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Backstage
Der Sheriff grinste höhnisch. „Willkommen in deinem neuen Zuhause!“
Er setzte sich auf die Kante des Bettes, das als Antwort bedrohlich knackte.
Eve sah sich ernüchtert um. Es war nicht einmal ein Zimmer, in das er sie geführt hatte, sondern eine Art große Umkleidekabine mit einem Bett, einer Kommode und einem riesigen Spiegel. Statt einer Tür gab es einen Vorhang und nach oben war die Kabine offen, so dass sie von den grellen Deckenspots beleuchtet wurden.
„Ich erwarte, dass du dich hier ein bisschen nützlich machst. Jeremiah brauch Unterstützung, sonst tanzen ihm die Mädels auf der Nase herum. Du machst einfach, was er sagt. Ist leider so, dass die Mädels nicht zu viel zu gebrauchen sind. Ich weiß auch nicht, was die heutzutage überhaupt in der Erziehungsanstalt lernen. Und hast du dir unsere Pummelchen mal angeguckt?! Nicht mal Sport scheinen die noch zu machen ...“
Musst du grade sagen, Fettsack.
„Hier in unserer Anstalt in Springfield läuft das ganz anders. Habe mir grade letzte Woche eine Tour geben lassen. Die heimischen Mädels haben mehr Mark und Dr. Schneider vermittelt ihnen die nötige Disziplin. Die Springfield-Mädels sind im ganzen Land gesucht – New York, Florida, Kalifornien ...“
I wish they all could be Californian girls.
„Nur für die Jungs aus Springfield sind sie offenbar zu gut. Meine Meinung kennst du ja: Rationierung und Umverteilung sind pure Abzocke. Am Ende kriegen wir den ganzen Schrott. Das gibt noch richtig Ärger, wenn das so weiter geht. Wenn ich die fetten braunen Schlampen sehe, denke ich immer, die nimmt doch nie jemand. Aber Jeremiah bringt sie alle an den Mann. Die sind schneller weg, als du „Auf die Knie“ sagen kannst. Ein Genie, der Junge.“
Schwer einzuschätzen, der Typ. Ich würde eher sagen harmlos.
„Also – mach dich nützlich. Dann stelle ich keine weiteren Nachforschungen an, wo du herkommst und so. Und jetzt zeig mir mal, was du kannst.“
Sich mit beiden Händen abstützend lehnte der Sheriff sich leicht zurück. Dabei sah er Eve erwartungsvoll aus seinen wässrig blauen Augen an.
Es lief immer auf dasselbe hinaus. Wie jede arbeitende Frau wusste Eve genau, was sie ihrem Chef schuldig war. Auch wenn ihr Arbeitsverhältnis im Country Club ziemlich inoffiziell war, so galten doch überall dieselben Regeln: Frauen hatten für ein gutes Arbeitsklima zu sorgen. Ihren Körper hatten sie in angemessener Kleidung frei zur Verfügung zu stellen und mussten kleinere sexuelle Dienste bereitwillig übernehmen. So stand es in der Betriebsverfassung und in jedem Arbeitsvertrag.
Wie oft hatte Eve beobachtet, wie ein Referent an den Schreibtisch einer jüngeren Kollegin getreten war, um zur Entspannung schnell einen Schuss loszuwerden. Hose runter, Mund auf, dabei ein bisschen Titten fummeln, fertig.
Natürlich musste eine Büroschlampe schlucken. Nur Staatssekretäre konnten es sich erlauben, eine Schreibkraft zu markieren. Das war demütigend, hatte aber den Vorteil, dass die Kollegin für alle sichtbar für den Rest des Tages gesperrt war. Aber da Staatssekretäre Anspruch auf eine persönliche Assistentin hatten, kamen sie nur selten in Eves Großraumbüro.
Aufgrund dieser Erfahrungen fühlte sich Eve zwanzig Jahre jünger, als sie vor dem Sheriff in die Knie ging. Das Gefühl war nicht nur schlecht.
Der Schwanz des Sheriffs, den Eve auspackte, war eher klein. Unter dem Bauch war er schwierig zu erwischen. Immerhin stand er schon, als sie anfing, ihn langsam zu wichsen.
Das Ding in den Mund zu nehmen, war schon weniger angenehm. Dazu muss Eve ihre Stirn in den Wanst des Sheriffs drücken. So verschaffte sie sich ein wenig Platz zum Arbeiten, aber sie konnte nicht richtig atmen und es roch komisch.
Der Sheriff brummte zustimmend. „Das machst du schon ganz gut, Schlampe. Das muss Routine sein. Und jetzt zeig mir noch die weißen Titten, damit wir schnell fertig werden. Hab nicht ewig Zeit.“
Eve war froh, dass sie dieses Mal selbst aktiv werden durfte. Sie knöpfte sich ordentlich die Bluse auf. So war der Zugriff des Sheriffs weniger rabiat. Er wog ihre Brüste fast zärtlich in der Hand. Dabei fuhr sie fort, seinen Schwanz auf kleiner Flamme zu garen. Sie musste jedoch feststellen, dass er zusehends in sich zusammenfiel. Auch wurden seine Handbewegungen gradezu zögerlich. Was war los?
Eve hatte die Frage nicht laut ausgesprochen. Solche Unverschämtheiten getrauten sich Frauen schon lange nicht mehr zu artikulieren. Trotzdem antworte der Sheriff. Er hatte auch gemerkt, dass etwas schief lief.
„Ich kann eben nicht, wenn so einer zusieht.“
Ärgerlich blickte er dabei zum Eingang der Kabine. Wie lange Jeremiah da schon mit einem breiten Grinsen im Gesicht stand, konnte Eve nicht sagen.
„Ich wollte nur mal schauen, wie es so läuft. Ich bräuchte Eve jetzt wirklich dringend. Jemand muss Bier nachbestellen. Sonst sitzen die Jungs bald auf dem Trockenen.“
Dem Sheriff war sichtlich die Lust vergangen und er packte grummelnd ein.
„Du kannst sie haben. Die Schlampe ist mir eh zu alt. Und wenn der Senator nicht wäre, hätte ich dich längst verhaftet. Mit mir läuft nichts, merk dir das. Da kannst du so lange sehnsüchtig auf meinen Schwanz gucken, wie du willst.“
Der Sheriff drängte aus der Kabine vorbei an Jeremiah, der einen Lachanfall kaum unterdrücken konnte.
Der Chef des Country Clubs oder was immer er auch war zwinkerte Eve verschwörerisch zu und sprach ein paar aufmunternde Worte. Eve, die immer noch vor dem Bett kniete, war von der abrupten Wendung der Situation verwirrt. Die Verwirrung steigerte sich noch, als Jeremiah ihr eine kleine Pappschachtel überreichte.
„Zur Vervollständigung deiner Uniform. Zieh dich in Ruhe um. Wir treffen uns vorne.“
Aus der Schachtel zog die staunende Eve einen schwarzen Body. Das Material war halbtransparent, aber dafür hatte es einen hochgeschlossenen Ausschnitt. Sie konnte ihre Bluse halb geöffnet lassen und hatte sich doch in ihrer Arbeitskleidung noch nie so angezogen gefühlt.
Im Ministerium gab es immer wieder Gerüchte über die ‚guten‘ Chefs – solche, die keinen Spaß an der täglichen Demütigung ihrer Untergebenen hatten, die aus Angst vor Entdeckung selbst zurückhaltend und vorsichtig sein mussten.
Vielleicht habe ich ja auch mal Glück gehabt. Ausgerechnet hier in diesem Nest.
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