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Chapter 3
by
FeuchtVonLipwig
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Zum Swingerclub
Als wir ankommen, wird es gerade dunkel. Das Haupthaus des Clubs liegt unter einem samtig, dunkelblauen Himmel und ist von unsichtbaren Scheinwerfern mit farbigem Licht eindrucksvoll in Szene gesetzt. Vom Parkplatz aus verläuft ein breiter roter Teppich zum Eingang des Clubs. Links und rechts stehen goldene Leitpfosten, die mit ihren dicken samtigen Seilen unseren Weg flankieren. Wir sind ein wenig zu früh, denn wir wollen uns erst einmal im Club umsehen, ehe wir auf die anderen Gäste treffen. Ich suche nach einer Klingel. Ich finde keine, also entscheide ich mich für den Messing-Türklopfer. Ein volles, metallisches Pochen klingt durch die Dämmerung und kurz darauf sind aus dem Inneren schnelle Schritte zu hören.
Die Tür öffnet sich und vor uns steht eine attraktive Frau, die ich auf vielleicht 30 Jahre schätzen würde. Aber das Besondere an ihr ist nicht ihre Figur, sondern ihre Kleidung. Sie trägt einen tief dunkelblauen Satin Body mit Spitzenapplikationen an den Schultern und einem großen ovalen Ausschnitt, der ihren Bauch frei lässt. Die Brüste hingegen lässt der Body frei. „Oh mein Gott“, denke ich, „ich stehe hier im Freien und kann ihre unbedeckten Nippel sehen.“ Die Dame balanciert auf High Heels, deren Sohlen, die so hoch sind, dass sie ihr vermutlich ermöglichen, die zweite Etage ohne Treppe zu erreichen. Ihre Beine sind mit schwarzen Netzstrümpfen bekleidet, die von einem Strumpfhaltergürtel gehalten werden, den die Frau über ihrem Body trägt. Die ganzen Kleidungsstücke tragen nur eine Botschaft in die Nacht: Hier geht es um Sex! Und diese Botschaft kommt an. Ich bemerke, dass ich unwillkürlich meinen Blick über ihren Körper wandern lasse, dabei habe ich überhaupt kein sexuelles Interesse an Frauen.
In diesem Moment wird mir klar, dass ich nicht allein hier bin. Wenn die Frau schon auf mich so einen Eindruck macht, dürfte Martin dieser Anblick wie ein Dampfhammer getroffen haben. Tatsächlich. Ein schneller Seitenblick zeigt mir, dass Martin dasteht, wie vom Blitz getroffen. Die Augenstarren und vermutlich dauert es nur noch Sekunden, bis der Mund offen steht und die ersten Sabberfäden tropfen.
Ich hole kurz mit dem Ellenbogen aus und stoße ihm liebevoll den Verstand zurück in seinen Kopf. Na ja, vielleicht habe ich ihn etwas heftiger getroffen, als er es verdient hat, aber das Ziel ist erreicht. Er zuckt zusammen und reicht der Frau zur Begrüßung die Hand.
Hallo, ich bin Stefanie, Eure Gastgeberin heute Abend. Kommt doch erst mal rein.
Wir kommen in einen gemütlich eingerichteten Vorraum, der durch den großen Empfangstresen eher wie die Lobby eines familiengeführten Hotels wirkt. Der Eindruck wird nur durch den Schriftzug „Haven on earth“ der vorne am Tresen prangt und das große Bild einer nackten Frau, die sich lasziv auf einem Bett drapiert hat, unterbrochen.
Stefanie lächelt uns an und zwinkert uns mit einem Auge zu. „Ihr seid das erst mal in einem Club, oder? Das sieht man Euch schon an der Nasenspitze an.“
Wir nicken einfach nur. So einfach wird man hier also durchschaut.
„Unter welchen Namen habt ihr euch angemeldet?“ Fragt sie.
Mit zitternder Stimme nenne ich das Codewort, das bei der telefonischen Anmeldung mit mir ausgemacht wurde. Stefanie blättert durch eine lange Liste und als sie uns auf der 4. Seite findet, wird mir mit einem flauen Gefühl im Magen klar, wie viele Gäste heute Abend noch hier sein werden.
Hinter unseren Namen prangt nun in der Spalte ‚anwesend‘ ein großer Haken und dann schreibt Stefanie noch eine Nummer dahinter. Auf meinen fragenden Blick hin erklärt sie mir: „Das ist die Nummer Eures Spindschlüssels. Ihr wollt euch ja sicher noch umziehen.“
Ein paar Minuten später treten wir umgezogen aus der Umkleidekabine in den Hauptraum des Clubs. Ich habe jetzt ein blutrotes und sehr kurzes Cocktailkleid an und Martin trägt einen dunklen Anzug mit einem weißen Hemd und Fliege.
Als ob unser Erscheinen ein Zeichen gewesen wäre, startet der DJ die Musik und wir sehen uns in dem schummrig beleuchteten Raum um.
Wir sind wahrhaftig im Inneren eines Schlosses herausgekommen. Der Raum ist riesig und er wird in der Höhe der ersten Etage von einer Galerie umsäumt. Eine dunkle, gebeizte Holztreppe führt hinauf zur Galerie und der Abschlusspfosten wird von einem geschnitzten nackten Engel gekrönt.
Über uns glitzert ein riesiger Kristall-Kronleuchter. Und in einem fast drei Meter breiten Kamin flackert ein anheimelndes Feuer. Auf dem Kaminsims stehen diverse erotische Skulpturen und alle Bilder zeigen nackte Menschen bei den verschiedensten erotischen Beschäftigungen.
An den Rändern des Raumes sind kleinere Sitzgruppen verteilt, während in der Mitte eine Tanzfläche frei gelassen wurde.
Links ist der Weg zur Bar gekennzeichnet, während es rechts zum Buffet geht. Wir setzen und kurz und genießen das Ambiente, während wir immer wieder das trockene Pochen des Türklopfers hören.
Ehe die anderen hereinkommen, wollen wir uns noch ein wenig umschauen.
„Wohin wollen wir gehen?“, frage ich Martin.
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Swingen für Anfänger
Zum ersten mal auf einer Orgienparty
Ein Paar berichtet aus dem Blickwinkel der Frau über ihren ersten Besuch im Swingerclub und wie sie sich trotz anfänglicher Skepsis immer tiefer in den Strudel erotischer Lust hineinziehen lässt.
Updated on Apr 22, 2024
by FeuchtVonLipwig
Created on Apr 18, 2024
by FeuchtVonLipwig
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