Chapter 32
by
kokosmilch
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Runterkommen
Julia stand einfach nur da. Miras Parfum, süß und schwer, legte sich wie ein Nebel über ihre Gedanken und blendete alles andere aus.
Miras Fingerspitzen strichen beiläufig über Julias Wange, so als wolle sie eine widerspenstige Strähne zur Seite schieben, doch die Berührung dauerte zu lange, um zufällig zu sein.
„Du bist ja völlig verspannt“, sagte sie leise, vertraulich.
Julia lachte kurz und schrill, ein Ton, der Nervosität und Trotz verriet. „Kein Wunder. Ich hatte bisher einen anstrengenden Tag. Ich könnte zur Abwechslung wirklich etwas Entspannung gebrauchen.“
„Mmh. Das sieht man.“ Mira trat noch näher. Ihr Anblick füllte Julias Gesichtsfeld vollkommen aus.
Julias Hände fanden unwillkürlich Miras Taille, fühlten die Wärme und schwach den Puls unter dem locker gebundenen Wickeloberteil aus dünner Baumwolle. Sie suchte nach der Verschnürung, um sie zu öffnen.
Für einen Atemzug schien alles möglich, alles erlaubt. Für einen Moment vergaß sie, wo sie war, dass sie arbeiten sollte, dass in ihrem Spind ein Aufnahmegerät lag, auf das noch immer kein einziger Satz ihres Artikels gesprochen war.
Mira streifte das Oberteil ab, dann löste sie das Band um ihre Hüften, das ihre weit geschnittene Hose hielt. Das fließende Material raschelte leise, als es nach unten rutschte. Barfuß trat Mira aus den zu einem niedrigen Ring zusammengefallenen Kleidungsstücken. Sie trug nur noch einen knappen schwarzen Baumwollstring und ein dazu passendes Bustier.
„Ich wollte eigentlich nur kurz runterkommen. Stress abbauen“, murmelte Julia, doch ihre Stimme klang seltsam belegt.
Mira sah sie prüfend an. „Runterkommen gelingt selten, wenn man so krampfhaft versucht, die Erwartung von anderen zu erfüllen. Sei einfach nur ganz du selbst. Höre in dich hinein, was du jetzt brauchst.“
Sie lächelte – ein stilles, wissendes Lächeln, das keine Antwort brauchte. Dann nahm sie Julias Hand, leicht, ohne Druck auszuüben, und führte sie zu einem der Tische.
"Lege dich drauf."
Mira drückte sachte einen Kuss auf Julias Bauchnabel. Etwas tiefer noch einen. Und noch einen...
In Julias Kopf stritten zwei Stimmen. Die eine, die spürte, wie angenehm es war, sich verwöhnen zu lassen, und nicht wollte, dass es endet. Und die andere, die Reporterin, professionell, die erinnerte: "Du bist hier für eine Recherche, keine Romanze."
„Ich wette, du denkst schon wieder an deinen Artikel“, neckte Mira.
„Vielleicht“, gab Julia zu.
Mira lachte, leise, hell wie kleine Glöckchen. „Mach eine Pause. Manchmal ist das Beste, was man für eine gute Geschichte tun kann, sie für einen Moment loszulassen. Danach schreibt sie sich wie oft von selbst.“
Julia erwiderte nichts. Ihre Gedanken lösten sich auf. Sie versank im Hier und Jetzt.
Miras Lippen setzten ihre Reise fort.
Julia erschauerte, als sie ihr Ziel erreicht hatten. Eine vorwitzige Zunge gesellte sich hinzu und tauchte in Julias Kelch, fing an, den Tau zu lecken.
What's next?
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Die Reporterin
Alles für eine gute Reportage
Es reicht ihr nicht nur darüber zu schreiben, sie muss es erleben
Updated on Nov 14, 2025
by kokosmilch
Created on May 25, 2025
by markmarksen07
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