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Chapter 14
by
Mariania
What's next?
Der Chef
2 Monate später. Mein neu entstandenes Selbstbewusstsein als Frau gepaart mit der hormonellen Weiterentwicklung meines Körpers haben mich auch beruflich Fortschritte machen lassen. Ich leite jetzt das Marketing Team. Und heute ist meine erste Präsentation. Mein Herz schlägt mir bis zum Hals. Ich bin sehr aufgeregt, als ich im dunkelblauen, knielangen Etuikleid auf 10cm hohen Absätzen vor der Mannschaft stehe. Darunter trage ich nur eine Strumpfhose, den String darüber und einen BH, der meinen immer runder werdenden Busen deutlich betont. Ich liebe es festzustellen, dass dort etwas wächst. Meine Hand gleitet immer wieder, wenn keine Blicke auf mir ruhen, in den BH. Um diese großartige Entwicklung, immer wieder in meiner Hand zu spüren. Die optimierte Hormon Therapie von Doktor Patel zeigt eindeutig Wirkung. Doch nicht nur mein Körper, auch mein Gesicht wird immer femininer. Meine Bäckchen haben sich weiter abgerundet. Und ich erfreue mich an meinem Anblick. Und so tun es scheinbar auch die Mitarbeiter.
Ich spüre deutlich die Blicke, welche interessiert über meinen Körper gleiten, was mich anfangs etwas verunsichert. Doch nach einer Weile, kehrt eine seltsame Ruhe ein. Ich kann meine Gedanken gut formulieren. Und liefere ab.
Die Präsentation ist nun vorbei, die Kollegen haben sich mit ermüdenden Fragen und belanglosen Komplimenten verzogen, und jetzt stehe ich nur noch hier, in dem sterilen Konferenzraum, und räume meine Notizen zusammen. Die Luft riecht nach abgestandenem Kaffee und dem elektrischen Ozon des Beamers. Ich spüre, wie er mich ansieht, bevor ich ihn überhaupt ansehe. Markus. Mein Chef.
Seit meinen ersten Tagen hier als Frau hat er mich begehrt. Die Einladungen zum Kaffee, zum Dinner, immer charmant, waren immer unverbindlich formuliert, aber der Unterton war unüberhörbar. Ich habe immer abgelehnt. Nicht, weil ich ihn unattraktiv fände – im Gegenteil. Sein selbstbewusster Auftritt, die Art, wie er einen Raum betritt und sofort die Kontrolle übernimmt, das hat etwas Faszinierendes. Dabei spürte ich mehrmals eine kleine Regung in meinem Höschen. Aber ich wollte keine Komplikationen. Ich wollte für meine Arbeit gesehen werden, nicht für das, was ich unter meinen Kleidern verberge.
Doch heute ist etwas anders. Heute fühle ich mich stark. Die Präsentation war ein voller Erfolg, und ich habe gespürt, wie sein Blick auf mir brannte, bewundernd, begehrend. Die Ablehnungen der letzten Monate haben ihn nicht abgeschreckt, sie haben die Spannung nur noch verstärkt. Und ich? Ich bin bereit, mich dieser Spannung nun hinzugeben. Ich hoffe nur, er ist es auch. Nach all dieser Zeit in der ich zu unsicher war seinem Werben nachzugeben. Doch diese Zeit ist vorbei.
Ich tue so, als suchte ich etwas in meiner Aktentasche, nur um die pochende Stille zwischen uns zu überbrücken. Dann tritt er näher. Sein Parfüm, ein schwerer, holziger Duft, mischt sich mit dem Kaffeegeruch.
