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Chapter 19 by Filiusfiliae

Wie geht es weiter?

Chris trifft auf seine Mitschülerin Claudia

Solchen Gedanken hing Chris nach, als er auf einmal ein fröhliches „Hallo, mein Lebensretter!“ hörte. Chris guckte sich irritiert um, und erst ein „Hier bin ich!“ ließ ihn in dem einen Vorgarten unter dem Baum auf dem Liegestuhl die junge Dame erkennen, die ihn angesprochen hatte: seine Mitschülerin Claudia. Ca. 1,60 Meter, kurzes dunkelblondes Haar, Mini-Tittchen – und ein paar dünne, aber doch ansehnliche Beine, die er heute zum ersten Mal nackt sah, trug Claudia doch sonst immer nur lange Hosen. Heute waren es nur Shorts. Chris hätte ihr gerne in die Augen gesehen, aber eine Sonnenbrille, die ihr gut stand, verhinderte dies. Ansonsten trug sie ein unförmiges weites T-Shirt, das wohl ihrem älteren Bruder, einem Koloss von Mann, gehören dürfte. Und am Auffälligsten war ihr komplett eingegipster linker Arm. „Schön, dass du mich endlich mal besuchen kommst, so kann ich mich bei dir persönlich bedanken, mein Held!“ Chris musste grinsen, als er den Vorgarten betrat und somit Claudias Einladung annahm: Held. Lebensretter. Er hatte doch nichts gemacht eigentlich, damals, in der letzten Schulwoche, an der Schule, auf der großen Freitreppe, als Claudia oben irgendwie wegrutschte, warum auch immer, und die Treppe runterfiel und auf halber Höhe von hinten in ihn hineinkrachte, ihn umschmiss und er sich geistesgegenwärtig am Geländer festhalten konnte, sonst wären er und Claudia wohl bis zum Fuß der Treppe runtergerauscht. Eine Beule, eine Schramme – mehr hatte er nicht abgekriegt. Claudias linken Arm hatte es aber ziemlich erwischt. Per Rettungshubschrauber wurde sie ins Krankenhaus gebracht, dass sie nach drei Tagen aber wieder verlassen konnte. Eine Mitschülerin hatte noch am Unglückstag zu ihm gesagt: „Was für ein Glück für Claudia, dass du gerade da standst und sie aufgehalten hast. Möglicherweise hätte sie sich das Genick gebrochen und wäre tot unten aufgeschlagen.“ Dabei hatte Chris sich aus reinem Selbsterhaltungstrieb am Geländer festgehalten, in dem Moment keinen Gedanken an Claudia verschwendet, zumal er noch gar nicht wusste, wer oder was da in ihn hineingeknallt war. Dass Claudia ihn jetzt als ihren Retter sah, war ihm daher unangenehm. Deshalb hatte er auch noch keinen Kondolenzbesuch bei ihr gemacht, obwohl sie im selben Dorf wohnten. Bislang hatten sie auch nicht viel miteinander zu tun gehabt. Ihm war sie immer so ein bisschen unscheinbar vorgekommen. Erst jetzt, da er ihre nackten Beine sehen konnte, wurde ihm klar, dass sie sexuell nicht so reizlos war, wie er immer gedacht hatte.

„Magst du auch Zitronenlimonade oder hättest du gerne was anderes?“, fragte sie und holte ein Glas, als er sich mit Zitronenlimonade einverstanden erklärte. Sie nahmen auf der Terrasse Platz. Claudia schlug die Beine übereinander, und Chris hatte Mühe, woandershin zu gucken, denn das weiße Fleisch ihrer Schenkel schien ihn magisch anzuziehen.

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