Kommen sie jetzt gut an?
Sie werden freundlich empfangen
Sehr viel mehr sprachen sie dann aber doch nicht über Pandora, denn beiden war klar, dass sie ihnen jederzeit zuhören konnte, wenn sie es wollte, und noch mehr irritieren wollten sie sie nun doch nicht. Statt dessen verbrachten sie den Rest der Fahrt schweigend, bis sie schließlich in der Stadt ankamen, wo sie ihren Unterschlupf hatten.
Es war diesmal kein so nettes Häuschen wie das letzte Mal, sondern ein leicht heruntergekommener Apartmentblock, wo sie im dritten Stock ein etwas dicklicher Mann mit Halbglatze und Brille empfing. "Hi", begrüßte er sie, "ich bin Jonas. Ihr müsst Syren und Roadie sein."
"Sind wir", nickte Syren, "schön, dass wir uns mal kennenlernen. Du bist ein Bekannter von Eidolon, oder?"
"Ja, ich hab über sie von euch erfahren", bestätigte er. "Kommt erst mal rein! Wisst ihr, mir war schon vorher klar, dass der ganze Scheiß, der über euch in den Medien verzapft wird, nicht wahr sein kann. Und dass ihr jetzt für eure Anerkennung kämpft, finde ich echt stark! Kann ich euch was anbieten? Kaffee? Bier?"
Jessie schüttelte lächelnd den Kopf. "Wir werden uns wohl bald hinlegen. Kein Kaffee mehr."
Mit einem leichten Räuspern machte Alex auf sich aufmerksam. "Gegen ein Bier oder zwei hätte ich allerdings nichts einzuwenden. War ne lange Fahrt, ich kann was zu trinken gebrauchen. Und Syren bestimmt auch, oder?"
"Danke, nicht für mich", gab Jessie zurück. "Vielleicht esse ich nen Happen. Hast du Obst da, Jonas?"
"Klar, Äpfel, Orangen..." Ein leichtes Grinsen erschien auf seinem Gesicht. "Und eine Banane, wenn du Lust drauf hast. Oder-" Er sah fragend zu Alex. "Seid ihr zwei zusammen?"
Alex sah ihn einen Moment verwirrt an, ehe er verstand, worauf Jonas hinauswollte. Dann musste er lachen. "Nein, sind wir nicht. Wir sind nur Kumpels. Sehen wir so aus?"
Das schien Jonas durchaus zu erleichtern. "Ich dachte, wegen der Namen. Syren und Roadie... Sirenen sind ja für ihren Gesang bekannt, und Roadies bauen auf Konzerten alles auf. Dachte, ihr wärt vielleicht ein Pärchen."
"Mach dir keinen Kopf", lächelte Jessie, "selbst wenn's so wäre, würd mich das nicht von deiner Banane abhalten. Schlimmstenfalls müsstest du mich mit ihm teilen. Aber ich denke, es geht für ihn in Ordnung, wenn ich dich ein bisschen solo verwöhne. Oder, Roadie?"
"Passt schon." Nicht, dass Alex nicht auch ein bisschen Entspannung hätte brauchen können, aber ein Dreier zusammen mit Jonas kam ihm jetzt nicht besonders attraktiv vor. "Ich mach inzwischen schon mal unser Zimmer fertig. Zeigst du mir, wo wir unterkommen?"
Jonas führte Alex kurz durch sein kleines Reich. Für ihn und Jessie hatte er offenbar das Wohnzimmer vorgesehen; die Couch dort war zu einem ansehnlich großen Doppelbett ausgezogen und bereits mit Decken und Kissen bestückt. Die Wand gegenüber bestand größtenteils aus einem gigantischen Bildschirm, angeschlossen an eine aktuelle Spielekonsole, und auf dem einzigen großen Regal im Raum standen unzählige kleine Statuen von leicht bekleideten Frauen, teilweise realistisch, teilweise im Comicstil - Alex vermutete, dass es sich dabei um Figuren aus Videospielen handelte. Er schaltete die Konsole ein und fand dort neben einer riesigen Spielebibliothek auch einen Zugang zu einem Anbieter von Unterhaltungsmedien, bei dem er sich den Mitschnitts eines Rockkonzerts vor vier Jahren aussuchte. So wartete er auf dem Bett darauf, dass Jessie zurückkam.