„Gute Arbeit heute, Julia“, sagt er, seine Stimme ist ein tiefes Summen. „Wirklich ausgezeichnet.“
„Danke, Markus“, antworte ich und wage es, ihm in die Augen zu sehen. Sie sind grau, und in diesem Moment wirken sie wie Stahl. Er lehnt sich gegen den Konferenztisch, lässig, als gehöre ihm der Raum. Und das tut er ja auch im Grunde. „Ich gehe heute nach der Arbeit zum Italiener“, sagt er, ohne den Blick von mir zu wenden. Es ist keine Frage, es ist eine Feststellung mit einer eingebauten Möglichkeit. „Haben sie Lust mitzukommen?“
Da ist sie. Die Frage. Einfach, direkt. Und diesmal will ich nicht fliehen. Ich spüre, wie sich mein Magen zusammenzieht, ein Gefühl aus Aufregung und purer Nervosität. Mein Atem stockt. Das Einzige, was ich herausbringe, ist ein hauchzartes, fast unhörbares: „Ja.“ Ich muss mich räuspern, um Klarheit in meine Stimme zu bringen. „Dazu habe ich Lust.“
Ein langsames, zufriedenes Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus. Es ist das Lächeln eines Mannes, der weiß, dass er gewonnen hat, und der die Niederlage der anderen Seite genießt. Aber ich fühle mich nicht besiegt. Ich fühle mich mächtig und hoffe, dass er nicht zu gut bestückt ist.
***
Der Italiener ist klein, intim, mit dunklen Holzwänden und dem sanften Geräusch von Jazzmusik. Wir sitzen in einer abgelegenen Ecke, und das Kerzenlicht auf dem Tisch wirft tanzende Schatten auf sein Gesicht. Er ist geistreich, erzählt Anekdoten von seinen Geschäftsreisen, und seine Komplimente sind nicht länger die eines Chefs zu seiner Angestellten. Sie sind die eines Mannes zu einer Frau.
„Du hast dich fantastisch entwickelt, Julia“, sagt er irgendwann und nimmt einen Schluck von dem teuren Chianti, den er bestellt hat. „Nicht nur fachlich. Du strahlst eine unglaubliche Präsenz aus. Und siehst dabei… großartig aus.“ Ich spüre, wie mir die Hitze ins Gesicht schießt. „Danke“, murmele ich und spiele mit dem Stiel meines Weinglases.
„Ernsthaft“, fährt er fort, und sein Blick wandert über meine Schultern, meinen Ausschnitt, bleibt für einen Moment an der Seidenbluse haften, die ich mir extra für heute Abend ausgesucht habe. „Mit deinen Outfits stichst du die gesamte weibliche Belegschaft aus. Jeden Tag aufs Neue.“
Es ist ein unverschämtes Kompliment, auf der Grenze zum Unangemessenen. Aber es elektrisiert mich. Und irgendwie habe ich die Situation ja auch provoziert. Mit engem Rock, schwarzen Strümpfen und hohen Absätzen. Seine Intensität ist fast überwältigend. Er bestellt Champagner, obwohl wir noch nicht mit dem Wein fertig sind. „Auf neue… Möglichkeiten“, sagt er und hebt sein Glas. Wir stoßen an. Das Klimpern der Gläser klingt wie ein Versprechen. Der Champagner schmeckt nach Blasen und Verheißung. Er lässt meine Sorgen schmelzen und schärft gleichzeitig meine Sinne. Ich fühle jede Faser der Seide auf meiner Haut, jeden seiner Blicke. Dann, als der Dessertteller abgeräumt ist und die Nacht sich draußen verdunkelt hat, kommt der Moment der Wahrheit. Er beugt sich vor, die Ellbogen auf den Tisch gestützt, und seine Stimme wird leiser, vertraulich.
