Wie reagiert Sonja auf Escalation?
Der grosse Schock
Der Schock traf mich wie ein Schlag ins Gesicht.
Als Lena plötzlich die Packung Kondome hochhielt und lachend „Gummis!“ rief, brach die Panik in mir aus wie eine Welle.
Nein. Nein. Nein.
Ich riss heftig an den Fesseln, mein ganzer Körper bäumte sich auf. Ich wollte laut schreien, wollte „Halt! Stopp! Das war so nicht gemeint!“ brüllen – aber aus meinem Mund kam nur ein schwaches, zittriges „Nein… bitte nicht…“. Etwas blockierte mich. Die Angst, als Spielverderberin dazustehen. Die Scham. Die Fesseln. Alles zusammen lähmte meine Stimme.
Das ist mehr, als ich zugestimmt habe!
Ich hatte doch nur von Fingern und vielleicht einem Dildo gesprochen. Ich grübelte fieberhaft. Was genau hatte ich gesagt? „…oder mit Gummi…“
Mein Atem stockte.
Gummi. Ich hatte das Wort „Dildo“ vor all den Männern nicht aussprechen wollen. Deshalb hatte ich „mit Gummi“ gesagt. Und jetzt hielt Lena genau diese Kondompackung in die Luft.
Verdammt bin ich dumm. Lena kniete sich neben meinen Kopf. Ihr Gesicht war ganz nah. Sie flüsterte sanft:
„Du willst das doch eigentlich, oder? Tief drinnen…“
Ich schüttelte den Kopf, so gut es mit den Fesseln ging, und flüsterte zurück: „Nein… das tue ich nicht…“
Wir schauten uns lange an. Zweifelnd. Suchend. Die Zeit schien stillzustehen.
Und dann passierte etwas Merkwürdiges.
Trotz der riesigen Angst, trotz der Panik, die immer noch in mir tobte, stieg plötzlich ein anderes, völlig verrücktes Gefühl in mir auf. Eine dunkle, verbotene Erregung. Der Reiz, hilflos zu sein. Genutzt zu werden. Keine Kontrolle mehr zu haben. Es war erschreckend intensiv.
Ich atmete zitternd aus und flüsterte kaum hörbar:
„Ich… ich habe Angst. Aber… da ist auch etwas anderes. Ein Reiz, den ich nicht verstehe. Lena… ich vertraue dir. Mach weiter.“
Die Worte waren raus, bevor ich sie richtig überdenken konnte.
Lena lächelte leicht. Ich sah in ihren Augen, dass sie genau das hören wollte.
Mein Herz raste wie verrückt. Ich hatte gerade die Tür einen Spalt weiter geöffnet. Und ich wusste nicht, ob ich das wirklich wollte – oder ob ich einfach nicht mehr zurückkonnte.
Die Männer standen um mich herum. Wartend. Gierig.
Und ich lag da, gefesselt, nass und zutiefst verunsichert über mich selbst.
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