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Chapter 14 by Meister U Meister U

Was antwortet Saya?

"Clever"

Johanna kehrte am frühen Nachmittag in die Jugendherberge zurück. Die Energie der Stadt und die Ereignisse des Vormittags hatten sie ausgelaugt. Sie warf sich auf ihr Bett und fiel sofort in einen tiefen, traumlosen Schlaf, der sie für mehrere Stunden völlig auslöschte.

Gegen 15 Uhr wachte sie auf, verschwitzt und mit trockenem Mund. Sie ging unter die Dusche und ließ eiskaltes Wasser über ihren zerknitterten Körper laufen. Die Schmerzen an ihren Handgelenken und Brüsten waren zu einem erwartungsvollen Pochen verblasst. Sie wollte so viel mehr.

Anschließend schlüpfte sie in Jeans und ein T-Shirt und verließ die Herberge. Ihr Ziel war die Mönckebergstraße. In einem großen H&M kaufte sie ein neues Kleid. Es war aus hellrosa, hauchdünnem Viskosejersey und fiel locker bis zur Mitte der Oberschenkel. Sie trug auch hierbei nichts darunter. Der Stoff fühlte sich weich an, aber sie spürte sofort, wie er bei jedem Schritt ihre empfindlichen Schamlippen ganz leicht berührte.

Sie aß ein fettiges Stück Pizza an einem Imbiss-Stand, während sie die Menschen beobachtete. Dann schlenderte sie durch die glitzernde Europapassage. Sie genoss die Blicke, die ihr neues, fast durchscheinendes Kleid auf sich zog. Ein älterer Mann musterte sie so intensiv, dass sie fühlte, wie sich ihre Nippel unter dem Stoff verhärteten. Sie hielt sich daran, berührte sich nicht, obwohl das Verlangen fast übermächtig war.

Gegen Abend setzte sie sich in ein Café am Alsterufer. Sie bestellte einen Kakao und ließ ihn unberührt vor sich stehen. Sie beobachtete die Paare, die Familien, die normalen Menschen. Ihre eigene Realität fühlte sich scharf und fremd dagegen an. Ihr Telefon vibrierte. Eine Nachricht von Bernd in der Gruppe: Treffen um 19 Uhr im Zimmer. Sie hatte noch etwas mehr als eine Stunde, trank ihren Kakao und ging.

Sie duschte ein zweites Mal, noch gründlicher. Sie rasierte sich restlos glatt. Dann zog sie das rosafarbene Kleid wieder an. Sie setzte sich auf die Bettkante, die Hände auf den Knien gefaltet, und wartete. Sie war bereit.

Gegen halb kamen sie zurück. Die beiden blonden Mädchen.

Die eine, mit den strohblonden, langen Haaren, trug enge, schwarze Lederhosen und ein einfaches weißes Tanktop. Ihr Make-up war perfekt, ihre blassen Augen musterten Johanna sofort, kühl und abschätzend.

Die Zweite, mit den honigblonden Wellen, war lässiger gekleidet in einer ausgewaschenen Jeans und einem weiten, weinroten Pullover. Sie lächelte Johanna ein wenig schüchtern zu.

Sie stellten ihre Taschen ab, ohne ein Wort zu sagen. Die Stille war bedrückend. Johanna spürte, wie ihr Mund trocken wurde. Sie spürte den weichen Stoff des neuen Kleides auf ihrer Haut, das Fehlen von Unterwäsche darunter.

Die Blonde in Leder ging als Erste auf sie zu. Sie blieb direkt vor Johanna stehen, so dass diese ihren Duft roch – eine Mischung aus kaltem Wind und teurem Parfüm.

"Das Kleid ist eine Verbesserung", sagte sie mit ihrer klaren, leicht akzentbehafteten Stimme. Ihre Hand berührte Johannas Wange, die Finger kühl. "Aber ich bevorzuge Haut."

Ihre Finger glitten hinunter zur Vorderseite des Kleides, wo der Stoff über Johannas Brüste spannte. Sie rieb sanft über die Stelle, bis sich die Warzen darunter hart anfühlten und deutlich unter dem dünnen Stoff abzeichneten.

Die andere Blonde beobachtete das Ganze von ihrem Bett aus, die Beine untergeschlagen. In ihren Händen hielt sie eine Haarspange, die sie gedankenverloren öffnete und schloss. Klick. Klick.

Johanna atmete flach. Das Spiel ging aufregend weiter.

