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Chapter 6 by Meister U Meister U

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Der Stall

Sie ging zurück auf den Hof. Die Sonne brach durch die Wolken, warf kurze Schatten. Ihr Blick suchte automatisch die Mitte des Kopfsteinpflasters.

Dort, wo auf dem Foto der Pranger gestanden hatte, war jetzt nur leere, glatt geschliffener Stein.

Eine Welle enttäuschter Leere durchfuhr sie. So stark, dass sie für einen Moment die Luft anhielt. Es war irrational, aber sie hatte ihn erwartet. Gefürchtet. Erhofft.

Sie schüttelte den Kopf, wandte sich ab und ging zum Stall. Die große Holztür stand offen.

Der Geruch schlug ihr entgegen: Warmes Pferd, Leder, Heu. Und etwas anderes, ein scharfer Unterton von Desinfektionsmittel. Die Boxen waren geräumig, die Tiere darin edel und gut gepflegt. Ein schwarzer Friese mit seidiger Mähne, ein muskulöser Braune. Sie waren ruhig, musterten sie mit großen, dunklen Augen.

Dann sah sie die Sattel. Sie hingen an einer langen Stange an der Wand. Und sie waren… ungewöhnlich.

Nicht die tiefen, weichen Damensättel, die sie kannte. Auch nicht die schmalen Springsättel.

Diese hier waren schmaler, höher, mit seltsamen Verzierungen aus Lederriemen und metallenen Ösen an den Pauschen. Einige hatten lange, lederne Steigriemen, die eher wie Fußfesseln aussahen. Andere waren mit poliertem Holz geformt, das in seltsamen, geschwungenen Formen an den Ort eines normalen Sattelkissens trat. Präzise und erbarmungslos.

Ihre Hand, die sie **** hatte heben wollen, um über die seltsame Oberfläche eines Holzsattels zu streichen, fiel ihr wieder an die Seite. Du berührst dich nicht selbst. Die Regel bezog sich auf ihren Körper. Aber sie fühlte sich an, als verbiete sie auch jeden tröstenden Kontakt mit der Außenwelt.

Sie stand einfach da, nackt zwischen der Wärme der Pferde und der kalten Präzision der Sattel, und spürte, wie die Erwartung in ihr wuchs. Lauter als die Enttäuschung. Schärfer.

Der Pranger fehlte. Aber was hier war, war kein Ort der Zärtlichkeit.

Ein Lächeln, das nur sie spüren konnte, umspielte ihre Lippen.

Gut.

Sie hörte Schritte hinter sich, leise auf dem Strohboden. Langsam drehte sie sich um.

Er war ****, vielleicht Mitte zwanzig, und groß, schlank aber mit sehnigen Muskeln, die unter seiner schmutzigen Baumwollhose und dem groben Hemd sichtbar wurden. Sein Haar war dunkel und strähnig von Schweiß. Sein Gesicht war kantig, mit hohen Jochknochen und einem festen Mund. Aber es waren seine Augen, die sie festhielten: hell und klar, die sie mit einer unverhohlenen, wertenden Neugier musterten, als wäre sie ein neues Stück Inventar.

"Ich bin Finn", sagte er. Seine Stimme war ruhig, ein tiefer Bariton, der sich mit dem Schnauben der Pferde mischte. "Ich kümmere mich um die Pferde. Und um dich, wenn es an der Zeit ist."

Ihr Blick glitt über seine Arme, die Adern, die sich unter der Haut abzeichneten, bis zu seinen Händen. Lange Finger, schmutzige Nägel, die eine lange, schmale Gerte aus geflochtenem Leder hielten.

Johanna legte die Handgelenke im Kreuz zusammen. Die Bewegung ließ ihre Brüste sich heben, die durchbohrten Nippel standen steif in der kühlen Stallluft.