Es dauerte nur etwa eine halbe Stunde, bis sie zu ihm ins Zimmer kam, und wenn sie zwischenzeitlich mit Jonas aktiv gewesen war, hatte Alex angesichts der Musik nicht viel davon mitbekommen. Allerdings war sie bis auf ihren Slip unbekleidet. "Schon fertig?" wollte er wissen.
"Für einen Normalo hat er ziemlich lange durchgehalten, und er hat sich schon Mühe um mich-" Jessie sah überrascht auf den Bildschirm. "Oh, sind das Subliminal Riot?"
"Ach, die kennst du?"
Jessie nickte und setzte sich zu ihm aufs Bett. "Sehr coole Mucke und irre komplexe Harmonien für einen Haufen Metaller. Würd ich jetzt nicht täglich hören, aber gehen gut ab. Dein Ding, nehme ich an?"
Mit einem Schulterzucken blickte Alex zu ihr. "War die erste gute Musik, die ich im Stream gefunden hab, also hab ich sie aufgelegt. Schön, dass sie dir auch gefallen." Er sah an ihr hoch und runter. "Übrigens, die Kopie, die Steffen von dir gemacht hat, war echt nicht gut. Hast einen viel besseren Körper als das, was er da im Gefängnis geworden ist."
"Na danke", lachte Jessie, "auch wenn das nicht seine Schuld ist - er hat ja nicht mich, sondern die Fantasien von diesem Wachmann da kopiert. Ich gefall dir also?"
"Klar. Bist wirklich scharf. Bin fast neidisch auf Jonas."
Jessie musste lachen. "Dass ich dich nicht zu einem Dreier mitnehmen wollte, lag nicht daran, dass ich dich nicht auch heiß finde", sagte sie. "Ich hatte nur die Sorge, wenn er sieht, wie du wächst, dann verwelkt ihm seine Banane gleich. Auch wenn er im Normalzustand sogar ein bisschen größer im Schritt ist als du. Ich nehme an, du möchtest heute auch noch einen wegstecken?"
Alex quittierte es mit einem Grinsen. "Hätte ich nichts dagegen. Ich nehme an, du kannst noch?"
"Na ja..." Jessie wich seinem Blick ein wenig aus. "An sich ja, aber... Bist du mir sehr böse, wenn ich dir sage, dass ich mir bei deinem Kolben ein bisschen Sorgen mache, ob ich den auch gut verdaue?"
"Oh, das brauchst du nicht. Ich kann sehr vorsichtig sein." Er lächelte aufmunternd. "Und wir können jederzeit aufhören, wenn's dir zu viel wird."
Etwas verschämt lächelte Jessie zurück. "Das wird bei mir schon ziemlich früh der Fall sein. Ich bin... ziemlich eng. So eng, dass es zum Beispiel mit Atlas überhaupt nicht klappt, und den hätte ich wirklich gerne mal vernascht. Wir haben es wortwörtlich wochenlang miteinander versucht, haben probiert, mich ein bisschen zu weiten, aber wir kamen nie voran. Und bei dir..." Sie schüttelte bedauernd den Kopf. "Sobald du anfängst zu wachsen, werden wir aufhören müssen. Ich hab deinen Schwanz ja schon mal ein paar Minuten lang in den Händen gehabt - schon das wäre zu viel für mich gewesen."
Nachdenklich sah Alex sie an. "Kann ich dir denn was anderes Gutes tun? Vielleicht hast du Lust auf lecken?"
"Och, du bist lieb!" Jessie lächelte ihn an. "Lecken ist nicht so meins, aber ich hätte nichts gegen einen oder zwei deiner Finger in mir. Und wenn du magst, wichs ich ich dich unterdessen ein bisschen ab. Letztes Mal mussten wir uns ja so beeilen, das würde ich dieses Mal etwas schöner für dich machen. Würde dir das gefallen?"
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