Das war ein abgekartetes Spiel?
Und es ist noch schlimmer als gedacht
Steffen sah zu den beiden und zu Dao, die sich inzwischen auch an Viktors Seite gestellt hatte. "Und wie geht es jetzt weiter, deiner Meinung nach?" fragte er gefährlich leise.
Viktor sah aus den Augenwinkeln zu Anna. "Das hängt ganz davon ab", meinte er. "Sind die anderen auch dabei, Ishtar?"
"Surhabi macht mit; die ist gerade am Packen, und Fanny natürlich auch, die holt gerade die Autoschlüssel", nickte sie. "Honeytrap will allerdings hierbleiben, wegen Atlas." Sie musste schmunzeln. "Ich hoffe, sie ist nicht zu sauer, wenn sie merkt, was ich mit ihm gemacht hab."
"Was?" Steffen sah erschrocken zu ihr. "Was hast du mit ihm angestellt?"
Anna zuckte mit den Schultern. "Nicht viel. Ich konnte nur nicht zulassen, dass er eventuell die anderen gegen uns aufbringt und unsere Abreise sich deswegen verzögert. Darum hab ich ihn- Na, du wirst es ja nachher sehen."
Alex presste die Lippen zusammen - wenn die anderen wirklich gehen wollten, dann hatten sie natürlich kein Recht, sie aufzuhalten, soviel war klar, und Tom hätte bestimmt was dagegen gehabt. "Wer ist denn 'Honeytrap' - ist das euer Name für Sandy?"
"Was sollen wir denn mit jemandem ohne besondere Begabung?" gab Viktor kalt zurück. "Sandy ist bei Ikarus nicht willkommen. Nein, Honeytrap ist meine Tochter. Ist schade um ihre Kräfte, aber andererseits fand ich ihre Launen auch immer ziemlich anstrengend. Die dürft ihr gerne behalten."
"Genau wie eure ganzen anderen dicken Bäuche", fügte Anna hinzu. "Nur bei Surhabi ist die Schwangerschaft ganz praktisch; sie hat jetzt schon eine fantastische Milchproduktion, und wenn erst mal ihr Kind auf der Welt ist, dann könnte sie euren See da vielleicht ganz alleine wieder auffüllen." Sie sah zu Dao. "Oder wir probieren noch ganz andere Sachen aus, hmm..."
Dao kicherte etwas albern, und Alex lief es bei dem Gedanken kalt den Rücken herunter. "Du hast sie echt nicht mehr alle", sagte er bestimmt. "Gut, dass ihr jetzt abhaut."
Auch Steffen nickte ernst. "Schade, dass ihr so denkt, aber ich kann verstehen, dass ihr nicht hierbleiben wollt. Ich hoffe, ihr tut nichts Unüberlegtes. Es kann leicht schiefgehen, wenn man-"
"Seid ihr abfahrbereit?" meldete sich in diesem Moment fröhlich Fanny zu Wort und trat aus der Tür, während sie die Autoschlüssel schwenkte. "Asha ist gerade runtergekommen und braucht noch jemanden, der ihr mit ihren Sachen hilft."
"Das müssen dann wohl wir starken Männer machen", seufzte Viktor und sah zu Alex. "Komm, packen wir halt mit an."
Etwa zehn Minuten, nachdem Viktor und die anderen abgefahren waren, wurde Alex und Steffen endlich klar, was eben genau passiert war, und fluchend stürmten sie zurück ins Haus, um nach Pandora und Atlas zu sehen. Ersterer war nicht viel passiert - Viktor hatte sie mit Handschellen an ein Bett gekettet, ihr einen Knebelball in den Mund und einen Vibrator ins Höschen gesteckt, und sie war zwar etwas derangiert und ziemlich sauer, als sie befreit wurde, aber ansonsten unbeschadet. Tom allerdings...
Tom lag ebenfalls auf seinem Bett, aber spindeldürr und ausgemergelt, als hätte er sich seit Monaten nicht bewegt und auch kaum etwas gegessen. Seine Muskelmasse war fast vollkommen verschwunden; er konnte kaum einen Arm heben, geschweige denn laufen. Zwar war er wach und auch ansonsten geistig vollkommen da, aber körperlich nur noch ein Schatten seiner selbst.
"Sie kann mehr, als sie uns gezeigt hat", krächzte er, als Alex und Steffen ihm aufhalfen. "Wir haben uns einen 69er gegeben, und ich hab ihren Mösenschleim geschluckt, und irgendwas war da drin... Sie konnte mir plötzlich durch den Schwanz meine ganze Kraft raussaugen. Als wär ich eine verdammte Capri-Sonne." Er sah missmutig zu den anderen. "Was zum Teufel wollte sie?"
"Dich aus dem Weg haben", sagte Steffen finster, "während sie mit Mustermann zusammen abhaut, der übrigens eigentlich 'Mastermind' heißt. Surhabi, Fanny und Dao haben sie auch mitgenommen - stell dir vor, Ikarus hat eine eigene Organisation aufgebaut, und die beiden gehören dazu!"
Toms Augen weiteten sich. "Fuck", sagte er, "und ich hab das nicht kommen sehen, obwohl ich jetzt seit Wochen mit Anna- So ein Dreck! Das ist alles meine Schuld!"
"Nein", meinte kleinlaut Pandora und trat zu ihm ins Zimmer. "Wenn ich ehrlich bin, ist es meine."
0 comments
No comments yet
The story has no discussion yet. Leave a note here when a branch gives you something to say.
No chapter comments yet
No one has commented on this branch yet. Add the first note above.