Wir wird sich Ishtar wohl präsentieren?

Als ziemlich hilfebedürftig

Chapter 206 by Hentaitales Hentaitales

"Na ja..." Ishtars Gesichtsausdruck wurde etwas ernster. "Wie soll ich das sagen, es wird immer schwieriger, mich alleine durchzuschlagen. Ich hatte mal einen ganz guten Stand mit dem, was ich so gemacht habe, aber das ist in den letzten Jahren ziemlich strapaziert worden. Meine Connections sind eine nach der anderen abgerissen. Eigentlich bleiben mir nur noch zwei Unterstützer, und natürlich meine Familie. Aber die kann ich nicht noch tiefer mit reinziehen, als sie eh schon drinsteckt. Also muss ich mich nach einer neuen Bleibe umsehen. Und ihr..." Sie lächelte fast schüchtern. "Ihr habt ja wirklich Wellen geschlagen letztes Jahr."

"Lenk mal nicht von dir ab", sagte Steffen unbeeindruckt. "Du hast von dem geredet was du 'so gemacht hast'. Die Wahrheit ist doch, du hattest mal um dich herum Leute geschart, die dir sexuell hörig waren und hast dich von denen anbeten lassen."

Zur allseitigen Überraschung errötete Ishtar bei diesen Worten leicht. "Das ist wahr", sagte sie. "Ich hab's eigentlich nur gemacht, weil ich's konnte - weil es wirklich so gar kein Aufwand war, und weil es ausnahmslos allen Spaß gemacht hat. Ursprünglich waren es mal nur Männer, aber dann kamen auch Frauen dazu, weil- Na ja, ich bin in der Lage, Männer ein bisschen leistungsfähiger zu machen, und das hat natürlich auch andere Frauen interessiert, wenn die besser waren als der Durchschnitt, und je länger die Sache mit denen lief, desto weniger hatte es war mit Anbetung zu tun und um so mehr hatte es einfach nur mit wirklich gutem Sex für möglichst viele Leute zu tun." Sie lächelte kurz. "Und natürlich mit möglichst vielen Babys. Es war mir immer sehr wichtig, dass meine Gemeinde sich auch fortpflanzt."

Lorena erwiderte das Lächeln. "Damit bist du bei uns schon einmal richtig", sagte sie, "auch wir möchten unser Erbe weitergeben. Wie viele Kinder hast du inzwischen?"

"Keine", sagte Ishtar, und auf ihr Gesicht fiel sofort ein Schatten.

"Keine?" Lorena sah sie überrascht an. "Aber-"

Ishtar schüttelte betrübt den Kopf. "Ich war wirklich dumm. Ich war mit so vielen Männern zusammen, aber bei keinem von denen war mir das Sperma gut genug, um damit ein Kind zeugen zu wollen. Nur einer, ein einziger, dem hab ich's erlaubt, und wir hatten absolut perfekte Kinder zusammen. Und dann..." Sie stockte. "Ich hab sie weggegeben. Damit ich so weitermachen konnte wie vorher. War die größte Dummheit meines Lebens, wenn ich heute drüber nachdenke."

Pandora sah sie durchdringend an. "Deine Kinder", wollte sie wissen, "wo sind die heute, wenn du sie weggegeben hast?"

"Bei anderen Familien, die nicht wissen, woher sie stammen", sagte Ishtar leise. "Und alle Informationen, wo sie gelandet sind, die sind inzwischen vernichtet. Es gab damals eine Firma, die an uns geforscht hat, als das noch nicht explizit verboten war-"

"Panacea", unterbrach Pandora sie.

Ishtar sah sie verblüfft an. "Woher weißt-"

Aber Pandora schüttelte nur den Kopf. "Unwichtig. Wichtig ist, dass ich jetzt eine ganz gute Idee habe, wer du bist."

"Und..." Ishtar wirkte verunsichert. "Wer bin ich, in deinen Augen?"

"Jemand, gegen den ich nichts einzuwenden habe." Sie lächelte plötzlich. "Leute, ihr könnt ohne mich hier weitermachen. Wenn ihr später entscheidet, ob ihr Ishtar bei uns reinlasst oder nicht: meine Stimme hat sie."

Lorena sah irritiert zu ihr. "Wie meinst du das?"

Pandora grinste vergnügt. "So wie ich's sage." Sie blickte noch einmal zu Ishtar. "Viel Glück noch, Obaa-san", sagte sie, dann schloss sie die Augen und verschwand. Offenbar hatte sie sich ausgeloggt.

"Obaa-san?" Ishtar sah hilfesuchend um sich. "Was meint sie damit?"

"Es ist japanisch für 'Tante'", seufzte Steffen, "damit sprechen junge Japaner Damen im mittleren Alter an. Im Prinzip hat sich dich als alte Schabracke bezeichnet. Anscheinend kann sie es wirklich keine zehn Minuten aushalten, ohne jemanden zu beleidigen. Sorry."

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Wie geht es jetzt mit ihr weiter?

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