„Ich bin Freja“, sagte die Blonde in den Lederhosen. Sie lehnte sich gegen den Kleiderschrank und verschränkte die Arme. „Neunzehn. Aus Stockholm.“ Ihr Blick war eisig und direkt. „Ich mag Kontrolle. Und ich mag es, wenn Menschen ihre wahren Seiten zeigen. Die, die sie normalerweise verstecken.“

Das honigblonde Mädchen auf dem Bett lächelte sanft. „Ich bin Liv. Zwanzig. Auch aus Stockholm. Ich studiere Psychologie.“ Sie spielte immer noch mit der Haarspange. Klick. „Ich beobachte lieber. Die Dynamiken zwischen Menschen faszinieren mich. Vor allem die, die nicht in Lehrbüchern stehen.“ Ihr Blick streifte Johannas zitternde Hände.

Dann waren beide still und sahen Johanna erwartungsvoll an.

Johanna schluckte. Ihre Stimme war heiser, als sie begann. „Ich… ich bin Johanna. Achtzehn. Aus einem Kaff in Niedersachsen.“ Sie biss sich auf die Lippe. „Ich war immer… die Brave. Die Unscheinbare. Bis jetzt.“ Sie schloss einen Moment die Augen. „Ich weiß nicht, warum ich das tue. Aber es fühlt sich… richtig an. Richtiger als alles andere.“

Freja lächelte zum ersten Mal. Ein schmales, gefährliches Lächeln. „Die Braven sind immer die interessantesten. Deine Augen betteln schon darum, dass es weitergeht.“

Liv nickte langsam. „Du suchst die Grenze. Die, von der du nicht weißt, ob es deine eigene ist. Das ist verständlich.“ Sie ließ die Haarspange auf die Bettdecke fallen. „Und sehr aufschlussreich.“

„Liv ist eine totale Voyeurin“, erklärte Freya. „Selber total asexuell, aber sie genießt es, ganz genau hinzusehen. Leute dazu zu überreden, es vor ihr zu treiben… das ist eine ihrer Stärken.“ Ein anerkennendes Funkeln lag in ihren Augen. „Schade, dass wir gestern zu spät gekommen sind. Dafür ist sie bei deinem Film heute so richtig abgegangen.“

„Es war sehr… aufschlussreich“, sagte Liv leise. Ihr Blick hing an Johanna. „Dein Gesicht. Die Art, wie du dich an der Brüstung festgeklammert hast. Wie du versucht hast, nicht zu schreien. Und dann doch geschrien hast. Das war sehr authentisch.“

Johanna spürte, wie ihr heiß wurde.

„Sie hat die ganze Fahrt zurück davon geschwärmt“, fügte Freya trocken hinzu. „Du hast ihr einen sehr aufregenden Nachmittag bereitet.“

Saya kam abgehetzt ins Zimmer

.„Wir müssen los, die Jungs kommen nach!“

Sie zogen sofort los. Johanna lief hinter den anderen her, ihr dünnes Kleid flatterte im Abendwind. Sie überquerten die Kersten-Miles-Brücke. Der Aldi war noch hell erleuchtet. Dann bogen sie in die Erichstraße ein. Vor einem unscheinbaren, grauen Gebäude mit einer mattschwarzen Tür blieben sie stehen. SM Club One Touch.

Der Türsteher war ein Mann in schwarzer Lederkleidung. Sein kahlrasierter Kopf glänzte im Licht einer Straßenlaterne. Er musterte sie der Reihe nach, nahm jeden Ausweis in seine massiven Hände. Bei Johanna verweilte er besonders lange. Sein Blick glitt von ihrem Foto zu ihrem Gesicht, dann hinab zu ihren nackten Beinen. Er nickte knapp und winkte sie durch.

Die vier setzten sich an die Bar. Der Raum war noch leer.

Der gesamte Barbereich bot einiges. Links thronte ein großer, schmiedeeiserner Käfig, groß genug für eine Person, die darin kauern musste. Daneben stand ein Pranger aus dunklem Holz, mit Ösen für Hand- und Fußfesseln. Ein massiver Strafbock, dessen Lederpolsterung abgegriffen wirkte, dominierte die Mitte des Raumes. An der Decke hing ein Flaschenzug mit schweren, metallenen Handfesseln, bereit, jemanden emporzuziehen und der Menge – die jetzt noch abwesend war – zu präsentieren.

Unsere Bar ist mehr als eine Bar, schien das Arrangement zu flüstern. Ein Spielbereich für öffentliche Zurschaustellung.

Das Kribbeln in Johanna war sofort zurück, heftiger als je zuvor. Ein heiseres Verlangen, das von ihrem Magen in ihre Kehle stieg. Ihr ganzer Körper schrie danach, an einen dieser Gegenstände gefesselt zu werden. Sie spürte, wie feucht sie bereits war; der dünne Stoff ihres Kleides würde ihr nichts von der Scham verbergen, die sich dort sammelte.

Ihr Blick hing an den Handfesseln des Flaschenzugs. Sie stellte sich vor, wie sie dort oben schweben würde, den Blicken ausgeliefert. Ihre Brustwarzen brannten unter dem Kleid. Sie presste die Oberschenkel zusammen, um das Pochen zu stillen, und wusste doch, dass nur die Demütigung, die dieser Raum versprach, sie wirklich erlösen würde.

