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Chapter 8
by
Meister U
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Anweisungen
Der Gutsherr nickte Finn zu. "Pony in den Stall. Die Hufschmiedin wartet schon." Finn trat vor, packte Klara Oberarm. Sie zuckte zusammen als er sie aus dem Saal führte. Ihre nackten Füße schlurften über das Holz.
Kurz darauf verließen auch die anderen Männer und die restlichen Frauen den Raum, bis auf Dr. Richter, die sich mit einem Notizblock in eine Ecke setzte. Die Tür fiel ins Schloss.
Dann wurden Schüsseln aufgetragen. Ein kräftiger Eintopf mit Gemüse und Fleisch, duftend und dampfend. Das Brot daneben war frisch und knusprig. Johanna aß mit einem Heißhunger, den sie vergessen hatte. Der Geschmack war herausragend, jede Gewürznote perfekt abgestimmt. Es war Kraftfutter.
Maja, der die üppigen Kurven angesichts ihrer "Aufgabe" offenbar zum Verhängnis werden sollten, bekam nur eine halbe Portion in ihre Schüssel gefüllt. Sie stöhnte theatralisch auf. "Das ist ja kaum eine Vorspeise!"
"Das genügt, Maja", sagte die Ärztin trocken, ohne von ihrem Block aufzusehen. "Genieße es."
Maja ackerte sich mit übertriebener Langsamkeit durch die kleine Portion. Als die Schüssel mit dem Nachschlag herumgereicht wurde, wurde sie an ihr vorbeigetragen. Sie seufzte tief, doch in ihren Augen funkelte eine herausgeforderte Erregung.
Anja, die Blonde, aß genussvoll. "Es schmeckt so gut".
Johanna beobachtete das Tischgeschehen, während sie aß. Die Stimmung war seltsam geladen, eine Mischung aus nervöser Anspannung und fast feierlicher Vorfreude. Es war, als stünde man vor dem ersten Tag eines lang ersehnten, extremen Abenteuerurlaubs. Jede kannte ihre Rolle, jede wusste, was auf sie zukam, und diese Gewissheit, so schrecklich sie für Außenstehende sein mochte, erzeugte eine Art Kameradschaft.
"Eine Woche", seufzte Maja träumerisch und leckte ihren Löffel ab. "Stellt euch vor, was die alles mit uns vorhaben." Ihr Blick war weit entfernt, voller süßer Erwartung.
"Elf", hauchte Anja und errötete sofort bis über die Brust. "Das sind... viele."
Johanna sagte nichts. Sie spürte das kalte Metall der Klammer bei jeder kleinen Bewegung, eine stete, schmerzhafte Erinnerung an den Grund ihres Hierseins. Der Eintopf wärmte ihren Bauch, aber die Hitze, die wirklich in ihr loderte, kam von innen. Von der Vorstellung der leeren Karte, die sie füllen durfte. Von den elf verhüllten Versprechungen. Von dem Pranger, der morgen kommen sollte.
Sie war so erregt, dass es fast schmerzte.
Dr. Richter sah von ihrem Block auf. "Vergesst das Wasser nicht. "
Johanna nahm einen weiteren Schluck Wasser. Es war kühl und klar. Es spülte den letzten Geschmack des Eintopfs hinunter, aber es konnte die bittersüße Erwartung nicht wegspülen, die in ihr brannte. Sie war bereit.
Die Tür zum Speisesaal quietschte noch einmal auf. Alle Blicke wanderten dorthin.
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Johanna
[18 | Hamburg | Dominanz & Unterwerfung | Teil 2 - Reiterhof]
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