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Chapter 11 by Emmchen2010 Emmchen2010

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Candys erster Freier

Die Nacht war drückend heiß, der Dunst hing schwer in der Luft, als Candy die Straße entlangging. Sie fühlte den harten Asphalt unter ihren hohen Absätzen, spürte den kalten Luftzug, der ihre bloße Haut streifte. Die knappen, eng anliegenden Kleider schienen fast nichts von ihrem Körper zu verbergen, doch das störte sie nicht. Im Gegenteil: Es war das, wofür sie jetzt lebte, wofür sie bestimmt war.

Jeder Schritt, den sie machte, fühlte sich an, als ob er sie weiter in ihre neue Realität zog. Der Rausch, der in ihr brodelte, hielt sie in einem stetigen Zustand von Erregung. Es war nicht mehr nur ein Gefühl, das sie überkam, sondern eine allgegenwärtige Präsenz in ihrem Körper, als hätte ihr Verstand sich endgültig dem hingegeben, was die Puppe und der Mann aus ihr gemacht hatten. Jeder Schritt ließ ihren Körper vibrieren, ein leises Echo von Lust, das sie begleitete, als ob ihr Körper auf das wartete, was noch kommen würde.

Candy – dieser Name war jetzt alles, was sie kannte – sah die grellen Lichter der Straße auf sich zukommen. Die Neonlichter, die in der Ferne blinkten, warfen ein unstetes, unnatürliches Leuchten auf die heruntergekommenen Gebäude. Frauen wie sie standen an den Ecken, manche lehnten lässig an Wänden, andere versuchten aktiv, die Aufmerksamkeit der vorbeifahrenden Autos auf sich zu lenken. Candy fühlte sich auf eine seltsame Weise zu ihnen hingezogen – sie waren wie sie, verloren in ihrer Rolle, doch gleichzeitig fand sie in dieser Erkenntnis etwas Beruhigendes.

„Ich bin eine von ihnen“, dachte sie, und der Gedanke brachte einen Funken von Erregung in ihrem Inneren zum Flackern. Es war nicht länger schambehaftet, es war jetzt ihre Natur.

Ihre Lippen formten ein leichtes, unwillkürliches Lächeln, als sie sich in Position brachte, den Blick durch die Straße schweifen ließ und wartete. Ihre Hüften schwangen leicht, als sie sich bewegte, und sie spürte, wie die Augen der Männer in den vorbeifahrenden Autos auf ihr ruhten. Das Wissen, dass sie beobachtet wurde, ließ ein wohliges Kribbeln ihren Körper hinaufsteigen. Sie wollte gesehen werden, wollte begehrt werden. Es war das, wonach sie sich sehnte.

Nach einer Weile hielt ein dunkles Auto neben ihr. Der Fahrer ließ das Fenster herunter und sah sie an. Er war ein durchschnittlicher Mann, nicht zu ****, nicht zu alt, vielleicht Mitte vierzig. Sein Gesicht war emotionslos, abwartend.

„Was kostet’s?“, fragte er knapp, als er sie musterte.

Candy lächelte breiter. Ihr Herz schlug schneller, während die Worte, die sie jetzt mit so vertrauter Leichtigkeit sprach, aus ihrem Mund kamen: „Hundert für alles.“

Der Mann nickte kurz, und ohne weiter zu zögern, öffnete er die Beifahrertür. Vivien stieg ein, fühlte das weiche Leder unter sich, als sie sich in den Sitz sinken ließ. Ihre Hände zitterten leicht vor Aufregung, aber es war eine angenehme Nervosität, eine, die sie nicht mehr verunsicherte. Der Gedanke an das, was jetzt kommen würde, ließ ihre Brust sich enger ziehen, und ihre Atmung beschleunigte sich.

Der Mann fuhr mit ihr zu einem Parkplatz etwas abseits, in eine stille Ecke, wo nur die entfernten Geräusche der Stadt zu hören waren. Als er den Motor abstellte, herrschte einen Moment lang Stille. Vivien konnte das Hämmern ihres Herzens in ihren Ohren spüren, und der Verstand, der sich noch einmal in einem kurzen Funken zu regen versuchte, wurde schnell wieder von der aufkommenden Lust unterdrückt.

