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Chapter 19 by Ozwalt Ozwalt

What's next?

Aufgeflogen?

Wie in Trance ging ich auf mein Zimmer. Die Gedanken schossen mir nur so durch den Kopf. Was genau hatte sie gesehen? Warum war sie nicht außer sich vor Zorn? Hat Sie das nur so gesagt und eigentlich doch nichts mitbekommen? Ich wusste nicht mehr, was ich davon halten soll. Alles drehte sich. Besser, ich ginge den beiden fortan aus dem Weg.

Während all dieser Gedanken bin ich wohl auf dem Bett liegend eingeschlafen. Erst als sich meine beste Freundin Andrea schon fast im Raum befand, erwachte ich aus einem sehr chaotischen Traum. Ich muss wohl sehr verpennt ausgesehen haben, denn sie fing sofort an zu kichern, schloss die Tür und setzte sich zu mir aufs Bett.

"Also Anna, Du musst ja schön wild geträumt haben" lachte sie, und da fiel mir auf, dass mein Kleid im Schlaf verrutscht war. Naja ich hatte es fast ausgezogen, bis über die Brüste hoch, der BH verrutscht und auch mein Höschen verdeckte nichts mehr.

Vor Andrea brauchte ich mich deswegen nicht zu schämen, wir sind zusammen im Schwimmverein und auch sonst oft sportlich unterwegs. Es gab nichts, was wir uns zum Beispiel beim Duschen nicht schon näher angeschaut hätten. In der Schule sind wir das Dream-Team schlechthin, man nannte uns sogar Ann-Drea mit beiden Silben betont, weil wir so oft zusammengluckten. So meinte ich auch nur trocken "Ups!" und begann, mich zu ordnen.

"Ich hab vielleicht was Blödes geträumt: Ich habe nackt auf einem Bett gelegen und konnte mich nicht rühren. Drei oder vier Männer - gutaussehende Männer - haben an mir rumgespielt und wilde Sachen mit mir angestellt. Ich konnte mich nicht dagegen wehren und diese Männer begrapschten mich am ganzen Körper. Dann viel mir auf, dass meine Fesseln lose waren und dass ich mich durchaus hätte wehren können, aber ich hielt trotzdem still und ließ alles mit mir geschehen, weil ... weil, ich weiß auch nicht, ich durfte nicht, es war mir verboten und ich musste gehorchen und irgendwie wollte ich gehorchen. Vielleicht wäre ich dahinter gekommen, wenn Du mich nicht geweckt hättest, Du dumme Kuh!", erklärte ich ihr meinen Traum und gab ihr einen spielerischen Klapps.

"Oh, das tut mir aber leid," lachte sie, "vielleicht kannst Du ja heute Nacht weiterträumen?" Dabei drückte sie mich endlich zur Begrüßung, wie wir das immer tun.

"Ich muss Dir unbedingt was erzählen." raunte ich ihr zu, "Aber nicht hier, lass uns ins Einstein gehen."

Einstein?

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