What's next?
Das Geschäftsessen
Dann hat mich Hassan eingeweiht. Heute Abend gäbe es einen Empfang bei einem neuen Geschäftspartner. Der verkauft Waren aller Art aus dem Hinterland. Und Hassan verkauft diese Waren weiter ins Ausland. Heute ginge es um die Besprechung einer neuen Kollektion für das nächste Jahr. Und von seinen 5 Frauen wollte niemand mitkommen. Viel zu langweilig.
Nach ca. 10 Minuten parkte Hassan vor einem großen umzäunten Haus mit Wachen am Tor. Wir gingen rein und ich wurde als 6. Frau von Hassan vorgestellt. Jedes Vorurteil wurde hier gebrochen. Ich war in einer europäisch eingerichteten großen Wohnung. Frauen, Kinder waren locker gekleidet und hielten sich im gleichen Raum auf, wie der Gastgeber und mein Mann. Der hatte mich vorgestellt und meinte, dass wir erst frisch zusammengekommen wären. Daher bat mein Gemahl darum die Gespräche heute auf Französisch zu führen. Die Themen waren vielfältig und hätten so auch in Marseille oder Paris stattfinden können. Gott und die Welt, das Wetter und der Dollarkurs, Kinder und deren Erziehung. Wo ich den herkäme und was ich in Zukunft machen wollte. Dabei gab es Abendessen. Einen Hunger hatte ich. Alle saßen an einer großen Tafel, die reichlich gefüllt war. Die meisten Speisen kannte ich nicht. Trotzdem lecker. Bis dahin ein Toller Abend.
Dann ging es ans geschäftliche. Die Kinder verließen das Zimmer. Genauso die Zweitfrauen des Gastgebers. Wir 4 Saßen nun auf 2 Sofas, die sich gegenüberstanden. Dazwischen war ein roter Teppich. Die Ware wurde von den Zweitfrauen hereingebracht. Junge Frauen, gerade dem Mädchen entwachsen, trugen luftige Sommerkleider und führten diese vor. Der Gastgeber beschrieb seine Ware auf Arabisch. Mein Mann antwortete in der gleichen Sprache. Ich verstand kein Wort. Es wurde gefeilscht als ginge es um den letzten Cent. Einige der Mädchen gingen danach mit einem glücklichen Gesicht hinter unser Sofa. Andere verließen den Saal.
Bei einem Mädchen wollte Hassan nicht. Die Frau des Gastgebers stand auf, ging hinter das Mädchen und entblößte ihr Oberteil, hielt ihre Titten hoch und sprach auf Hassan ein. Dabei bekam ich immer mehr den Eindruck, dass hier nicht die Kleider verkauft wurden, sondern die Kleiderständer.
Wo war ich hier nur hingeraten?
Ich hielt mich in meinen Äußerungen zurück. War besser so. Nach ca. einer Stunde hatten sich 8 junge Frauen auf unserer Seite des Laufstegs eingefunden. Etwa genauso viele hatte Hassan abgelehnt. Ein Muster konnte ich nicht erkennen. Ging es vielleicht doch um die Kleider? Also schwieg ich. Verstanden hatte ich ja doch nichts.
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