Haben sie jetzt Ärger?

Vielleicht

Chapter 239 by Hentaitales Hentaitales

Inzwischen war Tom ganz zu ihnen getreten. "Ich hoffe mal, die Frage hat Sandy nicht beantwortet, oder?"

"Nein, so doof war sie nicht", gab Pandora zurück.

"Natürlich nicht! Ich-"

Pandora ignorierte sie. "Das hat diese AlchemistProdigy aber nicht davon abgehalten, noch weiter zu schreiben. Sogar eine ganze Menge. Sie meint, sie hätte mit so was Erfahrung. Das könnte bei Zarathustras schon mal passieren. Vielleicht wär's ja gar keine Absicht gewesen-" Sie lachte humorlos. "Sie könnte diesem Freund bestimmt weiterhelfen. Und sie-" Plötzlich stutzte sie, und ihr Gesicht wurde ernst. "Und sie fragt, ob dieser Freund vielleicht mit einer Ishtar zusammen war."

Sandy nickte. "Genau deswegen wollte ich mit dir sprechen. Weil Ishtar ja-"

"Sie kennt sie offenbar", vollendete Tom den Satz. "Vielleicht war sie auch mal in ihrem Kult."

"Oder sie hat jetzt noch Kontakt zu ihr", sagte Pandora leise, "und Ishtar hat ihr erzählt, was sie mit dir angestellt hat."

Sandy sah zwischen den beiden hin und her. "Was ist jetzt?" wollte sie wissen. "Was soll ich ihr zurückschreiben?"

Pandora blickte zu ihr. "Du schreibst ihr erst mal gar nicht", sagte sie. "Genauer gesagt schreibst du erst mal niemandem mehr. Du hast bis auf Weiteres Handyverbot!"

"Was?!" Sandy starrte sie entsetzt an. "Aber das kannst du doch nicht machen! Ich- Daddy! Sie will mir mein Handy wegnehmen!"

"Sorry, Kleines", gab Alex zurück, "aber wenn Tante Pandora das sagt, dann kann ich erst mal auch nichts machen. Warum hast du sie nicht vorher gefragt, ehe du irgendwelche Sexchats installierst?"

Sie sah wütend zu ihm. "Würdest du mich öfters mal durchficken", sagte sie bestimmt, "müsste ich mich nicht in Sexchats abreagieren."

Sandy blieb fürs Erste noch ungefickt, und auch ihr Handy bekam sie nicht wieder zurück, denn Pandora brauchte es nun, um sicherzustellen, dass sie sich nichts eingefangen hatte - irgendwelche Backdoors, mit denen man ihr hätte nachspionieren können. Den gesamten Rest des Tages war sie damit beschäftigt, und am Tag darauf begann sie dann, mit dem Versuch, umgekehrt etwas über AlchemistProdigy in Erfahrung zu bringen, indem sie auf den Server von EroTalk eindrang und dort nach Nutzerdaten suchte. Allerdings: es gelang ihr nicht.

"Okay, ich muss zugeben, die Sicherheit von denen ist gar nicht übel", berichtete sie. "Ich komm nicht durch deren Firewalls durch, und wenn ich das nicht schaffe, kriegen das auch nicht viele andere auf die Reihe. Wahrscheinlich hattest du noch mal Glück im Unglück, Sandy."

"Das heißt, ich krieg mein Handy zurück?" wollte Sandy wissen.

Steffen hob eine Hand. "Du kriegst es zurück", sagte er, "aber du kriegst außerdem einen Job: Du hast jetzt die Aufgabe, ein Treffen mit dieser AlchemistProdigy zu organisieren. Und zwar nicht über EroTalk, sondern im Cha-Shi. Das ist ein VR-Server für-"

Sandy nickte eifrig. "Kenn ich; Lorena hat mir davon erzählt, als ihr Ishtar eingeladen habt. Nur- Was mach ich, wenn Alchy misstrauisch ist? Ich hatte jetzt nen Tag Funkstille, und danach komm ich plötzlich mit so einer Idee an?"

"Sei kreativ", grinste Pandora. "Auf dumme Gedanken kommst du ja auch von selbst; vielleicht fällt dir mal ein kluger ein."

"Na, danke", schmollte Sandy. "Krieg ich das Handy jetzt wieder?"


Drei Stunden später kam Sandy freudestrahlend zu den anderen zurück. "Hat geklappt", lachte sie. "Alchy ist bereit, sich mit uns zu treffen. Wir müssen nur noch einen genauen Zeitpunkt ausmachen."

Pandora nickte beeindruckt. "Ging ja fix. Dann besorge ich uns mal einen Raum online-"

"Oh, nicht online", unterbrach Sandy sie. "Alchy will sich mit uns persönlich treffen. Sie hat einen Park in Stuttgart vorgeschlagen."

"Persönlich?!" Alex zog eine Augenbraue hoch. "Kleines, dir ist aber schon klar, dass das eine Scheißidee ist?"

Sandy sah irritiert zu ihm. "Pandora meinte, ich soll kreativ sein. Das hier ist kreativ."

Missbilligend verzog Pandora das Gesicht. "Aber unsicher. Wir haben keine Ahnung, wen deine Bekannte zu diesem Treffen mitbringen will. Es könnte das Zarathustra-Einsatzkommando sein."

"Das glaub ich jetzt eigentlich nicht", warf Steffen ein, "sonst hätte sie einen abgelegeneren Ort vorgeschlagen und nicht mitten in der Öffentlichkeit. Und die Uhrzeit würde sie uns dann auch nicht frei auswählen lassen. Wenn wir jetzt beispielsweise wochenends am frühen Nachmittag das Treffen haben wollen, werden ein paar hundert Menschen dort sein. Wie will das Einsatzkommando da losschlagen, ohne zig Zivilisten zu gefährden oder zu riskieren, dass wir Geiseln nehmen?"

"Du schlägst doch jetzt nicht ernsthaft vor, dass wir uns hier eine Blöße geben?" gab Pandora zurück. "Es ist doch überhaupt kein Problem, das Treffen im Cha-Shi zu haben."

Sandy räusperte sich leise. "Alchy sagt aber, die VR-Anzüge wären ihr zu teuer. Und ihr würde von Cyberchats übel werden."

Pandora wollte schon etwas entgegnen, aber Steffen kam ihr zuvor. "Wir machen es", sagte er, "aber wir bereiten einen eigenen Treffpunkt vor und leiten sie dann dort hin. Abhörsicherer Kanal und eine Route, auf der wir sicherstellen können, dass sie nicht überwacht wird."

"Wenn sie ein Honeypot ist, wird das kaum klappen", warnte ihn Pandora. "Im Zweifelsfall überwachen die sie von einem militärischen Satelliten aus. Das kann ich nicht verhindern, geschweige denn dass ich das überhaupt mitbekommen würde."

"Sollte sie wirklich ein Honeypot sein", lächelte Steffen, "dann hat sie das Pech, dass sie Stuttgart als Treffpunkt vorgeschlagen hat. Stuttgart kenne ich nämlich. Und da weiß ich ganz genau, wie ich mögliche Verfolger abschüttle..."

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Was hat Steffen wohl vor?

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