Was ist der nächste Auftrag?
Der Diktator
Ein paar Tage später habe ich einen neuen Auftrag auf dem Tisch liegen. Er ist ein wenig delikater, denn ich soll General Armando Vargas, einem südamerikanischen Diktator, Raketenpläne entwenden. Der General wohnt in der Präsidentensuite des Adlon-Hotels und ich war ihm angekündigt.
Als ich in meinem dünnen Seidenkleid den Aufzug verlasse und die Tür der Suite öffne, wirft ein flackerndes Kaminfeuer lange Schatten auf die Wände und verleiht dem opulenten Raum eine fast theatralische Atmosphäre. Vor dem Kamin, in einem tiefen Ledersessel, sitzt er. El Presidente – General Vargas. Seine dunklen Augen mustern mich von Kopf bis Fuß, ein leichtes Lächeln spielt um seine Lippen. Er ist ein Mann von beeindruckender Präsenz, seine Uniform tadellos, seine Haltung von unerschütterlicher Autorität.
„Vanessa“, seine Stimme ist tief und resonant, ein Hauch von Akzent lag darin, der meine Neugier weckt. „Kommen Sie näher. Haben Sie keine Angst.“
Er gestikuliert zu einem Glas auf einem kleinen Beistelltisch. „Ein Wein, der die Sinne betört. Wie ich höre, sind Sie eine Frau, die die Freuden des Lebens zu schätzen weiß.“
Ich trete langsam näher, mein Herz pocht wild gegen meine Rippen. Die Spannung im Raum ist greifbar, elektrisierend. Ich spüre seinen Blick auf mir ruhen, nicht nur als Bewertung, sondern als eine Art Besitzanspruch. Die Prämisse fühlt sich nun bedrohlich real an. Ich bin hier, um einem Mann zu Diensten zu sein, dessen Macht über Ländergrenzen hinausreicht.
Er erhebt sich, seine Gestalt gegen das flackernde Feuer erhoben. Langsam geht er auf mich zu, jeder Schritt bedächtiger als der vorherige. Als er vor mir steht, hebt er eine Hand und streicht sanft über meine Wange. Seine Berührung ist warm, überraschend zart für einen Mann, dessen Ruf Furcht einflößt.
„Sie sind schön, Vanessa“, murmelt er, seine Augen fixierten meine. „Und ich habe ein Auge für Schönheit, die man genießen kann.“
Seine andere Hand gleitet zu meiner Taille, zieht mich sanft näher. Der Duft von teurem Tabak und etwas Moschusartigem umfing mich. Ich kann seinen Atem auf meiner Haut spüren, als er sich bückt, um meinen Hals zu küssen. Der Diktator, der Mann, der über Leben und Tod entscheidet, beginnt, mich zu begehren.
Wie verläuft die Nacht mit dem Diktator?
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