Outest du dich?
Ist es denn so offensichtlich.
Die erste Person der du dich offenbaren willst ist deine Mutter. Du versuchst mit ihr zu reden, kannst aber nur stammeln.
"Ich... Also... Ähm...."
Linda legt ihre hand auf deine Schulter.
"Ich weiß." Sie lächelt dich an.
Du bist perplex. Woher weiß sie es?
"Es ist okay."
"Hast du... Was?"
"Ich habe die Medikamente auf deinem Nachtkästchen gesehen und eins und eins zusammengezählt."
"Oh."
Sie macht wieder und versucht dich weiter zu beruhigen. Ihre Stimme wird sanft.
"Es ist okay."
Du lächelst und streckst ihr die hand aus.
"Ich bin übrigens Emma."
"Hallo Emma."
Das ging schon einmal gut. Auch wenn dein Outing nur Halbfreiwillig war kannst du nun Zuhause schon einmal Emma sein.
Euer Gespräch geht noch etwas länger über die Beweggründe und darüber wie es mit dir weiter geht.
Als nächstes sind deine Freunde dran. Du traust dich aber nicht dich mit ihnen zu treffen.
Du schreibst ihnen stadtdessen Nachricht und erhältst größten Teils Zuspruch, wobei auch ein paar negative Reaktionen dabei sind. Naja.
Als letztes bleiben deine Kommilitonen and der Uni die zwei Wochen später beginnt, oder zumindest die dehnen du nahe stehst.
Diese reagieren ähnlich wie deine Freunde.
Teilweise Ablehnung aber größtenteils Unterstützung.
Also kannst du erstmal dein leben als Emma weiterleben.
Die Hormone scheinen in den kommenden Wochen und Monaten etwas schneller zu Wirken.
Gerade im Gesicht und an der Hüfte bemerkst du die größten Veränderungen. Deine Brüste machen sich zwar auch langsam bemerkbar aber nicht so schnell wie du willst.
Naja. Gegen Ende des Semesters gehst du schon halbwegs als Frau durch, auch weil du am Stimmtraining ganz okay bist.
Lisa ist mit ihrem Freund Lukas nach Hause gekommen. Etwa zwei Wochen danach hast du auch deine letzte Klausur geschrieben und ihr könnt endlich etwas Unternehmen.
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