„Julia“, beginnt er, und sein Blick ist jetzt frei von jeder geschäftlichen Fassade. Es ist nur noch reines, unverhohlenes Verlangen darin. „Begleitest du mich zu mir nach Hause?“
Eigentlich habe ich darauf gewartet. Seit dem Moment im Konferenzraum, nein, seit Wochen habe ich geahnt, dass es darauf hinauslaufen würde. Und ich habe mich vorbereitet. Habe schwarze halterlose Strümpfe gekauft, deren Spitzenabschluss an meinen schlanken Oberschenkeln unglaublich sexy aussehen. Dazu einen ganz knappen Stringtanga, der meine kleine Männlichkeit gerade so aufnimmt. Und den passenden BH, der meinen immer weiter wachsenden Busen voll zur Geltung bringt. Derart zurecht gemacht ohne Rock und Bluse auf den 10cm Absätzen meiner schwarzen Pumps vor dem Spiegel stehend, gefalle ich mir sehr und fühle mich sexy. Ich hoffe ihm gefalle ich auch.
Und doch, jetzt, da die Frage so unverblümt im Raum steht, zögere ich. Ein letzter Funke von Vernunft, von Angst, blitzt in mir auf. Es gibt eine Barriere, die niedergerissen werden muss. Eine Wahrheit, die ausgesprochen werden muss, bevor ich mich vollends fallen lassen kann. Ich atme tief ein, mein Blick senkt sich auf die weiße Tischdecke. „Markus…“, meine Stimme ist kaum mehr als ein Flüstern. Ich zwinge mich, ihn anzusehen. Seine Augen sind ernst, er wartet. „Du weißt… du weißt doch, dass ich unter der Gürtellinie ein Mann bin, oder?“
Der Satz hängt zwischen uns, schwer und unausweichlich. Ich halte den Atem an und erwarte… was? Überraschung? Abscheu? Einen Rückzieher? Doch nichts davon passiert. Sein Lächeln wird nur noch intensiver, siegessicherer. „Ja“, sagt er, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern. Seine Hand liegt jetzt auf meiner, seine Finger schließen sich warm um meine. „Das ist mir klar. Und der Gedanke, dich zu berühren…“ Er macht eine kleine Pause, und sein Daumen streicht über meinen Handrücken. „…das finde ich **** spannend.“
In diesem Moment bricht etwas in mir zusammen und setzt etwas anderes, Urwüchsiges, frei. Seine Worte sind keine Duldung, sie sind eine Bekräftigung. Er begehrt mich nicht trotzdem. Er begehrt mich deswegen. Eine Welle der Erleichterung und der ungezügelten Lust durchströmt mich. Ich spüre es deutlich, ein Pochen, ein Erwachen dort, wo meine kleine Männlichkeit in der Enge meines Höschens ruht. Sie regt sich, erwacht zum Leben unter seinem begehrlichen Blick. Ich ziehe meine Hand nicht weg. Stattdessen erwidere ich seinen Druck. Mein Lächeln ist jetzt selbstbewusst, eine direkte Antwort auf seins.
Die Fahrt in seinem teuren Wagen ist fast lautlos. Ich sitze neben ihm, die Hände im Schoß gefaltet, und spüre noch immer das Pochen zwischen meinen Beinen, ein insistierendes, aufgeregtes Klopfen. Sein Kompliment hallt in mir nach. ***** spannend*. Nicht seltsam, nicht falsch, nicht *anders*. Sondern spannend. Die Stadt gleitet als Lichtermeer an uns vorbei, ein verschwommener Film, hinter dem sich meine neue Realität verbirgt.
Seine Wohnung ist, wie ich es erwartet habe: groß, modern, mit riesigen Fenstern und einer atemberaubenden Aussicht. Alles ist in Grau- und Beigetönen gehalten, minimalistisch, fast steril. Es riecht nach teurem Leder und seinem Parfüm. Er schließt die Tür hinter uns, und das leise Klicken des Schlosses klingt endgültig. „Möchtest du noch etwas ****?“ fragt er, während er seinen Mantel ablegt und lässig über die Armlehne der Couch wirft.
