Kippt Sonjas Gefühlslage komplett?
Sonja findet plötzlich etwas Gefallen an ihrer Rolle
Die Stimmung im Raum war mittlerweile richtig ausgelassen, aber auf eine überraschend respektvolle Art. Es wurde gelacht, es wurde gestichelt, aber niemand machte wirklich gemeine oder abwertende Bemerkungen. Trotzdem fühlte es sich vollkommen unwirklich an.
Ich stand immer noch oben ohne, nur im Slip, Strümpfen und High Heels, mitten im Büro. Ich – die sich selbst immer als eher bieder und zurückhaltend beschrieben hätte. Niemals im Traum hätte ich mir vorstellen können, einmal so halb nackt vor einer ganzen Runde Kollegen und Freunden zu stehen. Und doch… war da etwas Neues in mir. Ein eigenartiger, warmer Reiz. Die Art, wie die Blicke der Männer über meinen Körper glitten – begehrlich, fasziniert, fast ehrfürchtig – löste etwas in mir aus, das ich nicht erwartet hatte. Es machte mich verlegen, ja. Aber es machte mich auch… lebendig.
Die letzte Frage von Hans an mich war recht intim, aber noch leicht zu beantworten. "Wie war dein Sex mit deinem Expartner". "Schlicht stink langweilig" rutscht mir ohne grosses Nachdenken raus. Die Reaktionen der Gruppe ist sehr unterschiedlich, Unverständnis, Missverständnis, Unglaubwürdig. Höre Markus sagen "Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass Sonja, wie sie auftritt, Sex langweilig findet". Ich muss schmunzeln, vielleicht gut so, dass er nicht realisiert dass es wegen Bernd war, und er meint ich hasse Sex.
Die Flasche drehte sich wieder – und blieb bei Markus stehen und ich durfte Aufgabe stellen.
Alle schauten mich an. Ich durfte die Aufgabe stellen. Ein kleines, rachsüchtiges Lächeln schlich sich auf meine Lippen. Ich mochte Markus wirklich. Seine dominante, selbstsichere Art hatte mich den ganzen Abend über fasziniert und eingeschüchtert. Aber genau deswegen sollte auch er jetzt spüren, wie es sich anfühlte, an seine Grenzen gebracht zu werden.
Ich räusperte mich, meine Stimme klang trotz allem noch etwas unsicher, aber entschlossen:
„Markus… jetzt kannst du mir zeigen, wie ein starker Mann du wirklich bist.“
Ich machte eine kurze Pause, sah ihm direkt in die Augen.
„Komm in die Mitte der Runde, zieh deine Hose samt Unterhose bis zu den Knien runter und zeig uns deinen Schwanz.“
Ein lautes Raunen ging durch den ganzen Raum. Anna stieß einen kleinen Schrei aus, Lena lachte überrascht auf. Selbst die Männer wirkten kurz sprachlos.
Markus starrte mich an. Der sonst so souveräne, dominante Markus wurde knallrot im Gesicht. Seine übliche Stärke bröckelte sichtbar. Er öffnete den Mund, wollte etwas sagen, schloss ihn aber wieder. Langsam stand er auf und trat in die Mitte des Kreises.
Mit sichtbar zitternden Händen öffnete er seinen Gürtel. Er zögerte einen Moment, schaute kurz in die Runde – dann zog er Hose und Boxershorts in einer Bewegung bis zu den Knien herunter.
Sein Schwanz sprang heraus. Halb erigiert, dick und schwer. Die Luft im Raum schien plötzlich dicker zu werden. Markus stand da, entblößt vor allen. Er war hochrot, seine sonst so selbstbewusste Haltung war wie weggeblasen. Er wusste ganz genau, dass jetzt alle auf ihn starrten – genau wie sie vorher auf mich gestarrt hatten.
Ich konnte nicht anders, als ihn anzusehen. Mein Herz klopfte wie verrückt. Ein seltsames Gefühl von Macht und gleichzeitig tiefer Erregung durchströmte mich. Der Mann, der mich den ganzen Abend über so spielerisch dominiert hatte, stand jetzt selbst entblößt und verlegen vor uns.
Markus räusperte sich, seine Stimme war deutlich leiser als sonst:
„Zufrieden, Sonja?“
Ich biss mir auf die Unterlippe und nickte nur, während mein Blick noch einen Moment länger an ihm hängen blieb.
Die Runde war noch lange nicht vorbei.
0 comments
No comments yet
The story has no discussion yet. Leave a note here when a branch gives you something to say.
No chapter comments yet
No one has commented on this branch yet. Add the first note above.