Finn bewegte sich langsam um sie herum, wie ein Jäger um seine Beute. Die Spitze der Gerte glitt über ihre Haut, ohne Druck, nur als kalte, kitzelnde Linie. Sie strich über ihre Schulterblätter, hinab die Wirbelsäule entlang, ließ jedes Härchen sich sträuben. Dann wanderte sie über die Kurve ihres Pos, über die zarte Haut ihrer Oberschenkel-Innenseiten. Johanna atmete flach durch den Mund. Jede Berührung war eine **** der Ungewissheit.

Dann blieb die Leder spitze direkt unter ihrem Bauchnabel stehen, drückte leicht, fordernd.

"Still stehen", murmelte er hinter ihr.

Sie hörte die kaum hörbare Bewegung seiner Hand. Dann, mit einem kurzen, peitschenartigen Knall, traf die flache Seite der Gerte genau auf ihren linken, durchbohrten Nippel.

Der **** war unmittelbar, blendend und elektrisch. Ein weißer Blitz, der von ihrer Brust direkt in ihren Unterleib schoss und sich dort in einem heißen, pulsierenden Zucken entlud. Ein erstickter Laut, etwas zwischen **** und Ekstase, entwich ihren Lippen. Ihr ganzer Körper zuckte zusammen, aber ihre Hände blieben hinter dem Rücken gefaltet.

Der **** verebbte langsam zu einem tiefen, wohlig-wilden Pochen, das mit dem Pochen der Wäscheklammer zwischen ihren Beinen verschmolz.

Finn musterte seine Arbeit. Die Haut um das Piercing herum war bereits knallrot.

"Rot?", fragte er vorsichtig.

Johanna schüttelte den Kopf, atmete tief aus. Ihre Stimme war heiser, als sie sie fand. "Nein." Dann, nach einer Pause, in der sein Blick sie weiter kalt musterte, fügte sie hinzu: "Mehr."

Ihre Augen, halb geschlossen vor **** und Konzentration, senkten sich. Zwischen seine Beine. Dort, wo der grobe Stoff der Baumwollhose sich über seine Muskeln spannte, war eine deutliche, sich verstärkende Wölbung. Unverkennbar. Hart.

Ein triumphierendes, bitteres Gefühl durchfuhr sie, das den **** übertönte. Das machte ihn an.

"Mehr", hauchte sie erneut, ihren Blick fest auf diese Stelle geheftet.

Ein kaum merkliches Zucken lief über sein Gesicht. Die Gerte sauste erneut herab. Knall. Derselbe Punkt. Ein brennendes Feuer, das sich in ihre Brust fraß. Sie stieß einen keuchenden Laut aus, bog sich leicht vor, aber ihr Blick wich nicht von ihm, von der sich formenden Wölbung, die jetzt eindeutig gegen den Stoff drückte.

Knall.

Ein drittes Mal. Der **** war jetzt so intensiv, dass er in Wellen durch ihren gesamten Oberkörper schoss. Ihre linke Brust fühlte sich an, als stünde sie in Flammen, pulsierte wild und heiß. Tränen traten ihr in die Augen, aber sie waren Tränen der Erfüllung.

Sie sah, wie seine Hand, die die Gerte hielt, sich fester um den Griff schloss. Sie sah, wie er kaum merklich das Gewicht verlagerte, einen tieferen Atemzug nahm. Seine Reaktion war die einzige Belohnung, die sie brauchte.

Er ließ die Gerte sinken. Sein Atem war nun ebenfalls etwas schwerer. Seine hellen Augen funkelten mit etwas, das nicht mehr nur kühle Professionalität war. Es war Anerkennung. Gier.

"Genug für jetzt", sagte er, seine Stimme war rauer geworden. "Der **** wird nachwirken. Jede Bewegung. Jeder Atemzug wird dich daran erinnern."

Er trat einen Schritt zurück, brach den Blickkontakt. Die Spannung zwischen ihnen war wie eine gespannte Saite.

Dann drehte er sich um und ging zu den Pferden, ließ sie zurück mit dem brennenden Feuer in ihrer Brust, dem pochenden Anker zwischen ihren Beinen und der Gewissheit, dass dies erst der Anfang war.

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