„So läuft das“, sagte der Mann, als er sich zu ihr umdrehte und sie scharf musterte. Seine Hände griffen nach ihr, als er begann, ihre Kleidung langsam zu öffnen, und Candy ließ es einfach geschehen. Es war keine Scham mehr in ihr, keine Angst. Im Gegenteil – es war das, was sie wollte, was sie brauchte.

Als seine Hände ihren Körper erkundeten, fühlte sie, wie sich ihre Gedanken vollständig auf ihren eigenen Körper konzentrierten. Die Hitze in ihrem Inneren breitete sich aus, und sie konnte nichts anderes mehr denken. Sie war hier, um das zu tun, wofür sie bestimmt war. Ihre Beine öffneten sich, ohne dass sie es bewusst tat, als hätte ihr Körper von selbst die Kontrolle übernommen.

Der Mann beugte sich über sie, zog sie weiter in den Sitz hinein, während seine Hände grob über ihre Haut fuhren. Candy spürte, wie sich die Lust in ihr aufbaute, intensiver wurde, bis sie fast unerträglich war. Ihr Körper schrie nach mehr, und als der Mann schließlich in sie eindrang, durchzog ein gewaltiger Orgasmus ihren Körper.

Es war, als würde die Welt um sie herum verschwimmen. Ihre Gedanken, ihr Bewusstsein lösten sich in einer Welle der Ekstase auf. Der Orgasmus schien endlos, ein alles verschlingendes Gefühl, das jede andere Emotion überlagerte. Mit jedem Stoß, den der Mann machte, mit jeder Berührung, die er auf ihren Körper ausübte, löste sich ein weiterer Teil ihres Verstandes, bis nichts mehr übrig war.

In diesem Moment vergaß sie alles.

Es gab keine Erinnerungen mehr an das, was gewesen war. Kein Gedanke an ein Leben, das sie einmal gehabt hatte. Kein Bild von Freunden oder ****, keine Erinnerungen an eine Kindheit oder an eine Zukunft, die sie sich vielleicht einmal vorgestellt hatte. Alles, was sie einst war – Lina – war ausgelöscht. Es existierte nicht mehr.

Sie konnte nicht mehr an ihr altes Leben denken, weil es nicht mehr existierte. Alles, was jetzt in ihr war, war die Lust, die Erfüllung in dem Moment, in dem sie ihren Körper gab, der Verstand, der sich vollständig diesem neuen Dasein unterworfen hatte. Jeder Gedanke, den sie je hatte, jeder Traum, jedes Ziel war wie ein Staubkorn im Wind davongetragen worden.

Sie war jetzt Candy. Und Candy war nichts anderes als eine voll funktionsfähige Hure.

Als der Mann sich in ihr ausgespritzt hatte und von ihr abließ, sich zurücklehnte und zufrieden den Reißverschluss seiner Hose wieder schloss, blieb Candy erschöpft auf dem Sitz liegen. Ihr Körper bebte immer noch nach den Wellen der Lust, die sie gerade durchlebt hatte, doch ihre Gedanken waren vollkommen leer. Keine Fragen, keine Zweifel – nur ein friedlicher, fast zufriedener Nebel.

„Guter Job“, sagte der Mann, während er ihr einen zerknitterten Geldschein zuwarf. „Vielleicht sehen wir uns ja wieder.“

Candy nickte mechanisch, ihre Lippen formten ein leichtes Lächeln, aber in ihrem Kopf war nichts. Kein Widerstand, keine Reue. Sie fühlte nur noch das Verlangen, das sie vollständig beherrschte. Das Geld steckte sie achtlos ein. Es bedeutete ihr nichts. Was zählte, war das, was sie jetzt war, was sie von nun an immer sein würde.

Als der Mann sie am Straßenrand wieder absetzte, fühlte Candy sich leicht, befreit. Sie war nichts mehr als ein Körper, bereit für den nächsten Mann, bereit für das nächste Mal. Kein Gedanke an die Zukunft, kein Gedanke an das, was sie einmal gewesen war.

Denn Candy wusste: Sie war eine Hure, und das würde sie für immer bleiben

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