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'Sie' ist weg

Chapter 12 by Fotzenglotz Fotzenglotz

Wenige Minuten später schwang die Badezimmertür erneut auf. Walter, der nun wieder vollständig in der Rolle von Alison schlüpfte, trat ins Zimmer. Das dünne weiße Unterhemd war knapp bemessen und betonte die neuen, weiblichen Kurven, während die kurzen Boxershorts kaum etwas verbargen.

Er wirkte entschlossen, fast schon kühl. Das Gesicht von Alison war nun wieder auf den perfekten Ausdruck von „bereit für die Welt“ getrimmt: ein Mix aus jugendlicher Frische und einer Spur von verführerischer Arroganz.

„Was machst du denn da?“, fragte Peter verwirrt, als er sah, wie 'Alison' begann, hastig ihre Sachen zusammenzusammeln. Sie warf Kleidung und Habseligkeiten in einen kleinen Koffer, als ginge es um Leben und Tod. „Wo willst du hin?“

„Ich muss verschwinden, Sohnemannantwortete sie mit einer Stimme, die zwar sanft klang, aber keinen Raum für Diskussionen ließ. Sie schloss den Reißverschluss des Koffers mit einem entschlossinen Ruck. „Du hast gesagt, du bist ein Anfänger? Dann ist es gut, dass ich jetzt gehe. Ich brauche jemanden, der weiß, was er will – und zwar sofort.“

Bevor Peter auch nur eine Antwort formulieren konnte, hatte sie ihre Tasche über die Schulter geworfen. Sie trat ans Fenster und gab einem kurzen Blick nach draußen, dann griff sie zum Telefon. „Ein Taxi, bitte. Sofort!“

Kaum war das Klingeln der Leitung verstummt, war sie wieder in Bewegung. Sie packte letzte wichtige Dinge zusammen und wirkte dabei fast schon gehetzt, als wollte sie die Erinnerung an den Moment mit Peter so schnell wie möglich hinter sich lassen.

„Warte! Du kannst doch nicht einfach gehen!“, rief Peter ihr hinterher, während er versuchte, seine Kleidung wieder ordentlich zu richten. „Wohin gehst du denn jetzt!?“

Sie hielt kurz inne, ein spöttisches Lächeln auf den Lippen von Alisons Gesicht. „In die Stadt. Dort gibt es Orte, an denen man lernt, wie man mit einem... ‚großen Schwanz‘ richtig umgeht. Ich werde mich schon finden.“

Draußen ertönte das vertraute Hupen eines Taxis. Sie warf Peter einen letzten, fast schon mitleidigen Blick zu, drehte sich um und verließ den Raum. Das Geräusch ihrer Schritte auf dem Flur wurde leiser, bis nur noch die Stille im Zimmer blieb – und der ferne Klang des Motors des Taxis, das sie in ihr neues Leben transportierte.

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