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Chapter 35 by Jan1974 Jan1974

Aber klar hatte ich keine Wahl. Ich musste mit dem Mitarbeiter im Shop sprechen.
Also verließ ich den Kinobereich durch den Vorhang zurück in den eigentlichen Laden. Dass ich nackt war, störte mich hier drinnen kaum noch. Es fühlte sich inzwischen fast normal an, nur in den High Heels durch die Gänge zu laufen und zur Theke zu gehen.
Der Mitarbeiter hinter der Theke machte große Augen, als er mich sah. Offensichtlich war es für ihn deutlich weniger alltäglich als für mich, dass eine Frau nackt und auf Absätzen durch den Laden lief.
„Äh… alles okay bei Ihnen?“, fragte er etwas unsicher.
Ich blieb direkt vor ihm stehen und erklärte die Situation so nüchtern wie möglich:
„Mir wurden im Kinobereich die Sachen geklaut. Rock und Top. Ich stehe jetzt hier ohne alles da.“
Er entschuldigte sich sofort mehrfach, fast schon übertrieben.
„Das tut mir wirklich leid. Sowas passiert hier extrem selten, aber… ja. Entschuldigung.“
Ich machte ihm keinen Vorwurf.
„Ist nicht Ihre Schuld. Ich war dumm genug, die Sachen einfach liegen zu lassen. Aber ich hoffe, Sie können mir irgendwie aus der Patsche helfen. Nackt auf die Straße möchte ich jetzt nicht.“
Als kleinen Trost holte er mein Telefon unter der Theke hervor.
„Das wurde als Fundstück abgegeben.“
Leider half es mir nur bedingt. Irgendjemand hatte offenbar mehrfach versucht, die PIN einzugeben – das Display zeigte die Sperrmeldung. Zu Hause hätte ich es wieder entsperren können, aber hier und jetzt nützte es mir nichts. Ohne funktionierendes Handy hatte ich weder Zugriff auf Geld noch auf eine Fahrkarte.
„Erstmal brauche ich irgendetwas zum Anziehen“, sagte ich.
Der Mitarbeiter wirkte immer noch sichtlich unangenehm berührt von der ganzen Situation.
„Also… wir sind bei Kleidung nicht wirklich gut aufgestellt. Das meiste ist Unterwäsche oder extrem transparent. Aber…“ Er überlegte einen Moment. „Es gibt ein Teil, das weder Unterwäsche noch durchsichtig ist. Wenn Sie wollen, können Sie das haben. Ich schenke es Ihnen einfach.“
Er verschwand kurz im Lager und kam mit einem eng anliegenden, glänzend schwarzen Catsuit zurück.
Ich nahm ihn entgegen und zog ihn direkt dort an der Theke an. Der Stoff war ein glattes, leicht reflektierendes Material – irgendetwas zwischen Latex und sehr glänzendem Spandex. Er schmiegte sich wie eine zweite Haut an meinen Körper, betonte jede Kurve, meine Brüste, meine Taille und meinen Po.
Besonders auffällig war der lange, goldene Reißverschluss. Er begann vorne ging genau über den Bauch, zwischen meinen Beinen durch, verlief über den Schritt, bis zum oberen Ende meines Pos. Insgesamt hatte der Anzug vier Schieber. Mit dem oberen konnte man den Ausschnitt vorne so weit öffnen, wie man wollte. Der untere hintere Schieber ermöglichte es, den Po freizulegen. Zwei weitere Schieber lagen dazwischen, sodass man an jeder beliebigen Stelle – zum Beispiel am Bauchnabel oder direkt über der Fotze – einen Bereich öffnen konnte.
Ich schob die beiden mittleren Schieber genau zwischen meine Beine und ließ sie dort geschlossen. So war es zumindest ein kleines Stück weit „weniger auffällig“ – auch wenn man bei diesem Outfit ohnehin nicht ernsthaft von unauffällig sprechen konnte. Aber das störte Bella schon lange nicht mehr.
„Danke“, sagte ich aufrichtig. „Damit retten Sie mir den Tag.“
Er nickte nur, immer noch etwas verlegen.
Ich verließ den Laden und trat auf die Straße. Der enge, glänzende Catsuit fühlte sich ungewohnt, aber irgendwie auch aufregend an. Die High Heels klackten wieder auf dem Gehweg, während ich die Straße entlangging.

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Jetzt blieb nur noch das Problem mit dem Heimweg. Ohne Geld und ohne Fahrkarte war das schwierig. Klar, ich hätte jemanden fragen können, ob ich telefonieren darf, und meinen Freund anrufen. Aber wie sollte ich ihm das alles glaubhaft erklären? Vor allem dieses Outfit. Er mochte es ohnehin nicht besonders, wenn ich mich zu sexy anzog – und was ich gerade trug, würde ihm ganz sicher nicht gefallen. Egal, welche Geschichte ich mir ausdachte, wie ich zu diesem Catsuit gekommen war: Es würde unglaubwürdig klingen.
Diese Option gefiel mir überhaupt nicht.

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