Ich schüttele den Kopf. Meine Kehle ist zu trocken für Worte. Ich stehe mitten im riesigen Wohnzimmer, fühle mich klein und exponiert in meinem schicken Outfit. Plötzlich ist die Sicherheit des Restaurants verflogen. Dann ist er bei mir. Er kommt nicht auf mich zu, er *umspielt* mich einfach mit seiner Präsenz. Seine Hände legen sich auf meine Schultern, schwer und warm durch den Seidenstoff meiner Bluse. Sein Blick ist intensiv, forschend.
„Du zitterst“, stellt er fest, seine Stimme ist ein tiefes Raunen.
„Ich bin nervös“, gestehe ich, und es ist eine Erleichterung, es zuzugeben.
Ein Lächeln umspielt seine Lippen. „Das muss du nicht sein.“ Langsam, mit einer fast schmerzhaften Bedachtsamkeit, beginnt er, die Knöpfe meiner Bluse zu öffnen. Jeder Knopf, der sich löst, ist ein kleiner Befreiungsschlag. Die kühle Luft der Wohnung kitzelt auf meiner nackten Haut. Seine Finger streifen über mein Schlüsselbein, folgen dem Rand meines Spitzen-BHs. Ich schließe die Augen und konzentriere mich nur auf diese Berührung. Sie ist fordernd, aber nicht grob. Sie erkundet.
Dann kniet er sich vor mir hin. Der Anblick, dieser mächtige, kontrollierte Mann zu meinen Füßen, lässt mir den Atem stocken. Seine Hände gleiten an meinen Hüften hinab, erfassen den Saum meines Rocks. Langsam, ganz langsam, schiebt er den Stoff nach oben, enthüllt meine Strümpfe, die Spitzen der Strumpfbänder. Ich spüre, wie sich mein Glied in der Enge des Nylons sträubt, hart und fordernd wird. Sein Blick bleibt darauf haften, nicht überrascht, sondern fasziniert.
„Sieh an“, flüstert er, und seine Finger zeichnen die Kontur meiner Erregung durch den dünnen Stoff nach. Ein Zucken, ein Stöhnen entfährt mir. Die Berührung ist elektrisierend, demütigend und begehrenswert zugleich. „So aufgeregt für mich.“
Er steht wieder auf und führt mich, ohne ein Wort, ins Schlafzimmer. Es ist noch karger als das Wohnzimmer, nur ein riesiges Bett dominiert den Raum. Im Mondlicht, das durch die Fenster fällt, wirkt seine Haut blass. Er zieht sich aus, ohne Hast, und ich tue es ihm mit Rock und Bluse nach, Pumps, Höschen und Strümpfe behalte ich an. Meine Hände zittern immer noch. Dann stehen wir uns gegenüber. Seine Augen hungern, sie **** mich ein, erfassen jede Stelle meines Körpers, die nicht den Normen entspricht, die ihn aber, seinem Gesichtsausdruck nach, nur umso mehr anzieht.
Er schiebt mich sanft auf die Bettkante. „Lass mich dich sehen“, befiehlt er leise. Ich liege da, völlig entblößt, und lasse seinen Blicken und Händen freien Lauf. Er beugt sich herab, und sein Mund findet meine Brustwarzen, saugt, beißt sanft, während seine Hand wieder zu meiner Männlichkeit hinab wandert. Seine Finger finden den Weg in mein Höschen, befreien mein steifes Schwänzchen und schließen sich darum, nicht zögerlich, sondern mit fester, sicherer Hand. Der Druck ist unglaublich, überwältigend. Ich wölbe mich unter ihm, stöhne laut, als er einen Rhythmus findet, langsam und bestimmt. Doch er hört auf, lässt mich keuchend und verlangend zurück. „Nicht so schnell“, raunt er. „Ich will alles von dir.“ Er dreht mich um, so dass ich auf dem Bauch liege. Seine Hände greifen meine Hüften, heben meinen Unterleib an. Ich spüre seinen harten, heißen Körper hinter mir, spüre seine Erregung gegen mich gepresst. Seine Lippen küssen meinen Nacken, meine Schulterblätter, während eine seiner Hände zwischen meine Pobacken gleitet.
