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Chapter 24
by
gurgel
Sollte Melissa auflegen, oder dem Schwein Manson erlauben, darüber zu reden?
Sie hat genug, aber Manton noch nicht
„Sie lassen meine Tochter da raus, Mr. Manton.“
Ich hätte wahrscheinlich einfach auflegen sollen. Es scheint, dass dieser selbstgefällige Bastard jedes Mal, wenn ich spreche, mehr und mehr darüber erfährt, was mich antreibt.
„Ich lege jetzt auf.“ sage ich ihm.
„Wenn ich mich entscheide, dir das Tagebuch zu verkaufen, werde ich es dich wissen lassen. Aber wenn du dich mit meinen Freunden oder meiner Familie anlegst, werde ich das verdammte Buch verbrennen!“
Ich hatte die Befriedigung, bei dem rassistischen Schwein aufgelegt zu haben, und behielt etwa drei Minuten lang das Gefühl, wieder die Kontrolle über mein Leben zu haben. Als mein Telefon klingelte, hatte ich gerade mit der Planung meines Tages hier in Charleston begonnen und dachte schon nicht mehr an Manton. Das änderte sich alles, als ich einen Blick auf die SMS warf, die ich erhielt, und ein Bild meiner Tochter sah, so wie ich es nie für möglich gehalten hätte.

Ich wusste, dass mein Mädchen sexuell aktiv war. Wir haben nie wirklich darüber gesprochen, nicht einmal, als sie mich in ihrem letzten High-School-Jahr gebeten hat, die Pille einnehmen zu können. Ich brachte sie selbst zum Gynäkologen und bestand darauf, dass sie dort auf sexuell übertragbare Krankheiten untersucht wurde, konnte mich aber noch nicht dazu durchringen, über ihr Sexualleben zu sprechen.
Damals sagte ich mir, dass ich einfach das tue, was jede Mutter des 21. Jahrhunderts für ihre Tochter tun würde, aber tief in meinem Inneren weiß ich, dass ich alles getan habe, um zu verhindern, dass Aniya so ohnmächtig wird, wie ich es war, als ich nur wenig älter war sie damals.
Trotz alledem war ich nicht darauf vorbereitet zu sehen, wie mein Baby mit diesem Gesichtsausdruck diesen großen schwarzen Schwanz reitet. Ich konnte nicht sagen, wer der Mann war, aber es war zweifellos einer von Aniyas ständig wechselnden Bad-Boy-Bekannten. Fast schon beunruhigend, da das Bild selbst verriet, dass jemand im Raum gewesen sein musste, der das Foto gemacht hatte, während sie so aufgebohrt wurde.
Zu dem Bild gehörte ein kurzer Text: „Ich wette, das würde auf einem großen weißen Schwanz noch besser aussehen.“
Ich habe das Telefon so heftig auf den Boden geworfen, dass ich überrascht war, dass der Bildschirm zerbrach. Ich hatte keinen Zweifel daran, dass dies meine Tochter war und kein Fake. Wie hatte Manton das ausfindig gemacht?
Wie zum Teufel hat Aniya zugelassen, dass dieses Foto gemacht wurde?! Ich spürte, wie Wut, Scham, Schuldgefühle, Demütigung, Hass und Frustration mich in Wellen übermannten, eine Emotion nach der anderen, manchmal in Kombination und manchmal begleitet von anderen Empfindungen, die ich nicht einmal identifizieren konnte.
Als mein Telefon klingelte, schaltete ich direkt auf Nachrichten um und überprüfte die Nummer erst, nachdem es aufgehört hatte zu klingeln. Wenn ich die Nummer sehe, spannt sich mein Kiefer und ich spüre, wie mein Blutdruck ansteigt.
Wer hat da angerufen?
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Ein Tagebuch von 1832
Das bewegte Leben von Bianca DiFlorentini auf einer Sklavenfarm / Original von Manbear
Das amerikanische Original dieser Geschichte stammt von Manbear und trägt den Titel "The Diary", hier aus CHYOA – Der Autor hat mir erlaubt seine Story hier auf Deutsch zu bringen. -- Die Hauptfigur der Geschichte ist Bianca DiFlorentini, und das Geschehen spielt sich hauptsächlich im Jahr 1832 ab. Sie ist die Tochter einer hellhäutigen Sklavin und des einzige Sohns einer Familie, die in South Carolina eine Plantage betreibt. Vor Jahren wurde ihre Mutter von dem jungen Mann freigelassen und nach Philadelphia geschickt, wo sie Bianca als weißes Kind italienischer Abstammung ausgibt. Nach dem Tod ihres Vaters erfährt Bianca, dass sie die Plantage mit fast vierzig Sklaven geerbt hat. Als sie auf der Plantage ankommt, erfährt sie, dass der Letzte Wille ihres Vaters angefochten wird, und zusätzlich zu den Schwierigkeiten bei der Verwaltung einer südlichen Plantage droht ihr, dass ihre wahre Herkunft verraten wird, sie ihr Erbe verliert, und außerdem, was noch schlimmer wäre, nämlich ihre Freiheit.
Updated on Jan 7, 2024
by gurgel
Created on Jan 17, 2023
by gurgel
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