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Chapter 3 by Filiusfiliae

Wie geht es weiter?

Chris lässt sich über die neuen Ärztinnen berichten

„Also Chris, kriegst du wirklich nicht mit, was hier im Dorf abgeht?“, tadelte ihn Ramona scherzhaft. „Wir haben doch seit Kurzem als Nachfolger für den alten Dr. Meyer, der in Ruhestand gegangen ist und nun in Spanien lebt, eine junge Hausärztin, ganz frisch von der Uni. Und sieht zehn Jahre jünger aus, als sie ist. Teilt sich die Praxis mit einer Freundin, auch frisch von der Uni, wobei die formal nur bei ihr angestellt ist. Sind aber wohl wirklich nur Freundinnen und kein lesbisches Liebespaar, denn sie arbeiten zwar zusammen, leben aber nicht zusammen. Und sind wohl beide Single. Na ja, und seit die beiden hier praktizieren, ist unter der männlichen Dorfjungend eine Krankheitswelle ausgebrochen und das Wartezimmer ständig voll.“

„Wie alt ist die eigentlich?“, wollte Chris nun wissen.

„29. Jünger geht ja kaum. Mit 18 an die Uni, 6 Jahre Medizinstudium, 5 Jahre Facharztausbildung. Wenn alles glatt läuft, was bei ihr wohl der Fall war. Aber die sieht echt **** aus, würde sogar so gerade eben noch als Teeniemädchen durchgehen. Na, das wird es für die beiden hier nicht einfacher machen.“

„Wieso?“

„Na, du kennst doch unsere Bauern hier im Dorf, Chris. Nicht dass wir noch viele davon hätten. Aber im Gemeinderat haben sie immer noch das Sagen. Groß ist ihr Respekt vor Frauen ja ohnehin nicht ausgeprägt. Aber eine Frau als Ärztin ist für die ein No-go. Und eine junge Frau als Ärztin nehmen die nicht mal ansatzweise ernst. Die ersten fahren bereits die sieben Kilometer zum nächstgelegenen männlichen Hausarzt. Die beiden Medizinerinnen sind natürlich auch schon Stammtischgespräch. Dreht sich hauptsächlich darum, wer aus dem Dorf die beiden als Erstes aufbocken wird. Musst mal Maren fragen, die Gastwirtstochter. Die kann dir Geschichten erzählen …!“

„Und irgendeine Ahnung, wann Ramon zurück ist?“

„Nee, keine Vorstellung. Das Praxiswartezimmer ist ständig voll, und die Jungs haben Ausdauer, zumal ohnehin Ferien sind, warten dann halt auch mehrere Stunden, wenn es sein muss. Die wollen ja ein Date mit der Ärztin, eventuell auch mit deren Kollegin, weiß nicht, wie die aussieht. Da die beiden ihren Beruf ernst nehmen, machen sie zurzeit **** viele Überstunden, schicken niemanden einfach so weg. Ich weiß auch nicht, ob die beide sich geschmeichelt fühlen von dem Interesse der jungen Männer oder nicht vielmehr verarscht, weil sie im Prinzip wegen nichts und wieder nichts malochen wie die Tiere. Aber es freut mich, dass du offenbar noch kerngesund bist!“

Chris dankte, und natürlich würde er die beiden Medizinerinnen mal in Augenschein nehmen, wahrscheinlich erst, wenn der Hype abgeklungen war. Vielleicht, kam ihm die Idee, könne sie ihm bei seinem Emma-Problem helfen, vielleicht gab es sogar einen medizinischen Fachbegriff dafür.

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