„Du bist so verdammt aufregend“, haucht er in mein Ohr, und seine Stimme ist voller unverhohlener Lust. Seine Finger erkunden mich dort, wo es noch enger und verletzlicher ist. Er benutzt Gleitgel, das er aus dem Nachttisch genommen hat, kühle Feuchtigkeit, die mich erschauern lässt, als er vorsichtig in mein kleines weiches Loch vordringt. Der Druck seiner Finger ist anfangs fremd, ein wenig beängstigend, aber die Art, wie er mich hält, wie seine anderen Arme mich umschlingen, gibt mir Sicherheit. Er dehnt mich mit einer schmerzhaft-schönen Geduld, bis das Unbehagen einer wogenden, tiefen Erregung weicht. Ich fühle mich wehrlos in dieser Situation, knie auf meinen Strümpfen und den hohen Absätzen auf dem Bett. Mein Penis steht steif nach vorne, der String Tanga hängt noch an mir und ist zur Seite gezogen, bedeckt nichts mehr. Und seine Finger erkunden vorsichtig meinem Po.
Dann, endlich, schiebt er sich in mich hinein. Es ist eine Invasion und eine Verschmelzung zugleich. Ein Gefühl der Fülle, das mich zu sprengen droht. Ich schreie auf, ein erstickter Laut, der im Kissen verhallt. Er erstarrt für einen Moment, lässt mich an ihn gewöhnen.
„In Ordnung?“ flüstert er, sein Atem heiß an meinem Ohr. Ich kann nur nicken, keuchend. Immer tiefer gleitet sein steinharter Schwanz in mich hinein. Bis er mich vollständig ausfüllt. Mein eigener Schwanz ist ebenfalls steif. Er steht steil nach vorne und ich liege fast darauf. Es ist ein unglaubliches Gefühl, dort in Pumps und halterlosen Strümpfen auf dem Sofa zu liegen. Mit einem Schwanz in meinem Hintern. Endlich einmal wieder. Wellen der Erregung durchlaufen mich und rauben mir fast den Verstand.
Er beginnt sich zu bewegen. Langsam zuerst, dann mit zunehmender Intensität. Jeder Stoß treibt mich tiefer in die Matratze, jeder Stoß bringt mich näher zum Rand. Seine Hände sind überall, klammern sich fest an meinen Hüften, fahren durch mein Haar, ziehen meinen Kopf zur Seite, um meinen Mund zu küssen. Es ist kein zärtlicher Kuss, es ist ein Kampf um Atem, um Dominanz. Ich erwidere ihn mit der gleichen Wildheit. Seine Bewegungen werden ruckartiger, heftiger. Er stößt Grunzlaute aus, tierische Laute der puren Lust. Ich spüre, wie sich etwas in mir zusammenballt, eine ungeheure Spannung, die nach Freisetzung schreit. Die Reibung seines Körpers an meinem Gesäß, das Gefühl, von ihm ausgefüllt zu werden, die Erinnerung an seine Hand, die mich vorne umschloss – alles vereint sich zu einem einzigen, weißen Blitz der Ekstase. Ich komme hinten und vorne gleichzeitig mit einem Schrei, der mir die Seele aus dem Körper zu reißen scheint. Mein ganzer Körper verkrampft sich, zittert in wellenartigen Erschütterungen.
Meine Kontraktionen im Po scheinen auch ihn über die Kante zu treiben. Mit einem letzten, tiefen Stoß und einem heiseren Aufschrei ergießt er sich in mir. Sein Gewicht lastet für einen Moment schwer auf mir, bevor er sich zur Seite rollt.
Stille. Nur unser keuchender Atem füllt den Raum. Ich fühle mich ausgelaugt, erschöpft, aber auch gereinigt und unglaublich lebendig. Jeder Nerv singt. Er dreht sich zu mir, sein Gesicht ist entspannt, zufrieden. Seine Hand findet meine und verschränkt unsere Finger.
