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Bordell für 'Lucy'

Chapter 15 by Fotzenglotz Fotzenglotz

Die Aufregung in seinem Unterleib wollte gar nicht mehr abklingen. Das Gefühl, die raue Lederjacke zu tragen, während er gleichzeitig noch das Echo der sinnlichen Frau in sich spürte, war wie ein elektrischer Kurzschluss zwischen zwei Welten. Walter wusste, dass er an einem Scheideweg stand: Er konnte diese Erfahrung als einen einmaligen, verrückten Moment abtun – oder er konnte sie voll auskosten.

Und was für ein Auskoster!

Die Vorstellung, nicht nur kurz die Blicke zu stehlen, sondern wirklich in diese Rolle einzutauchen, ließ ihn erzittern. Die Idee, „Schlampe Lucy“ zu sein – eine Frau, die keine Scham kennt und die reine Lust zelebriert –, war so verrucht und gleichzeitig so berauschend, dass er fast laut aufstöhnen musste. Er wollte wissen, wie es sich anfühlt, wenn man nicht nur für einen Moment das Zentrum der Begierde ist, sondern wenn man diese Rolle mit jeder Faser seines Körpers lebt.

Er wollte die Grenze zwischen Walter und Lucy bis zum Äußersten dehnen.

Mit zitternden Fingern griff er nach seinem Smartphone, das in seiner Lederjackentasche steckte. Er lehnte sich gegen das kühle Metall der Lagerhalle und tippte mit einer fast schon fiebrigen Geschwindigkeit auf den Bildschirm. Sein Atem ging flach, während er die Suchmaschine öffnete. Er wollte nicht nur irgendeine Information; er suchte nach Möglichkeiten, nach Orten, nach dem ultimativen Erlebnis für seine neue Identität.

Er gab keine gewöhnlichen Begriffe ein. Er tippte Wörter ein, die seinen Puls noch weiter in die Höhe trieben.

„Bordell“, tippte er. „Schöne Frauen Bordell“, ergänzte er fast zwanghaft.

Er starrte auf das Display, während die Suchergebnisse geladen wurden. Die Vorstellung, als diese blonde Versuchung durch die Flure eines Bordells zu gleiten – oder vielleicht sogar dort ihre „Arbeit“ zu verrichten –, war berauschend. Er stellte sich vor, wie er als Walter in die dunklen Ecken der Stadt eintaucht und als Lucy Cat das Licht sucht, um Männern den Verstand zu rauben.

„Ich will es wissen“, flüsterte er leise vor sich hin, während seine Augen auf den ersten Treffer der Suchliste fixiert waren. „Ich will wissen, wie weit man gehen kann, wenn man keine Hemmungen mehr hat.“

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