Disable your Ad Blocker! Thanks :)
Chapter 19
by
Papas_Liebling
What's next?
Der Hinterhalt
Ich hatte mich anders angezogen. Keine alte, ausgebeulte Kapuzenjacke mehr. Eine lockere, hellrote Baumwollbluse, Jeans – lässig aber ordentlich. Sogar Unterwäsche. Eigentlich langweilig. Aber ich wollte ein Zeichen setzen. Unterstreichen, dass ich es nicht nötig hatte, mich auszuziehen, um David zu gewinnen.
Als ich ihr im Flur begegnete, sagte Lisa nichts. Aber ihre Augen sprachen Bände. Sie hatte die Botschaft verstanden. Also hatte ich den Morgen gewonnen. Nimm das, Lisa! Ich brauchte keine theatralischen Gesten. Keine vorgetäuschten Küsse ohne wahres Gefühl. (Warum wurde mir plötzlich so warm, als ich daran zurückdachte?) Ich musste einfach nur ich selbst sein, dann wäre mir der Sieg so gut wie sicher.
Ich kam in die Waschküche. Der Wäschetrockner summte. Ich bückte mich, um die warmen Sachen herauszuziehen, und stapelte sie in den Korb. Weiche Handtücher. Eines von Davids Unterhemden. Ich achtete nicht auf meine Umgebung.
Da plötzlich – eine Geräusch, ganz nah hinter mir. Eine Berührung.
Bevor ich mich aufrichten konnte, griffen Finger nach meinem Hosenbund, öffneten den Knopf. Ich schnappte nach Luft – und schon war meine Jeans auf den Knien. Die Unterhose gleich mit.
„Was zum Teufel –?!“
Lisas Lachen war direkt an meinem Ohr.
„Ups“, sagte sie. „Ich dachte, du hättest genug davon, dich vor anderen auszuziehen. Oder war das nur vorgetäuscht?“
Ich wirbelte herum. Das hätte ich besser nicht tun sollen. Meine Beine verhedderten sich im Jeansstoff, der um meine Waden hing. Pautz! Ich schlug lang hin. Äußerlich war ich unverletzt. Aber mein Stolz, schwer. Meine Wangen brannten.
Er war da.
David. Als hätte sie es geplant. Oben an der Treppe. Sein Blick war auf mich geheftet – halb angezogen, mit schockiertem Ausdruck im Gesicht. Lisa schien er gar nicht wahrzunehmen.
Ich versuchte, schnell meine Jeans im Liegen hochzuziehen, meine Finger fummelten ungeschickt daran herum. Es dauerte eine Ewigkeit.
Lisa? Sie rührte sich nicht vom Fleck. Sie sagte nicht einmal etwas. Sie lächelte nur, selbstgefällig und regungslos.
David öffnete den Mund – dann drehte er sich um und ging.
Ich rappelte mich auf, halbwegs angezogen, die Fäuste geballt, das Herz pochte bis zum Hals. Wütend funkelte ich Lisa an.
Sie neigte den Kopf. Grinste. „Schöner Arsch, übrigens.“
Paff! Wie eine Ohrfeige. Ich wusste nicht, was ich antworten sollte.
Lisa bückte sich, nahm den Korb hoch und wandte sich zum Gehen. "Ich bringe David seine Sachen."
Ich starrte ihr nach. Das war kein Spiel mehr. Sie hatte mir den Krieg erklärt.
What's next?
Neles peinliche Missgeschicke
Stieftochter benimmt sich äußerst ungeschickt, wenn sie mit ihrem Stiefvater allein ist.
Ich bin allein zu Hause mit meinem Stiefvater. Irgendwie benehme ich mich in seiner Gegenwart auffällig ungeschickt. Was muss er nur von mir denken? Ich hoffe, er denkt genau das, was ich damit beabsichtige.
Updated on May 3, 2026
by Papas_Liebling
Created on Jul 6, 2025
by Papas_Liebling
- All Comments
- Chapter Comments
