Chapter 22
by
Boss
What's next?
Verstecke
Zu Hause angekommen, saß ich erst noch etwa fünf Minuten regungslos im Wagen.
Ich war fertig ... völlig fertig. Mein Adrenalinrausch flaute gerade ab und ich merkte, dass ich keine Kondition hatte. "Sport ist ****" war mein Motto, aber meistens wäre ein wenig mehr Ausdauer sicher hilfreich.
Lamentieren half aber nicht und so wälzte ich mich ächzend aus dem Wagen, um die Pakete ins Haus zu schaffen.
Ich packte aufgeregt alles aus und machte mich mit den Installationen vertraut. Tatsächlich war es deutlich einfacher als befürchtet. Ich konnte die jeweiligen Streams benennen und im PC oder meinem Handy abrufen ... natürlich Passwortgeschützt!
Trotzdem dauerte es noch einige Stunden, bis ich alles zu meiner Zufriedenheit verteilt und eingerichtet hatte. Jetzt war das Haus komplett mit Kameras und Ton überwacht und selbst im Garten hatte ich zwei Kameras installiert. Alles lief reibungslos, Ton war super, die Winkel stimmten und ich war zufrieden mit meinem Werk.
Ich hatte noch eine separate Mini-Spy-Cam und eine in einer Steckdose übrig, als mir einfiel, dass ich die Garage noch nicht verkabelt hatte.
Auch wenn ich ausgelaugt und müde war, da musste ich durch. Ich schleppte mich nach nebenan und platzierte zuerst die Steckdosenleiste im Regal. Bärbel schaut da nie hin, kleinere handwerkliche Arbeiten fielen in meinen Bereich und so war das ein sehr guter Platz mit Überblick über die Garage. Auf der gegenüberliegenden Seite waren lauter Kartons in Regalen gestapelt, mit unserem über die Jahre angesammelten Krimskrams. Ein Karton war deutlich mit "Bärbel" gekennzeichnet und ich konnte nicht umhin, über die Ironie zu lachen, wenn ich genau dort die freie Kamera platzieren würde.
Ich nahm den Karton und platzierte schon fast routinemäßig die Kamera. Das kleine Objektiv-Loch würde bei den vielen Stockflecken sicher nicht auffallen und damit war ich fertig. Ich schnaufte durch, gönnte mir ein Bier aus der Vorratskiste und war voller Vorfreude auf weiteres. Meine Gedanken irrten frei umher und ich war mir gar nicht bewusst, dass ich in Bärbels Karton herumwühlte, bis mir ein kleiner Karton im Karton auffiel. Ganz unten, unter diversen anderen Sachen. Unscheinbar ... und doch schrie er mich förmlich an, ihn aufzumachen und zu untersuchen.
Natürlich habe ich es gemacht und ihn herausgekramt. Dann legte ich den Karton auf meine Werkbank. Mit dem Bier in der Hand stand ich erst unschlüssig davor, bis ich mir klarmachte, dass ich der Typ war, der soeben das ganze Haus verwanzt hatte und jetzt sicher nicht auf moralisch machen sollte.
Ich schluckte schwer und öffnete den Karton. Er enthielt nur zwei Dinge ... ein Fotoalbum und ein rotes Buch.
Scheiße ... oder großer Treffer?
Zitternd und angespannt öffnete ich das Fotoalbum. Das waren alles Nacktaufnahmen von Bärbel. Das erste Bild ist kurz nach ihrem 18. Geburtstag aufgenommen worden - das letzte datiert auf 2008. Jedes Jahr eine kleine Serie mit drei bis fünf Bildern und immer im August, um Bärbels Geburtstag herum. Was mich irritierte, war das Umfeld. Wurden die Aufnahmen in einer Arztpraxis gemacht? Es sah eindeutig danach aus ... aber warum und von wem?
Ich konnte es kaum glauben, dass sich mein Schwanz bei den Bildern schon wieder regte.
Das rote Buch ließ mich erahnen, was ich da gefunden hatte. Ich öffnete es und sah den großen Eintrag ...
"MEIN SEXBUCH!"
und auf der nächsten Seite:
"MEINE SEXUELLEN ERFAHRUNGEN"
In diesem Buch werden alle meine sexuellen Erfahrungen und Erlebnisse aufgezeichnet, welche ich nicht in meinem normalen Tagebuch verewigen kann. Eltern können ja sowas von nervig & neugierig sein!
Auf der dritten Seite fing Bärbel an zu berichten ...
Mein liebes rotes Buch, dieses Wochenende ist etwas passiert, das ich nicht einmal meinem Tagebuch anvertrauen kann.
Ich habe am Freitag, vor zwei Tagen, meinen 18. Geburtstag gefeiert, nachdem ich am Donnerstag, den 17.08.1989, volljährig geworden bin. Für den Abend hatten mein Freund Tobias und ich dann auch meine Entjungferung geplant. Unglaublich, aber wahr: Ich hatte bisher noch immer mein intaktes Jungfernhäutchen, auch wenn Tobias mich schon seit fast einem halben Jahr bedrängte, doch endlich mit ihm zu schlafen. Endlich Sex ... Heike schwärmt mir schon lange vor, was ich verpasse, und so hatte ich Tobias dann nachgegeben. ES sollte an meinem Geburtstag passieren und er hatte mir auch versprochen, dass ES ein sehr schönes Erlebnis für mich werden würde. Ich wusste, dass Tobias bereits etwas Erfahrung hatte, weswegen ich mich schließlich auch dazu überreden ließ ... (Zum Roten Buch)
Ich hatte Bärbels erstes Sexbuch gefunden. Damit war klar, dass es nicht nur die beiden roten Bücher geben würde.
Wie viele weitere Bücher Bärbel wohl schon befüllt hat? Und was hat es mit den Fotos auf sich?
'Die Frau macht mich völlig fertig - sowas von’ dachte ich und lächelte dann. Mir wurde in dem Moment bewußt, dass ich Zeit hatte. Es war alles schon passiert und ich konnte die fehlenden Antworten in Ruhe herausfinden. Bärbel würde sich nicht ändern - schon gar nicht, wenn ich das Thema nicht ansprach (was ich nicht vorhatte). Ich war jetzt vorbereitet, konnte das aktuelle Geschehen beobachten und ansonsten weiter Recherchieren.
Ich musste absolut nichts überstürtzen!
Es gab noch so viel zu lesen, anzuschauen ... und sicher auch zu entdecken! Also schloss ich jetzt das Buch, packte alles ordentlich weg und machte mich auf, ins Bett zu gehen.
Mit jedem Fund stellten sich nur noch mehr Fragen, doch ich war fest entschlossen, alle Antworten zu finden! Ich musste nur entscheiden, was ich als Nächstes machen wollte. Wo sollte ich weitere Nachforschungen anstellen? Es war wahnsinnig aufregend und erregend … meine Frau … wer hätte das gedacht? Ich sicher nicht.
Auch wenn es nur zwei Stunden bis zum Wecker waren: Meine Träume waren entsprechend aufregend ...
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