„Siehst du?“ sagt er schließlich, seine Stimme ist rau. „Ich habe dir gesagt, es wäre spannend.“
Ich schaue ihn an, diesen Mann, der mich gesehen und begehrt hat, wie ich bin. In all meiner Komplexität. Ein Lächeln, das ich nicht unterdrücken kann, breitet sich auf meinem Gesicht aus.
„Ja“, flüstere ich zurück. „Das war es.“
Die Stille nach dem Sturm ist fast greifbar. Unser Atem hat sich beruhigt, mischt sich nun mit dem leisen Summen der Klimaanlage. Sein Arm liegt schwer um meine Taille, seine Wärme drückt sich gegen meine Seite. Ich starre an die Decke, wo das Mondlicht schwache Muster wirft. In mir brodelt es. Es ist ein seltsames Gemisch aus Erschöpfung, tiefer körperlicher Befriedigung und einer aufkeimenden, nüchternen Scham.
Langsam, um die träge Ruhe nicht zu stören, löse ich mich aus seiner Umarmung. Die Matratze federt leise, als ich mich aufsetze. Meine Beine fühlen sich an wie Gummi. Der Teppichboden ist weich und kühl unter meinen immer noch bestrumpften Füßen. Meine Pumps scheine ich im Eifer des Gefechts verloren zu haben. Ich stehe auf und gehe zu dem Haufen Kleider, der achtlos auf dem Boden liegt. Meine Bluse, mein Rock, mein Blazer. Sie sehen aus wie die Hülle einer anderen Person, die ich vor einer Ewigkeit abgestreift habe. Die Schuhe finde ich rechts und links neben dem Sofa.
Ich hebe die Seidenbluse auf. Sie ist zerknittert und trägt noch seinen Duft, vermischt mit dem Geruch unserer Vereinigung. Ich schlüpfe hinein, und der Stoff fühlt sich kühl auf meiner warmen Haut an. Jede Bewegung erinnert mich an seine Hände, die sie mir vom Leib gestreift haben. Ich knöpfe sie langsam zu, verschließe mich Stück für Stück. Als Nächstes der Rock. Der schwere, wollene Stoff gleitet über meine Hüften. Ich spüre die raue Naht an meiner nackten Haut, eine ständige, aufreizende Erinnerung. Ich trage kein Höschen mehr. Er hat es behalten. Als ich mich bückte, um meinen BH aufzuheben, hatte er es wortlos vom Boden genommen und in seine Nachttischschublade gleiten lassen. Ein Akt des Besitzanspruchs, der mich gleichermaßen erröten und lächeln ließ.
Ich stehe vor dem riesigen Spiegel an seiner Schrankwand und sehe mich an. Die Frau, die mich ansieht, ist ordentlich gekleidet, die Business-Fassade fast wiederhergestellt. Fast. Meine Haare sind zerwühlt, meine Lippen sind geschwollen von seinen Küssen, und in meinen Augen glimmt ein wildes, triumphierendes Feuer. Ich gleiche wieder der Julia, die heute Nachmittag den Konferenzraum verlassen hat. Aber ich bin es nicht. Ich bin aufgebrochen, ich habe eine Grenze überschritten. Und es fühlt sich nicht wie eine Niederlage an. Es fühlt sich wie ein Sieg an. „Das war wirklich eine unglaublich starke Nummer, das muss man sagen“, höre ich mich sagen. Meine Stimme klingt heiser in der Stille des Raumes.
Er liegt noch im Bett, den Oberkörper aufgestützt, und beobachtet mich. Sein Blick ist nicht länger der des gierigen Liebhabers, sondern wieder der des Chefs, des Strategen. Aber etwas Weiches, Zufriedenes umspielt seinen Mund.