An der Bar diskutierten die anderen drei leise.

„Sie kommt schnell. Zu schnell“, sagte Freya und nippte an ihrem Wasser. Ihr Blick war analytisch. „Wir müssen die Reize dosieren. Sie nicht sofort überfluten.“

Liv beobachtete Johanna mit glänzenden Augen. „Der **** muss kontrolliert sein. Nicht betäubend. Immer an der Grenze, wo es noch Lust ist.“ Sie deutete mit dem Kinn zur Theke. „Vielleicht zuerst die Peitschen. Die mit den dünnen Lederriemen. Nicht die dicken.“

Saya stimmte zu. „Und dann der Bock. Fesseln, aber nicht auspeitschen. Sie warten lassen. Die Angst vor dem nächsten Schlag ist manchmal schlimmer als der Schlag selbst.“ Sie strich über Johannas Rücken. „Wir müssen sie dehnen. Ihre Ausdauer. Ihre Schmerzgrenze. Sie soll lernen, im Feuer zu atmen.“

Johanna hörte jedes Wort. Sie trank einen großen Schluck von ihrem Wasser. Ihre Hand zitterte. Sie wollte alles davon. „Bitte fesselt mich“, sagte Johanna, ihre Stimme war heiser und brodelte vor Verzweiflung. „Damit ich mir es nicht sofort selbst besorge.“

Ohne eine Reaktion abzuwarten, griff sie nach dem Saum ihres rosafarbenen Kleides. Sie zog es in einer einzigen, fließenden Bewegung über den Kopf und warf es auf den Barhocker. Nun stand sie völlig nackt vor ihnen, ihre blasse Haut schimmerte im düsteren Licht des Clubs. Die kühle Luft ließ ihre Haut erschauern und ihre Brustwarzen zu steinharten Knospen werden.

Sie ging direkt auf den Pranger aus dunklem Holz zu. Sie legte ihre Handgelenke in die ausgehöhlten Vertiefungen, wo die kalten Metallösen auf sie warteten. Sie blickte über die Schulter zu Freya,

Freya lächelte langsam. Sie stand auf, ihr Blick hing an dem nackten, ausgelieferten Körper. Sie nahm zwei Lederriemen von einem Haken an der Wand.

„Das war vernünftig“, sagte Freya, während sie Johannas rechtes Handgelenk an die Öse fesselte. Der Riemen schnitt sich nicht schmerzhaft, aber unverkennbar in ihr Fleisch. „Du weißt, was du brauchst.“

Liv beobachtete das Ganze mit konzentrierter Stille. Saya lehnte an der Bar, ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen.

Als auch das linke Handgelenk fixiert war, zog Freya an den Riemen, um sie zu testen. Johanna war gefangen. Jede Faser in ihr sehnte sich nach Berührung, aber ihre Hände waren machtlos. Ein Stöhnen entwich ihr. Die Fesseln waren ihre Rettung.

Die Bar füllte sich langsam mit maskuliner Energie, als die ersten Gäste eintrafen – Männer und einige Frauen, deren Augen sofort zu ihr hinüberzogen, angezogen von der offenen Zurschaustellung.

Ihre Haut wurde zur Landkarte für fremde Finger. Zuerst war es nur ein zaghafter Druck einer behandschuhten Hand auf ihrer Hüfte. Dann strich eine andere Hand über ihren Rücken, ließ die Fingerspitzen über die Wirbelsäule gleiten. Jemand rieb seinen Daumen über ihren Arsch.

Johannas Atem ging stoßweise. Jede Berührung war ein kleiner elektrischer Schock, der direkt in ihren schmerzenden Unterleib zuckte. Sie war feucht, erregt, und die Hilflosigkeit ihrer Position machte jede Berührung zehnmal intensiver.

„Danke“, flüsterte sie mechanisch, als eine Frau mit kurz geschnittenen, feuerroten Haaren ihr Kinn anhob, um ihr Gesicht besser zu sehen. „Danke“, keuchte sie erneut, als ein bärtiger Mann mit kräftigen Händen ihre Brüste umfasste und die Warzen zwischen Daumen und Zeigefinger nahm, nicht kneifend, aber mit unmissverständlichem Druck.

Doch niemand erlöste sie. Die Hände kamen und gingen, erkundeten ihre Taille, die Innenseiten ihrer Oberschenkel, den Schweiß auf ihrem Nacken. Sie war ein Objekt, ein Spielzeug, eine Leinwand für die Projektionen der Fremden. Und mit jedem „Danke“, das über ihre Lippen kam, vertiefte sich das Gefühl der Rechtmäßigkeit dieser Demütigung. Sie gehörte hierher. Gefesselt. Ausgestellt. Und unerträglich geil.

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