofort überflutete sie eine Woge von Empfindungen. Die schwere Wärme von Bernds Körper, der sich an sie schmiegte. Der gedehnte, tiefe Druck. Seine Morgenlatte, im Schlaf steinhart geworden, schob sich noch fester in ihren Arsch, schwoll an, füllte sie mit jedem langsamen Herzschlag.

Ihr Körper antwortete von selbst. Ihre Hüften beschrieben einen winzigen, gierigen Kreis. Das reibende Gleiten verwandelte sich in ein forderndes Melken – ein träges, beharrliches Spiel mit dem wachsenden Volumen in ihrem Inneren.

Diese vollkommene Passivität erregte sie bis ins Mark. Sie brauchte nur zu existieren. Ihr Körper diente als feuchte, enge Manschette, die ihn umschloss, ihn hielt.

Dann erhoben sich die anderen Stimmen ihres Fleisches. Ihre Brüste pochten dumpf, die Haut gespannt bis zum Reißen über dem aufgepumpten, schweren Gewebe. Die Piercings brannten wie fremde, glühende Markierungen. Sie presste sie in die Matratze, suchte den beißenden Gegendruck, der den tiefen **** in beruhigende Gewissheit verwandelte.

Ihre Schamlippen. Geschwollen, wund, ein einziger pulsierender Nervenstrang. Sie rieb sie fordernd an der Zudecke, forderte Aufmerksamkeit. Sie verlangte, dass jeder zerstörte Zentimeter ihres Körpers bemerkt, gelobt, bis zum Äußersten verwöhnt wurde.

Bernd stöhnte im Schlaf. Ein tiefer Seufzer. Seine Hand griff fester um ihre Hüfte, sein Schwanz pulsierte heiß in ihrer Tiefe.

Johanna schloss die Augen und versank in der Sinnesflut. Den dumpfen, füllenden Riss in ihrem Arsch. Das brennende, schwere Pochen ihrer Brüste. Die feuchte, offene Empfindlichkeit zwischen ihren Beinen.

Keine Lust, die nach Erlösung schrie. Eine tiefe, satte Gier fraß sie aus. Ein Durst, genau so zu sein: benutzt, gestopft, verwundet und dennoch gehalten. Unentbehrlich in seiner Verwendung.

Sie wogte zurück, deutlicher jetzt. Ein langsames, forderndes Zurückdrängen. Ein Angebot. Eine stumme Aufforderung, den Tag auf die einzige Weise zu beginnen, die ihr Fleisch noch verstand.

Ihr Verstand verstummte. Jeder Gedanke an Flucht, Reue oder Normalität erstickte unter der Last der Empfindung. Nur ihr Körper regierte. Seine einfachen, unerbittlichen Forderungen besaßen sie ganz.

Das Frühstück in der hellen, lärmenden Kantine war ein surreales Zwischenspiel. Johanna aß einen Joghurt. Sie trank einen Kaffee. Die Blicke der anderen Gäste glitten über sie, ahnungslos. Sie hatte wieder sich nichts darunter angezogen. Die Fahrt zum Bahnhof stand bevor. Die Rückkehr in eine Welt, die nicht mehr die ihre war.

Ihre Gruppe saß still um den Tisch. Die Nacht hing ihnen in den Gesichtern. Als Johanna den letzten Schluck Kaffee hinunterstürzte, sah sie Saya an.

„Ich muss gleich zum Zug“, sagte sie, ihre Stimme war klar und fordernd, ohne jeden Zweifel. „Doch vorher wünsche ich mir nur eins.“

Sie ließ den Blick über sie alle schweifen. Über Bernd, Tobi, Freya, Liv, Saya.

„Nochmal. Richtig hart. Rücksichtslos. Ich will nicht kommen. Ich will nur spüren dass ich nicht geträumt habe.“

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