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Chapter 24 by Fantasto Fantasto

Und nun?

Das Spiel mit dem Feuer

​Lena spürt das Adrenalin wie pures Feuer in ihren Adern. Jahrelang war sie die Vernünftige, die Brave, die Zuverlässige. Doch heute läuft das Spiel nach ihren Regeln. Sie will den Schüchternen die Angst nehmen – und gleichzeitig die sportlichen Machos, die sonst immer die große Klappe haben, eiskalt aus ihrer Fassade locken. Wenn Männer ihre Biologie nicht verstecken können, warum sollte sie das nicht als ihren ultimativen Vorteil nutzen?

​Sie dreht der Klasse langsam den Rücken zu. Jede Bewegung ist kalkuliert, fast wie in Zeitlupe. Langsam, zentimeterweise, schiebt sie ihre Hose über ihre Hüften und den Po nach unten.

​Als der Stoff fällt, geht ein kollektives, fast ungläubiges Luftholen durch den Raum. Unter der Hose trägt Lena einen knappen, eleganten Tanga. Niemand – absolut niemand – hätte das von der korrekten Lena Hoffmann erwartet.

​„Wow...“, entfährt es Tobi komplett ungefiltert. Er kann es gar nicht unterdrücken.

​Dieses eine Wort ist für Lena das Startsignal. Ein selbstbewusstes, fast triumphierendes Lächeln huscht über ihr Gesicht. Sie nutzt den Moment, baut die spürbare Schwingung in ihren Körper ein und beginnt für ein paar Sekunden, lasziv zu twerken. Der Anblick bringt die Dynamik im Raum endgültig zum Kochen. Kevin und Dennis starren mit offenem Mund da, unfähig, auch nur ein Wort rauszubringen. Die Macho-Fassade ist komplett pulverisiert.

​Dann wirft Lena die Haare nach hinten, dreht sich um und geht mit festen, nackten Schritten direkt auf Ben zu. Sie ist sich sicher: Ben hat in seinem Leben noch nie eine nackte Frau aus nächster Nähe gesehen. Sie bleibt direkt vor ihm stehen, greift nach dem Saum ihres Oberteils, hält inne und blickt ihm tief in die Augen.

​„Magst du mir das ausziehen?“, fragt sie mit rauer, aber fester Stimme.

​Kaum sind die Worte raus, zuckt sie innerlich kurz zusammen. Ein Bruchteil ihrer alten, kontrollierten Art meldet sich zurück. Sie weicht einen halben Schritt zurück. „Oh, shit... sorry. War das zu viel?“, murmelt sie, plötzlich besorgt, Bens Grenzen überschritten zu haben.

​Doch Ben, der eben noch so krampfhaft versucht hatte, die Fassung zu bewahren, sieht sie einfach nur an. Die anfängliche Nervosität in seinem Blick ist verflogen. Ein ehrliches, unglaublich entspanntes Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus.

​„Relax“, sagt er leise, und seine Stimme klingt erstaunlich ruhig und erwachsen. „Gerne, Lena. Ich helfe dir.“

​Er steht langsam auf. Alle Augen im Raum sind nun auf die beiden gerichtet. Herr Speitz steht wie angewurzelt da, die Arme verschränkt, unfähig zu intervenieren, während Frau Müller fasziniert beobachtet, wie Lena die gesamte Führung des Experiments übernommen hat.

​Ben tritt nah an Lena heran. Seine Hände sind leicht warm, als sie den unteren Rand ihres Oberteils berühren. Er wartet kurz auf ihren Blick, um sich ihrer Zustimmung zu versichern, und beginnt dann langsam, den Stoff nach oben zu schieben...

​Ben hilft ihr jetzt, das Oberteil auszuziehen.

Welche Grenzen fallen nun?

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