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Chapter 9 by Filiusfiliae

Wie geht es weiter?

Der Beischlaf wird gebeichtet

Das Erste, was sie und Frank feststellten, war, dass sie zum Frühstück zu spät kamen. Ihre Mutter war allein in der Küche, und so nutzte sie gleich die Gelegenheit zur Beichte. Wäre ihr unangenehm gewesen, wenn einer ihrer Stiefbrüder zugegen gewesen. In deren Gegenwart hätte sie die Ereignisse der vergangenen Nacht höchst ungern berichtet. Frank stand ihr bei, indem er eine Hand auf ihre Schulter legte. Und Lena war froh, dass ihre Mutter die Nachricht, dass ihr Ehemann mit seiner Stieftochter geschlafen hatte, nicht nur gefasst, sondern beinahe amüsiert aufnahm. „Ich danke euch für eure Ehrlichkeit und Offenheit und hoffe, dass es für euch beide schön war“, sagte sie, als Lena geendet hatte, und nahm sie und Frank gleichzeitig in die Arme und drückte sie beide an sich. Lena hätte heulen mögen vor Glück. Als sie sie beide dann losgelassen hatte, fragte sie ihren Mann: „Und, wie hat mein Nachwuchs sich so gemacht?“

„Mama!“, rief Lena empört aus, aber Frank beruhigte sie, indem er eine Hand auf ihren Arm legte und seiner Frau antwortete: „Sie hat natürlich bei Weitem noch nicht deine Erfahrung, Schatz, aber eine gute Veranlagung. In deiner Tochter stecken viel Lust und Liebe, Talent und Körperbeherrschung. Kann schon sein, dass sie in einigen Jahren dir ernsthaft Konkurrenz machen könnte.“ Lena war froh, dass ihre Mutter mit der Antwort zufrieden zu sein schien. „Na dann viel Erfolg beim Erfahrungensammeln“, wünschte Sabrina ihr. Lena begann nachzudenken, was ihre Mutter damit genau meinen mochte, als Lukas in die Küche kam und seinen Vater und seine Stiefschwester begrüßte. Und kurz darauf sagte Sabrina zu ihm: „Lukas, magst du dich ein bisschen um Lena kümmern? Dein Vater und ich müssen gleich noch mal weg, und Jan ist ja ohnehin bei Freunden.“ Lena entging nicht, wie ihre Mutter Lukas dabei zuzwinkerte, und Lukas antwortete „Aber gerne doch, wenn Lena das auch möchte!“ – und ließ dabei lächelnd mit Wohlwollen seinen Blick über Lenas Körper gleiten, was diese gar nicht als unangenehm empfand. „Kannst gerne in mein Zimmer kommen, wenn du möchtest“, sagte er an Lena gewandt, als er die Küche wieder verließ, „oder sag mit Bescheid, wenn ich in dein Zimmer kommen soll oder du gerne in einem anderen Raum mit mir Zeit verbringen möchtest!“

Kurz nach ihm verließ auch Frank die Küche, sodass Lena mit ihrer Mutter allein nun dort war.

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