„Ja“, sagt er einfach. „Das war es.“
Ich ziehe den Blazer an und spüre, wie die letzte Schicht meiner Professionalität über die nackte Wahrheit unter meinem Rock gleitet. Eine perfekte Metapher. Ich greife nach meiner Handtasche, drehe mich zu ihm um. Die Entscheidung, zu gehen, steht fest. Zu bleiben, würde etwas von der Magie dieses Abends zerstören, etwas Alltägliches daraus machen.
„Ich bestelle dir ein Taxi“, sagt er und greift nach seinem Handy. Er tippt ein paar Nachrichten, effizient wie immer. „Es ist in fünf Minuten unten.“
Ich nicke. „Danke.“
Schweigen. Es ist kein unangenehmes Schweigen, sondern ein nachdenkliches. Die Ereignisse des Abends hängen zwischen uns, greifbar und doch schon der Vergangenheit angehörend. Ich gehe zur Tür, er steht auf und folgt mir, nur mit einer Boxershorts bekleidet. In der Diele ist die Spannung wieder da, dicht und erwartungsvoll.
Dann stellt er die Frage. Die Frage, die mir schon die ganze Zeit im Kopf herumgegeistert ist. Er lehnt am Türrahmen, die Arme verschränkt, und sein Blick ist intensitv, aber nicht fordernd.
„Kommst du wieder?“
Ich halte inne, meine Hand schon auf der Klinke. Ich sehe ihn an, diesen Mann, der mich so gesehen, so begehrt hat. Der meine Geheimnisse nicht nur akzeptiert, sondern bejubelt hat. Der mich zu einer Version von mir selbst gemacht hat, die stärker und freier ist. Aber ich sehe auch den Chef. Den Mann, mit dem ich morgen wieder in nüchternen Meetings sitzen muss. Die Komplikationen, die unweigerlich kommen werden.
Ein Lächeln, klein und ein wenig geheimnisvoll, legt sich auf meine Lippen. Ich spüre den kühlen Luftzug auf meiner nackten Haut unter dem Rock, die Erinnerung an seine Berührung, die mir ein heimliches, süßes Gefühl der Macht gibt.
„Ich weiß noch nicht“, sage ich. Meine Stimme ist ruhig und klar.
Ich sehe, wie eine winzige Falte der Enttäuschung oder vielleicht des Respekts auf seiner Stirn erscheint. Er nickt langsam. Er versteht das Spiel. Er versteht, dass die Machtverhältnisse sich gerade, in diesem Moment, verschoben haben. Ohne ein weiteres Wort öffne ich die Tür und trete in den hell erleuchteten Flur hinaus. Die Tür fällt hinter mir ins Schloss, ein leises, endgültiges Geräusch. Ich atme die anonyme Luft des Wohnungsflurs ein und stöckele auf den Aufzug zu. In meinem Kopf dreht sich alles. Die Bilder des Abends, seine Hände, sein Mund, die Dinge, die er gesagt hat. Die Art, wie er mich angesehen und gevögelt hat. Nicht wie eine Kuriosität, sondern wie eine Offenbarung.
Das Taxi wartet schon. Ich steige ein und gebe meine Adresse durch. Als wir anfahren, lehne ich mich zurück und schließe die Augen. Die Vibration des Motors dringt durch den Sitz bis in meinen Körper, eine fremde Stimulation auf meiner immer noch hypersensiblen Haut. Ich fühle mich leer und doch so voller Energie wie nie zuvor. Mein kleines Schwänzchen hängt nackt unter dem Rock. Ein seltsames Gefühl. Ich weiß nicht genau, ob ich es mag oder nicht. Ich streichele ein paar Mal vorsichtig über meinen Schritt. Und spüre. Dass es da ist. Ich weiß nicht, ob ich wieder zu ihm gehen werde. Aber ich weiß, dass ich es könnte. Diese Möglichkeit, diese ungewisse Spannung, die jetzt zwischen uns existiert, gehört mir. Und das ist vielleicht das Aufregendste von allem.
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Julia
Der neue Weg
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