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Chapter 21
by
Reyhani
What's next?
Beim Frühstück
Grade war die Welt wieder in Ordnung. Im Frühstücksraum schaufelte sich Annabelle den warmen Haferbrei mit den süßen Früchten in ihren Mund. Erst jetzt merkte sie, wie hungrig sie war. Langsam breitete sich ein wohliges Gefühl von Sättigung in ihrem Bauch aus. Dankbar lächelte sie Maria an, die ihr gegenüber an dem langen Tisch saß.
Der Frühstücksraum der Gemeinde erinnerten Annabelle an eine Jugendherberge. Erst wenn man genauer hinsah, merkte man, dass das keine normale Jugendherberge sein konnte. Männer und Frauen saßen streng getrennt und am Kopf des Saals war eine separate Tafel. Die war für die Mitglieder des Rates reserviert, hatte Maria erklärt.
Eine andere Merkwürdigkeit war, dass alle Frühstücksgäste hier dieselbe Kleidung trugen. Die Männer dunkle Hosen und weiße Hemden, die Frauen helle, einfache Kleider. Aber Annabelle wollte sich nicht beschweren. Sie war froh, dass sie ihr Kleid, das sie bis dahin nur auf dem Arm getragen hatte, endlich einmal anziehen durfte, nachdem sie die Kapelle verlassen hatten.
Nur die blasse Frau mit den schmalen Schultern schräg gegenüber saß mit bloßen Brüsten am Tisch. Ihr Kleid hatte ein so tiefen Ausschnitt, dass sie vorne herausguckten. Annabelle musste sich zwingen, nicht dauernd zu ihr hinüberzustarren. Ihre Blicke waren aber wohl doch zu aufdringlich gewesen, denn die Frau sah sie jetzt direkt an und kam zu ihr herüber.
Als sie aufstand, staunte Annabelle. Ihr Kleid war vorne vollständig offen, so dass nicht nur ihre kleinen Titten, sondern auch ein beachtlicher Babybauch sichtbar waren. Das war schon die zweite Schwangere, die Annabelle heute sah. Wenn sie sich aufmerksamer im Raum umgesehen hätte, hätte sie festgestellt, dass noch ein paar andere Frauen, diese offenen Gewänder trugen.
„Hallo, ich heiße Yvonne“, stellte sich die Schwangere vor, die ungefähr in Annabells Alter sein musste. „Du must die Neue sein. Ich war gestern zu müde, um zu deiner Begrüßung zu kommen. Ich hoffe du hast alles gut überstanden.“
Annabelle schwieg. Sie wollte nicht an den gestrigen Tag denken. Sie hatte schon genug damit zu tun, die Herausforderungen im Hier und Jetzt zu meistern. Der warme Klumpen Haferbrei in ihrem Magen hielt grade so die verstörende Szene beim Morgensegen in Schach.
Zum Glück schaltete sich Maria ein: „Alles gut. Ich kümmere mich um Annabelle. Und wie geht es dir Yvonne? Alles in Ordnung mit unserem Nachwuchs?“
„Ja, alles in Ordnung. Das werden noch ein paar anstrengende Wochen aber dann habe ich meine Aufgabe erfüllt und mir eine Pause im Babyhaus verdient.“
Jetzt wandte sich Yvonne direkt an Annabelle: „Kopf hoch du wächst schon noch in unsere Gemeinschaft hinein. Wir helfen dir alle, deiner Bestimmung gemäß zu leben und die Sünde zu besiegen.“
Yvonne drückte kurz Annabelles Schulter und ging dann ihre leere Schale wegräumen. Maria erklärte ungefragt, dass Yvonne seit einem knappen Jahr hier sei und dass es das erste Kind sei, dass sie der Gemeinschaft schenken werde.
„Da haben sie und ihr Mann sich sicher gefreut. Aber warum muss sie denn halbnackt herumlaufen?“, wollte Annabelle wissen.
„Sie ist das lebendige Zeichen, dass die Gemeinschaft der **** Gottes wächst und gedeiht. Das sollen alle ständig vor Augen haben. Es ist eine große Ehre, für die sie und das Kind mit der Fülle des heiligen Samens belohnt werden.“
Das klang so wie aus einem der Lehrfilme, die Annabelle gestern gucken musste. Vorstellen konnte sie sich darunter nichts. Maria merkte es und präzisierte lakonisch: „Alle Brüder sind angehalten, so oft wie möglich in sie hineinzuspritzen.“
Annabelle blieb die Luft weg und fing an zu stammeln. “Aber ihr Ehemann … sie ist doch schon schwanger ...“
„Wir müssen der Gemeinschaft mit allen unseren sündigen Löchern dienen, solange wir können. Das Privileg einen Ehemann zu haben, musst du dir erst verdienen. Das war bei mir nicht anders. Aber das wirst du alles noch verstehen. Ich bringe dich gleich zum Unterricht für die Neuen. Da bekommst du es noch einmal genauer erklärt. Aber jetzt komm. Ich muss dich noch dem Rat vorstellen.“
Annabelle war schon dabei zu protestieren, aber Maria ließ sie einfach stehen. Was blieb Annabelle übrig, als ihr schnell zu folgen. Maria war diejenige, die wusste, wie das Leben hier funktionierte. Aber falsch war es trotzdem, was Maria gesagt hatte. Daran würde auch kein Unterricht etwas ändern. Annabelle würde sich nie mit diesem perversen Gedankengut abfinden. Sie musste so schnell wie möglich hier rauskommen.
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die Gottes
Prolog
Die Gemeinschaft " Gottes" hat sich von der restlichen Welt isoliert. Sie helfen Sündern Buße zu tun, ob sie wollen oder nicht.
Updated on Dec 21, 2025
by Findra
Created on Oct 22, 2025
by Findra
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