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Chapter 11 by kleinehexe kleinehexe

Was erwartet ihn in der Straße?

Auf der Suche

Auch in der Querstraße herrschte jetzt Hochbetrieb. Sie war überfüllt von Freiern, Huren und allerlei Partyvolk. Immer wieder spürte er die lüsternen Blicke der Freier an seinem Körper und freute sich, dass scheinbar niemand einen Verdacht hegte. Die Verwandlung durch den iBod schien wirklich perfekt funktioniert zu haben. Andererseits war ihm aber auch unwohl, da er hier ohne die Unterstützung seiner Kollegen auf sich allein gestellt war. Sein nuttiges Outfit ließ keinen Zweifel aufkommen, welcher Tätigkeit er nachging. Wenn er seine Tochter so erwischen würde, aber da! Er füllte sich nackt und schutzlos den Blicken ausgeliefert, da der kurze Rock und das knappe Oberteil mehr zeigten, als was sie verbargen. Es wurde nun wirklich Zeit für den Test, ob er als Frau so durchgehen würde. Immer wieder musterte er ihm entgegen kommende einzelne Männer und überlegte, ob er sie ansprechen sollte. Er hatte sich schon einige passende Sätze für die Verhandlungen mit den Freiern zurechtgelegt. Auch wusste er selbst von eigenen Ausflügen ins Rotlicht, wie diese abliefen. So hatte er sich doch in den letzten Jahren regelmäßig die eine oder andere schnelle Nummer außerhalb seiner Ehe gegönnt.

Die Entscheidung wurde ihm plötzlich abgenommen, als aus einer Kneipe mehrere Betrunkene lautstark heraus torkelten. Im Nu war er umgeben von einem guten Dutzend angetrunkener Kerle, die ihn immer enger einkreiste.

"Na, du hast wohl schon auf uns gewartet? ... Blasen, wie viel? ... gibt's du uns auch Mengenrabatt?"

Auch die derben Hände, die sich hemmungslos an ihm zu schaffen machten, ließen keinen Zweifel aufkommen, was die Meute im Sinn hatte. Klackner war derart überrumpelt von der dreisten und üblen Art, dass er nicht merkte, wie ihn die Gruppe immer weiter in Richtung der kleinen Gasse neben der Kneipe manövrierte. Aus dem Blickfeld der übrigen Passanten gedrängt, war er den Kerlen nun im Dunkel ausgeliefert. Unfähig, sich aus den Griffen der unzähligen Hände zu befreien, wurde ihm seine Situation schlagartig bewusst. Das Opfer einer Gruppenvergewaltigung zu werden, so hatte er sich den iBod-Test nicht vorgestellt. Als Kommissar der alten Schule hatte er in all den Dienstjahren nie Mitleid gehabt mit den Opfern von derartigen Übergriffen. Er war immer der Überzeugung gewesen, dass sich diese ja erst selbst in die Gefahr gebracht hatten. Was hatten sie auch in solch einem Outfit, an solchen Orten, zu diesen Zeiten zu suchen?

Ein "Unser Peter heiratet morgen, mach's ihm doch mal umsonst!" katapultierte ihn zurück ins Hier und Jetzt.

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