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Chapter 8 by Emmchen2010 Emmchen2010

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Der Zuhälter passt ihr neues Leben an

Melinda stand starr vor dem Zuhälter, ihre Gedanken wie durch dichten Nebel verschleiert. Sie hörte seine Stimme, warm und schneidend zugleich, und sie fühlte sich wie eine Marionette, deren Fäden er meisterhaft in der Hand hielt.

„Hör zu, Süße,“ begann er, seine Augen bohrten sich in ihre. „Es gibt kein Melinda mehr. Dieses Mädchen, das du warst – sie existiert nicht mehr.“

Melinda blinzelte langsam, die Worte sickerten in ihren Verstand wie Wasser, das in einen Schwamm tropfte. Ein Teil von ihr wollte widersprechen, doch der Moschus fesselte ihren Geist, hielt ihn in einem Zustand der Ohnmacht.

„Von jetzt an bist du Trixxi,“ fuhr er fort, das Wort langsam und betont aussprechend, als ob er sie hypnotisierte. „Sag es. Sag, wie du heißt.“

Ein Funken Widerstand regte sich in ihr, ein leiser Schrei, tief in ihrem Inneren. „Ich... ich bin Mel—“ begann sie, doch ihre Stimme erstarb, als er nähertrat und ihren Kiefer sanft, aber bestimmt mit der Hand umfasste.

„Nein. Du bist Trixxi,“ wiederholte er, seine Stimme sanft und unwiderstehlich. Er hielt ihr erneut das Tuch mit dem betörenden Duft an ihr Gesicht, und jeder klare Gedanke schwand wie Rauch im Wind.

„Trixxi,“ wiederholte sie schließlich leise, ihre Stimme fast mechanisch.

„Gut, Trixxi,“ sagte er mit einem zufriedenen Lächeln und ließ das Tuch sinken. „Melinda, deine ****, deine Freunde – sie gehören zu einem anderen Leben. Ein Leben, das dich zurückhält. Aber jetzt bist du frei. Du bist mein Trixxi.“

Seine Worte sickerten tief in ihren Verstand, wie Tinte, die in Papier dringt. Der Nebel in ihrem Kopf formte sich zu neuen Gedanken, neuen Überzeugungen. Ihre Eltern, ihre Geschwister, ihre Freunde – die Bilder in ihrem Kopf wurden blasser, verschwommener, bis sie schließlich wie Schatten verblassten.

„Ich... bin Trixxi,“ sagte sie noch einmal, dieses Mal etwas lauter. Der Name fühlte sich fremd an, aber er wurde von einer seltsamen Wärme begleitet, die sie nicht verstand.

„Das ist richtig,“ sagte der Zuhälter, seine Stimme triefte vor triumphierender Sanftheit. „Du brauchst niemanden außer mich. Ich sorge für dich, verstehst du das?“

Melinda – oder das, was von ihr übrig war – nickte langsam. Die Wahrheit seiner Worte fühlte sich in diesem Moment unumstößlich an, als hätte sie nie etwas anderes geglaubt.

„Von heute an lebst du für mich, Trixxi,“ sagte er. „Das alte Leben ist vorbei. Du wirst vergessen, wer du warst, und du wirst tun, was ich dir sage. Alles andere spielt keine Rolle mehr.“

Trixxi nickte erneut, die Überreste ihres früheren Ichs begraben unter der dichten Wolke des Moschus und der beherrschenden Präsenz des Mannes. Ihre Gedanken waren geformt, ihre Erinnerungen ausgelöscht.

„Gutes Mädchen,“ sagte er schließlich, lehnte sich zurück und musterte sie zufrieden. „Ab jetzt beginnt dein neues Leben.“

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