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Chapter 3 by Jan1974 Jan1974

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Der Dritte Urlaubstag in der Strandbar

Es war früher Morgen, und wir wussten beide noch nicht so recht, was wir mit dem Tag anfangen sollten. Nach dem gestrigen, langen Tag am Strand hatten wir ausnahmsweise einmal länger geschlafen. Also ließen wir es ruhig angehen, genossen die Stille, die Sonne und die Zeit am Pool. Jeder hing seinen Gedanken nach – und ganz ehrlich: in unseren Köpfen spielten die Bilder von gestern noch immer eine Hauptrolle.

Die Stunden vergingen wie von selbst, bis uns gegen Nachmittag doch eine gewisse Unruhe packte. Es war, als wollten wir den Tag nicht einfach so verstreichen lassen.

„Wie wäre es mit der Strandbar?“, schlug Sonja vor. „Die, an der wir gestern vorbeigefahren sind.“

Ich nickte. „Klingt gut. Hast du schon irgendwas im Kopf?“

Sonja lächelte und zuckte leicht die Schultern. „Nicht wirklich. Mal schauen, was sich ergibt.“

Ich grinste – dieser Ausdruck, den sie dabei hatte, war einfach unverwechselbar. „Ich glaube, ich hab da schon so eine Idee …“

Sie wurde neugierig. „Was meinst du?“

Ich tat einen Moment geheimnisvoll. „Ich weiß nicht, ob es funktioniert … aber man könnte es zumindest versuchen. Wobei es vielleicht gegen deine Prinzipien geht.“

„Gegen meine Prinzipien?“, wiederholte sie und sah mich mit funkelnden Augen an. „Du weißt doch, dass ich für fast alles offen bin. Was soll das denn sein?“

Ich grinste noch breiter. „Du müsstest Slip und BH anziehen.“

Sie lachte herzlich. „Oh, das ist wirklich gegen meine Prinzipien im Urlaub. Aber gut – was soll ich drüber tragen?“

„Das weiße Sommerkleid“, sagte ich, „das kurze, das wie ein Wickelkleid geschnitten ist. Und dazu hohe Schuhe. Natürlich.“

Sie hob gespielt die Augenbraue. „Welche Schuhe auch sonst?“

Also machten wir uns fertig. Und als sie aus dem Bad kam, stockte mir kurz der Atem. Das Kleid saß perfekt – geschlossen wirkte es harmlos, aber ein kleiner Zug hier, ein lockerer Knoten dort, und das Dekolleté ließ sich verführerisch vertiefen. Auch unten war es ein Spiel der Andeutungen: Wenn sie sich ungeschickt – oder geschickt – hinsetzen würde, war der Slip nicht mehr zu übersehen.

Sonja wusste das natürlich. Und sie wusste auch, was das mit mir machte.

So machten wir uns auf den Weg zur Strandbar – neugierig, was der Abend bringen würde.

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